Tayseer Abu Sneineh. Foto Twitter
Tayseer Abu Sneineh. Foto Twitter

Palästinenser wählten einen Terroristen zum Bürgermeister von Hebron, der grössten Stadt im Westjordanland.

Tayseer Abu Sneineh, der für die Fatah-Partei des Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, kandidierte, verübte 1980 einen Anschlag auf eine Gruppe jüdischer Studenten, die sich auf dem Rückweg vom Gebet von der Höhle der Patriarchen befanden.

Abu Sneineh eröffnete gemeinsam mit drei anderen palästinensischen Terroristen das Feuer und warf Handgranaten auf die Studenten. Sechs Menschen, darunter zwei Amerikaner und ein Kanadier, wurden bei dem Anschlag getötet und 20 weitere wurden verletzt.

Die Terroristen wurden zwar alle gefangen genommen und zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt, kamen jedoch später im Rahmen diverser Gefangenenaustausch-Deals wieder frei. Sneineh verbrachte lediglich drei Jahre im Gefängnis, bevor er 1983 entlassen wurde.

1997 übertrug Israel die Kontrolle über den arabischen Teil Hebrons (80 Prozent) an die Palästinensische Autonomiebehörde.

Die Bürgermeisterwahl fand (laut hebräischem Kalender) am 37. Jahrestag des Attentats statt. Für die Wahl hatten weder Kandidaten der Hamas noch der Volksfront zur Befreiung Palästinas kandidiert. Wahlen sind ohnehin ein seltenes Ereignis in den palästinensischen Gebieten, da sich Abbas seit Ablauf seiner Amtszeit im Januar 2009 weigert, Präsidentschafts- oder Parlamentswahlen durchführen zu lassen.

Die Reaktionen israelischer Politiker auf die Wahl Sneinehs waren zynisch bis scharf. Der israelische Konsul in New York, Dani Dayan, twitterte: „Taysir Abu Sneineh wurde heute zum Bürgermeister von Hebron gewählt. Die bisherigen Erfolge seiner Laufbahn? Er ermordete 6 jüdische Studenten.“

Ofir Gendelman, der Pressesprecher für arabische Angelegenheiten des israelischen Premierministers twitterte: „Palästinenser in Hebron wählten gerade diesen Mann, der 6 Israelis ermordete, zu ihrem Bürgermeister. Nur in der PA können Mörder öffentliche Ämter innehaben.“

Angesichts des voraussichtlich in zwei Wochen stattfindenden Besuchs von US-Präsident Donald Trump und dessen Ankündigung, die israelisch-palästinensischen Friedensgespräche zügig in Gang zu bringen, stellte Davidi Ben Sion, Leiter eines Gebietsrates in den jüdischen Gebieten des Westjordanlands – auch als Judäa und Samarien bekannt – fest: „In zehn Tagen wird Präsident Donald Trump in Israel landen, und Medienberichten zufolge wird er voraussichtlich auf einen diplomatischen Prozess in irgendeiner Form zwischen Israel und den Arabern drängen – jenen Arabern, die heute einen Bürgermeister und Mörder gewählt haben. Herr Präsident, ich an Ihrer Stelle würde mich nicht demütigen lassen. Wenn Sie nur ein bisschen Selbstachtung haben, dann sollten Sie sich Ihren Besuch bei Abbas, der den Holocaust leugnet und Mord fördert, noch einmal gründlich überlegen.“

Etwa 800’000 palästinensische Wahlberechtigte konnten am Samstag im Westjordanland bei Kommunalwahlen ihre Stimme abgeben. Sie bestimmten Gemeinderäte sowie Gemeinde- und Stadtpräsidien neu.

Quellen: Times of Israel, Zentrale Wahlkommission, Agenturen

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  • Lustenberger Uri

    Die PA, der Chef regiert seit Jahren ohne Mandat, schürt Hass gegen Juden und ist dazu noch ein Holocaustleugner, der neue Bürgermeister von Hebron ein Mörder und Terrorist !
    So sieht die Kultur des Friedens der Palästinenser unter Mahmoud Abass, alias Abu Mazen aus.
    Der Opportunismus und die heuchlerische Anbiederung gewisser europäischer Politiker für diese sogenannte palästinensische Autonomie Behörde ist fast unerträglich!!
    Mit Schönreden und Selbstleugnung löst man keine Probleme, im Gegenteil man vergrössert sie willkürlich.