Israelische Sicherheitskräfte an dem Ort, an dem palästinensische Terroristen am 4. März 2019 israelische Soldaten überfahren haben. Foto STR/Flash90.
Israelische Sicherheitskräfte an dem Ort, an dem palästinensische Terroristen am 4. März 2019 israelische Soldaten überfahren haben. Foto STR/Flash90.
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Amir Daraj und Yusuf Anqawi suchten kürzlich nach Juden, die sie töten könnten. Anscheinend entscheiden sich viele palästinensische Araber dafür, so ihre Zeit zu verbringen. Zwanzigjährige in anderen Ländern verbringen ihre Freizeit bei Sportveranstaltungen, Kinobesuchen oder in Cafés. Aber in der palästinensisch-arabischen Gesellschaft machen sie die Dinge offenbar ein wenig anders.

 

von Stephen M. Flatow

Daraj und Anqawi waren Bewohner arabischer Städte in der Nähe von Ramallah. Es handelt sich dabei also um Ramallah, die Hauptstadt der Palästinensischen Autonomiebehörde. Daraj und Anqawi lebten nicht unter „israelischer Besatzung“. Ramallah und seine Umgebung stehen seit 1995 unter der Kontrolle der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Daraj und Anqawi wurden 1999 geboren. Sie verbrachten praktisch ihr ganzes Leben unter palästinensischer Selbstverwaltung.

Trotz der ständigen Wiederholungen von internationalen Medien über die so genannte „israelische Besatzung in den Palästinensergebieten“ ist es so, dass 98 Prozent der palästinensischen Araber unter palästinensischer Herrschaft leben. Deshalb gibt es in den Städten in denen Daraj und Anqawi lebten auch keine Siedler oder Soldaten. Als sie beschlossen einige Juden zu ermorden, mussten sie also ihre Dörfer verlassen und eine gewisse Entfernung zurücklegen.

Zusammen mit einem dritten Freund (dessen Name noch nicht bekannt gegeben wurde) fuhren sie in ein Gebiet, in dem israelische Soldaten patrouillieren. Zweifellos konnte das Trio seinen Augen nicht trauen, als sie ein kaputtes israelisches Fahrzeug und mehrere Soldaten sahen, die versuchten den Insassen zu helfen.

Normale Menschen, die ein Auto am Strassenrand liegen sehen, halten an um Hilfe zu leisten oder rufen zumindest den Notruf an. Nicht so, wenn die Menschen, die eine Panne erlitten, Juden und die Passanten palästinensische Araber auf Judenjagd sind.

Daraj, Anqawi und ihr Freund konnten ihr Glück wahrscheinlich kaum fassen. Ahnungslose Juden, leichte Beute, einfache Ziele. Und Daraj hatte die perfekte Waffe zur Verfügung – sein Auto. Er drehte das Lenkrad scharf um und fuhr direkt in die Juden hinein, wobei zwei von ihnen schwer verletzt wurden.

Aber das hier ist nicht 1939. Es ist 2019 – diese Juden wehren sich. Die Soldaten feuerten auf die Angreifer, töteten Daraj und Anqawi und verwundeten ihren Freund. Im Auto der Terroristen fanden die Israelis mehrere nicht explodierte Brandbomben. Der festgenommene Terrorist gestand, dass er und seine Freunde vor dem Auto-Attentat zur Jerusalem-Tel Aviv-Strasse, der so genannten Route 443, gefahren waren und versucht hatten, dort einige Juden in Brand zu setzen.

Wenn eine Brandbombe, auch Molotow-Cocktail genannt, ein Auto trifft, umschliesst es das Fahrzeug, den Fahrer und die Passagiere in einem höllischen Feuer-Inferno. Das war die Absicht der Terroristen.

Trotz der Entdeckung der Brandbomben und des Eingeständnisses des verletzten Terroristen, sagte der palästinensische Bürgermeister eines nahegelegenen Dorfes sofort gegenüber Reportern, dass sie überhaupt keine Terroristen seien. Bürgermeister Khaldoun Al Seek aus dem Dorf Kafr Ni’ma erklärte, dass die Kollision „ein Verkehrsunfall und kein Rammangriff“ sei. Das Aussenministerium der PA gab eine Erklärung heraus, in der es Israel beschuldigte, „eine brutale Hinrichtung“ von zwei unschuldigen Palästinensern durchgeführt zu haben.

Sie mögen denken, dass der Bürgermeister und seine Kameraden im Aussenministerium der PA Verrückte oder psychopathische Lügner sind. Sie sind beides nicht. Sie sind lediglich zynische Propagandisten, die sich für die Verteidigung palästinensisch-arabischer Terroristen einsetzen. Weil sie Terroristen wirklich als Helden sehen und alle Juden als böse Kreaturen, die es verdienen überfahren oder in Brand gesteckt zu werden.

„Auto trifft israelische Truppen; zwei getötete Palästinenser“

Unabhängig davon wie eindeutig die Beweise dafür sind, dass ein Anschlag von Terroristen verübt wurde, suchen grosse westliche Nachrichtenagenturen natürlich immer nach Wegen, die palästinensische Schuld zu minimieren.

Die Washington Post titelte die Geschichte mit der Überschrift „Auto trifft israelische Truppen; zwei getötete Palästinenser“ – als ob es ein Autounfall gewesen wäre. The Guardian (of London) betonte, dass „die Häufigkeit solcher Angriffe“ in letzter Zeit abgenommen habe und „viele wurden von Einzelpersonen und nicht von Mitgliedern militanter Gruppen durchgeführt“. So schrecklich ist es also nicht! Und ausserdem sind sie keine Terroristen, sondern nur „Militante“.

AFP-Schlagzeile in der „Zeit Online“. Foto Screenshot zVg

Und schliesslich die Associated Press mit ihrer üblichen Dosis unmoralischer Vergleiche. „Seit 2015 haben Palästinenser über 50 Israelis bei Messerstichen, Schiessereien und Auto-Rammangriffen getötet und israelische Streitkräfte haben in diesem Zeitraum mehr als 260 Palästinenser getötet“, berichtete die AP.

Kapiert? Israelis, die in Notwehr schiessen, unterscheiden sich nicht von palästinensischen Terrorangreifern. Opfer sind gleichbedeutend wie Täter. Polizisten sind wie Einbrecher. Natürlich, in einer solchen Gleichung ist die Seite, die mehr Opfer hat diejenige, die uns leidtun soll. So sieht es aus: Die Moral der Opferzahl. Tragisch!

Stephen M. Flatow, ein Anwalt in New Jersey, ist der Vater von Alisa Flatow, die 1995 bei einem von der Iraner unterstützten palästinensischen Terroranschlag ermordet wurde. Sein Buch „A Father’s Story: My Fight for Justice Against Iranian Terror“ wurde kürzlich veröffentlicht. Auf Englisch zuerst erschienen bei Jewish News Syndicate. Übersetzung Audiatur-Online.

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