Clalit Health Services, die grösste Gesundheitsorganisation Israels, schafft eine neue Abteilung für strategische Entwicklung und Infrastruktur. Das Ziel: ein Gesundheitssystem, das auch unter Beschuss funktioniert.
Während weltweit über den Nahostkonflikt debattiert wird, arbeitet Israel an einer leisen, aber folgenreichen Transformation seines Gesundheitswesens. Am 25. Mai 2026 gab Clalit Health Services die Gründung einer neuen Abteilung für strategische Entwicklung und Infrastruktur bekannt. Die Organisation, die über fünf Millionen Israelis versorgt – mehr als die Hälfte der Bevölkerung –, zieht damit Konsequenzen aus den Erfahrungen der Militäroperationen «Rising Lion» und «Swords of Iron».
Die Entscheidung ist eine direkte Folge des Krieges gegen die Hamas und den Iran. Spitäler und Kliniken in ganz Israel standen unter beispiellosem operativem Druck und mussten gleichzeitig die medizinische Versorgung von Millionen Zivilisten ohne Unterbruch aufrechterhalten. Die neue Abteilung soll Notfallvorsorge, Infrastrukturverstärkung, Bauprojekte und strategische Grossprojekte über das gesamte landesweite Netzwerk von Clalit koordinieren – bestehend aus mehr als 14 Spitälern und rund 1600 Gemeindekliniken.
Die Leitung der neuen Abteilung übernimmt Liron Goldenberg, ein erfahrener israelischer Infrastrukturmanager mit über 25 Jahren Erfahrung in der Führung öffentlicher Grossprojekte. Goldenberg war zuvor stellvertretender Direktor der Spitäler Beilinson und Hasharon, die beide von Clalit betrieben werden.
«Tower of Hope» als Leuchtturmprojekt
Goldenberg leitete auch die Entwicklung des Projekts «Tower of Hope» am Rabin Medical Center (Beilinson-Campus) in Petach Tikwa. Der 15-stöckige Turm, finanziert durch eine Rekordspende von 180 Millionen US-Dollar der Familie Harlap, soll Anfang 2027 eröffnet werden. Der Bau umfasst rund 70’000 Quadratmeter und wird 300 Betten für stationäre und intensivmedizinische Behandlung bieten. Die Einrichtung beherbergt acht klinische Abteilungen für Kardiologie, Neurochirurgie, Neurologie und Herzchirurgie sowie Operationssäle, Bildgebungseinheiten, Katheterisierungslabore und Intensivstationen.

Das Entscheidende: Der Turm ist so konzipiert, dass er auch unter Kriegsbedingungen voll funktionsfähig bleibt – mit geschützter Infrastruktur und intelligenter Spitaltechnologie.
Ein Gesundheitssystem, das sich dem Krieg anpasst
Clalit-CEO Prof. Eytan Wirtheim ordnete die Entscheidung in einen grösseren Zusammenhang ein: «Israels Gesundheitssystem erfordert heute nicht nur medizinische Spitzenleistungen, sondern eine widerstandsfähige, geschützte und innovative Infrastruktur, die unter jedem Szenario funktionieren kann. Als grösste Gesundheitsorganisation Israels ist es unsere Verantwortung, die Kontinuität der medizinischen Versorgung für alle Bürger unter allen Bedingungen zu gewährleisten.»
Die Ankündigung reiht sich in eine Serie von Massnahmen ein, die Clalit seit Kriegsbeginn umgesetzt hat. Im März 2026 liess Wirtheim innerhalb kürzester Zeit ein geschütztes Rehabilitationsspital in Rischon LeZion mit 216 Betten errichten – das «Lion Shield»-Spital, in dem Patienten versorgt werden, die bei Raketenalarm nicht selbstständig Schutzräume erreichen können. Zudem hat Clalit geschützte Kliniken ausgebaut und die telemedizinische Versorgung massiv erweitert: Fernbehandlungen decken inzwischen nicht nur Allgemeinmedizin und Pädiatrie ab, sondern auch Augenheilkunde und weitere Fachbereiche.
Während in der internationalen Berichterstattung fast ausschliesslich über militärische Operationen gesprochen wird, investiert Israel systematisch in den Schutz seiner zivilen Bevölkerung. Geschützte Spitäler, kriegstaugliche medizinische Infrastruktur, telemedizinische Versorgungsketten – all das geschieht weitgehend unter dem Radar der Weltöffentlichkeit.
Die Initiative von Clalit zeigt, was es konkret bedeutet, wenn ein Land unter permanenter Bedrohung steht: Es reicht nicht, Raketen abzufangen. Es braucht Spitäler, die weiterlaufen, wenn die Sirenen heulen. Kliniken, die Patienten versorgen, auch wenn der nächste Einschlag nur Kilometer entfernt ist. Und eine Gesundheitsorganisation, die nicht reaktiv improvisiert, sondern strategisch vorausplant. Das ist die Realität Israels im Jahr 2026.





















Ich bewundere das israelische Volk! Großartig, unter dem ständig drohendem Genozidgebrüll und auch, wie am 7.10. die bestialischste Attacke seit der Shoah zeigte, was diese Satansdiener damit meinen, entwickeln sie
auf höchstem Niveau Hilfsmaßnahmen für die Bevölkerung.
Gott segne Israel, Gott segne das jüdische Volk, das er auserwählt hat!