Palästinenser versammeln sich während einem Protest am Grenzzaun östlich von Gaza-Stadt in der Nähe eines Krankenwagens. Foto Wissam Nassar/Flash90
Palästinenser versammeln sich während einem Protest am Grenzzaun östlich von Gaza-Stadt in der Nähe eines Krankenwagens. Foto Wissam Nassar/Flash90

Es gibt viele Länder auf der Welt, die diesen Monat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und so getan haben, als würden sie sich über das “Massaker” in Gaza entrüsten – ein “Massaker”, das es nie gab.

 

von Justin Amler

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, der jordanische Prinz Zeid Ra’ad al-Hussein, sagte: “Das Recht auf Leben muss respektiert werden. Jene, die für die empörenden Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind, müssen zur Verantwortung gezogen werden.” Mit Menschenrechtsverletzungen kennt er sich aus, schliesslich hat sein Heimatland Jordanien während seiner illegalen Besatzung der Jerusalemer Altstadt zwischen 1948 und 1967 Juden vertrieben, Grabsteine aus dem Boden gerissen, Synagogen zerstört und jüdische heilige Stätten zu Latrinen umfunktioniert.

Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini rief Israel dazu auf, “den friedlichen Protest und das Prinzip der Proportionalität beim Gebrauch von Gewalt zu respektieren”. Man muss annehmen, dass sie die Facebook-Nachricht der Hamas verpasst hat, in der die “Protestierenden” dazu aufgerufen wurden, Messer und Schusswaffen zur Grenze mitzubringen und die Waffen so lange unter ihren Hemden zu verstecken, bis die Grenze durchbrochen wäre und israelische Zivilisten und Soldaten entführt werden könnten.

Frankreich verurteilte die “von den israelischen Sicherheitskräften gegen Demonstranten eingesetzte Gewalt” und fügte hinzu, die israelischen Behörden hätten die Pflicht, “Zivilisten zu schützen, vor allem Minderjährige”. Vielleicht haben auch die französischen Behörden ihre Pflicht vergessen, als sie 1942 in Paris fast 14.000 Juden, darunter, 4.000 Kinder, zusammentrieben und sie in den Tod schickten.

Dann gibt es noch die wunderbare Trutzburg der Demokratie, die Türkei, deren Führer immer noch danach strebt, ein neuer Sultan zu werden und ein Reich wiederherzustellen, das nur in seinen Träumen und unseren Alpträumen existiert. Ohne jegliche Scham steht er hinter der Terrorgruppe Hamas und hat die Nerven und die Dreistigkeit, Israel einen Terrorstaat zu nennen, selbst in dem Moment, wo seine Truppen Terror gegen die kurdischen Bürger der Türkei und Syriens entfesseln. Selbstverständlich wird darüber in seinem Land nicht geschrieben werden, da er ja die Journalisten bereits eingesperrt hat …

Südafrika hat seinen Botschafter aus Israel zurückgerufen, während es selbst weiter zur Bananenrepublik abgleitet. Und just heute hat die regierende Partei ihren wüsten Antisemitismus bekräftigt, indem sie Israel mit Nazideutschland verglich und Juden dazu aufrief, ihr Heimatland abzulehnen.

Wieder einmal also klopft sich die Welt an die Brust, mit all der falschen Moralität, die sie in ihrem Israel-Bashing-Buch finden kann, und stösst Begriffe wie “internationals Recht”, “unangemessene Reaktion” und “friedliche Demonstranten” aus.

Viele Regierungschefs der Welt gehen der Wirklichkeit, der Israel täglich gegenübersteht, aus dem Weg und predigen lieber über “exzessive Gewalt”, während sie sich in den klimatisierten Gängen in Brüssel oder amerikanischen Hauptquartieren versteckt halten.

Und doch versäumen sie es, die Hamas für den Gebrauch menschlicher Schutzschilde zu verurteilen. Trotzdem versäumen sie es, jene arabischen Demonstranten zu verurteilen, die den einzigen Grenzübergang für den Güterverkehr zerstören, über den Israel Benzin und Gas liefert. Die Araber zerstören die Brennstoffe, die sie benötigen, um dann über Armut und Not zu klagen.

Sie werden behaupten, die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem habe die Gewalt entfesselt, ignorieren aber die jahrzehntelange Gewalt, die sie vorher schon verübt haben.

Die Führer der Welt verurteilen auch weiterhin nicht den Bau von Terrortunneln, die zum Töten gedacht sind, und für den die Hamas das Geld verwendet, das sie bereitstellen.

In ihren trüben Augen haben die Araber einfach ein Picknick auf einem nahe gelegenen Feld veranstaltet, als israelische Truppen grundlos das Feuer auf sie eröffneten. Sie leben weiterhin in der Blase ihrer Phantasie und sehen nicht, was wirklich in Gaza passiert, obwohl die Hamas ihre Absicht in unzähligen Videos, Reden und Äusserungen klargemacht hat – die alle öffentlich verfügbar sind.

Wie also soll Israel der Welt eine Wahrheit zeigen, die diese sich weigert zu sehen?

Traurigerweise kann es das nicht, weil wir in einer Welt leben, in der von den Juden erwartet wird, sich einfach hinzulegen und zu sterben, wie sie das in der Vergangenheit so oft getan haben. Und doch weigert sich dieses tapfere kleine Land, sich an dieses Drehbuch zu halten.

Wie wagen sie es, sich gegen diese friedlichen Araber zu verteidigen, die nur nach Hause gehen wollen – ein Zuhause, das nie das ihre war. Wie wagen sie es, den weisen Rat der Länder zu befolgen, deren Böden tief mit dem Blut von Juden getränkt sind.

Nun, sie wagen es tatsächlich.

Israelische Truppen haben den Zaun bewacht, schauten auf 40.000 zum Hass aufgestachelte Araber, von denen viele sie mit Rohrbomben, Granaten und Raketen angriffen, alles unter einer Decke von Rauch brennender Reifen. Die Araber schrien, sie würden den Zaun niederreissen und Unschuldigen die Herzen herausreissen. Israel hielt stand gegenüber einer Welle der Dunkelheit und des Terrors, die, hätte sich ihr niemand entgegengestellt, wie ein Tsunami über das Land geschwappt wäre und alles zerstört hätte, was ihr in die Quere kommt.

Während also Israel vielleicht gern die Unterstützung und das Verständnis der Welt hätte, macht es am Ende doch keinen grossen Unterschied. Denn letztlich wird Israel seine unveräusserlichen Rechte als souveräne und stolze Nation wahrnehmen – sich mit allen notwendigen Mitteln gegen jene zu verteidigen, die ihm Leid zufügen würden.

Justin Amler ist ein renommierter in Südafrika geborener und in Australien wohnhafter Kommentator zu internationalen Themen. Auf Englisch zuerst erschienen bei MiDA.

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