Foto Lev HaOlam
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Eine in Samaria ansässige Organisation ergreift Massnahmen zum Schutz der Unternehmen in Judäa, Samaria und den Golanhöhen vor Boykottkampagnen der sogenannten BDS-Bewegung. Sie tut dies, indem sie von kleinen Firmen in der Region produzierte Waren einkauft und diese rund um den Globus an Tausende von Menschen weiter vermarktet.

Die Initiative wurde von der Organisation Lev HaOlam (Herz der Welt) ins Leben gerufen, die vor zweieinhalb Jahren, von dem in einer Gemeinde in den Bergen östlich von Shiloh in Samaria lebenden Nati Rom, gegründet wurde.

„Wir sahen, dass es keinerlei Bemühungen gab, die Geschichte von Judäa und Samaria zu nutzen, um die Boykottbewegung zu bekämpfen, die uns das Leben so schwer macht“, sagte Rom in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Tazpit (TPS).

„Unser Ziel ist es, den internationalen Boykott zu bekämpfen“, stellte Rom fest. „Wir kaufen Produkte von kleinen Händlern im Frontgebiet Israels, in Judäa, Samaria und den Golanhöhen, die unter dem internationalen Boykott leiden, und wir helfen ihre Produkte rund um den Globus zu vermarkten. Die Menschen melden sich für unser Projekt an und erhalten jeden Monat ein wunderbares Paket direkt an ihre Haustür geliefert.“

Jedes Paket enthält eine Auswahl unterschiedlicher Produkte, von Nahrungsmitteln wie Schokolade, Wein, Honig, Snacks und Bio-Kräutertee über handgefertigten Schmuck, reine Naturkosmetika und Souvenirs bis hin zu Wohndekoration und -accessoires.

„Wir haben mehr als 1.000 Partner weltweit, die Mehrheit von ihnen sind Juden“, so Nati Rom. „Wir sind derzeit der grösste Abnehmer in Judäa und Samaria. Unsere Kunden kommen aus mehreren Dutzend Ländern, darunter Schweden, den Niederlanden, Norwegen, Deutschland, Italien, Australien und den Vereinigten Staaten.“

Die vielen europäischen Kunden sind nach Meinung von Rom ein Mittel zur Bekämpfung der jüngsten EU-Entscheidung zur Kennzeichnung von Produkten aus Judäa, Samaria und den Golanhöhen.

„Viele unserer Partner aus Europa wollen nicht schweigen, wenn das EU-Parlament entscheidet, jüdische Produkte zu kennzeichnen und wenn sich Juden mittlerweile fürchten, in der Öffentlichkeit eine Kippa zu tragen“, erklärte er. „Unsere Community und unsere Facebook-Seite machen uns zu einer proaktiven Gemeinschaft gegen BDS und jede andere anti-israelische Organisation.“

Weiterhin sagte Rom, dass Lev HaOlam die BDS-Kampagne auch mit anderen Mitteln bekämpft. „Wir haben eine Volksbewegung gestartet, zu der Tausende von Unterstützern aus der ganzen Welt zählen. Wir haben es geschafft, 2.000 Menschen auf dem Dam-Platz in Amsterdam zu versammeln und wir demonstrieren jeden Monat an einem anderen Ort, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.“

„Wir haben bereits an vielen unterschiedlichen Orten pro-israelische Demonstrationen durchgeführt, darunter Miami, Deutschland, Finnland, Singapur und Schweden“, berichtete Rom weiter. „Wenn sie uns boykottieren, werden wir einfach noch mehr kaufen. Wenn sie Hass verbreiten, werden wir Liebe verbreiten.“

„Aktuell sind wir mehr denn je auf der Suche nach Menschen auf der ganzen Welt, die sich mit uns zusammenschliessen wollen“, ergänzte Rom. „Nur so können wir zusammen das Land Judäa und Samaria unterstützen und weiterkommen. Je mehr Menschen uns unterstützen, desto mehr können grössere Mengen von Waren kaufen und so noch mehr Unternehmen unterstützen.“

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