Der Text auf dem Stein beginnt mit der Warnung: „Hüte dich vor einem natürlichen Tod; wenn du stirbst, dann nur im Kugelhagel.“ Foto PFLP
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Studenten an der Al-Quds-Universität haben einen Gedenkstein für die „heldenhaften Märtyrer“ der Universität aufgestellt. Der Text auf dem Stein beginnt mit der Warnung: „Hüte dich vor einem natürlichen Tod; wenn du stirbst, dann nur im Kugelhagel.“ Das berichtet unter anderem die unabhängige palästinensische Nachrichtenagentur Wattan.

Jugendliche zu ermuntern, an Terroranschlägen teilzunehmen, selbst wenn sie selbst dabei getötet werden, gehört zur Politik der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Immer wieder stellen deren Vertreter den Tod für Allah (Shahada, zum Märtyrer werden) als etwas dar, was dem Leben vorzuziehen sei. Als die PA etwa kürzlich die Ergebnisse der Abiturprüfungen präsentierte, hiess es in einem Artikel von WAFA, der offiziellen Nachrichtenagentur der Palästinensischen Autonomiebehörde: Schüler, die bei Terroranschlägen getötet worden seien und darum nicht die Schule hätten abschliessen können, hätten den „Weg zu Exzellenz und Grösse gewählt und den Pfad derer, die wissen, wie man den grossen Sieg erringt“.

Unter den Namen auf dem Gedenkstein an der Al-Quds-Universität ist auch der des Mörders Muhannad Halabi. Er wird als der „heroische Märtyrer und Entzünder der dritten Intifada“ beschrieben, eine Anspielung darauf, dass er im Oktober 2015 zwei israelische Zivilisten getötet hat, was die Palästinenser als den Beginn der Terrorwelle ansehen, die manche „die dritte Intifada“ nennen.

Das Denkmal wurde von der Al-Quds-Sektion der Progressiven Studentenaktionsfront eingerichtet, der Studentenorganisation der Populären Front für die Befreiung Palästinas (PFLP). Nachdem es auf mysteriöse Weise wieder verschwunden war, fragte die unabhängige Nachrichtenagentur Wattan, ob die Universität der Errichtung „eines solchen“ Denkmals zugestimmt habe. Abd Al-Raouf Abd Al-Sinawi, der Dekan für Studentenangelegenheiten, sagte „Warum sollten wir dagegen sein?“ Al-Sinawis einzige Sorge war, dass die Studenten eine Genehmigung der Universitätsverwaltung hätten einholen sollen.

Die Al-Quds-Universität gehörte auch zu einer Reihe von palästinensischen Universitäten, die Baha Alyan, der in einem Jerusalemer Bus drei Zivilisten getötet hat, mit einer „Menschenkette von Lesenden“ geehrt haben.

Zahlreiche Universitäten im Ausland haben Kooperationsprojekte mit der Al-Quds-Universität, darunter Hochschulen in Deutschland, Belgien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Rumänien, Slowenien, Spanien, Schweden, der Türkei, Australien, Brasilien, Israel, Japan und den USA.

Die Parole „Hüte dich vor einem natürlichen Tod; wenn du stirbst, dann nur im Kugelhagel“ stammt aus einem Gedicht von Ghassan Kanafani, einem früheren Anführer der Terrororganisation PFLP, der 1972 von Israel getötet wurde.

Wie von Palestinian Media Watch dokumentiert, sind die beiden Mörder Muhannad Halabi und Baha Alyan bereits unzählige Male von der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Fatah geehrt und verherrlicht worden.
Wie von Palestinian Media Watch dokumentiert, sind die beiden Mörder Muhannad Halabi und Baha Alyan bereits unzählige Male von der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Fatah geehrt und verherrlicht worden.

Unterdessen ehrt auch die Fatah-Bewegung von Mahmoud Abbas weiterhin Terroristen, die in der Terrorwelle die im September 2015 begann, Israelis getötet haben. Auf Facebook gedenkt die Fatah des „Märtyrertods“ von Baha Alyan, der am 13. Oktober zusammen mit einem Komplizen drei Israelis in einem Bus mit Messern und Pistolen tötete, sowie des Terroristen, der am 3. Oktober 2015 in der Jerusalemer Altstadt zwei Israelis erstach.

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