Auch Polizeichef Roni Alsheikh ist mit auf Patrouille. Foto Yechiel Gurfein/TPS

Nach Jom Kippur sind auch während des Laubhüttenfestes Sukkot zusätzliche polizeiliche Sicherheitsmassnahmen in öffentlichen Bereichen, Parks und Einkaufszentren in ganz Israel angeordnet. Die Polizei zeigt verstärkte Präsenz in Nationalparks, Gemeindezentren, Synagogen und anderen öffentlichen Bereichen.

von Anav Silverman/TPS

Laut dem israelischen Polizeisprecher Micky Rosenfeld liegt dabei ein besonderes Augenmerk auf Jerusalem. Dort werden die Sicherheitsmassnahmen in, und um die Altstadt verstärkt. Rosenfeld zufolge nahmen patrouillierende Polizeikräfte in der Altstadt während Sukkot 10 Araber fest, die Steine von Dächern warfen. Verletzt wurde dabei niemand.

Während des einwöchigen Festes besuchen Tausende von Menschen die Klagemauer in Jerusalem, um an einem der heiligsten Orte des Judentums den priesterlichen Segen zu empfangen. Letztes Jahr kamen zum Sukkot-Fest etwa 50.000 Besucher zur traditionellen Segnungszeremonie an der Klagemauer, unter anderem ultraorthodoxe, religiöse, säkulare und traditionelle Juden sowie nicht-jüdische Touristen.

Nachdem die Resolution der UNESCO letzte Woche jeglichen historischen und religiösen Bezug des Judentums zum Tempelberg und zur Klagemauer unterschlagen hatte, rief Israels Innenminister Aryeh Deri die Israelis in einem Facebook-Post dazu auf, die Klagemauer diesen Mittwoch massenhaft zu besuchen. „Dieses Jahr kommen wir in Massen zum priesterlichen Segen an der Klagemauer in Jerusalem. Wir senden eine klare Botschaft – niemand trennt uns von unseren heiligen Stätten.“

„Zum Sukkot-Fest fahren wir nach Jerusalem. Sagt ‚Ja‘ zur Klagemauer und ‚Nein‘ zur Entscheidung der UNESCO!“, schrieb Deri.

Auch Staatspräsident Reuven Rivlin kommentierte letzte Woche den Entscheid und sagte, „es gibt kein Fest, das mehr mit Jerusalem verbunden ist als Sukkot“.

„Alle israelischen Feste unterstreichen die untrennbare Verbindung zwischen unserem Volk und unserem Land. Kein Gericht und keine Institution auf der Welt kann die Verbindung zwischen dem jüdischen Volk, dem Land Israel und Jerusalem leugnen – und jede Institution, die so etwas tut, blamiert sich einfach nur“, sagte der israelische Präsident.

 

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