Foto Mohammad Kabiya / Facebook
Foto Mohammad Kabiya / Facebook

Ein arabischer Veteran der israelischen Streitkräfte IDF, der im letzten Monat an einer pro-israelischen Veranstaltung an der Columbia Universität teilnahm, legte am Dienstag gegenüber der Zeitung The Algemeiner dar, warum er sich einen jüdischen Studenten auf dem Universitätscampus vorgenommen hatte, der gesagt hatte, er sei „nicht stolz“ auf den Staat Israel.

von Rachel Frommer

Mohammad Kabiya, Politologiestudent an der Universität Haifa und Veteran der israelischen Luftwaffe, dessen heftiger Schlagabtausch mit einem Fachkollegen über Israels moralische Stellung in den sozialen Medien kursierte, erklärte: „Es ist so falsch und beschämend, wenn ein Jude solche Lügen über den einzigen jüdischen Staat in der Welt verbreitet.“

„Israel ist sicher nicht perfekt, aber weit davon entfernt, so zu sein, wie es diese Leute darstellen”, sagte Kabiya – ein muslimischer Beduine – auf Hebräisch und bezog sich dabei auf die Teilnehmer der Veranstaltungen im Rahmen der „Israeli Apartheid Week” (IAW). Es sei legitim, so fügte er hinzu, die israelische Regierung und deren Politik zu kritisieren, „aber genau, wie wenn ich mit meinem Bruder streite, muss das nicht die ganze Welt mitkriegen.“

Kabiya, der im Rahmen der “Hebrew Liberation Week” – einer Gegendemonstration zur IAW – vom Hochschulverband Students Supporting Israel (SSI) an die Columbia Universität eingeladen worden war, agiert schon länger als informeller Sprecher des jüdischen Staates und der herausragenden Rolle seiner Gemeinschaft bei dessen Verteidigung.

„Israel ist auch mein Staat, und deshalb muss ich ihn schützen”, liess Kabiya mit Nachdruck verlauten.

SSI-Vorsitzender Rudy Rochman sagte, dass Kabiya jenen Minderheiten in Israel ein Gesicht und eine Stimme verleihe, die von der Boycott, Divestment and Sanctions Bewegung (BDS) weder anerkannt, noch erwähnt würden.

„Sie wussten nicht, dass etwa 20% der Bevölkerung Araber sind.“

„Vielen Studenten war nicht einmal bekannt, dass es so etwas wie israelische Araber überhaupt gibt. Sie waren fassungslos, Mohammad kennenzulernen und seine Geschichte zu hören“, so Rochman. „Bislang hatten sie geglaubt, in Israel gäbe es ausschliesslich Juden. Sie wussten nicht, dass etwa 20 % der Bevölkerung Araber sind.”

Kabiya – in Israel weithin bekannt für seine Bemühungen im Interesse der öffentlichen Diplomatie – bezeichnete das Bestreben von Gruppen wie SSI als „heiliges Werk“ und ermutigte jüdische Studenten, „für sich selbst einzutreten“.

„Man darf keine Leute fürchten, die einfach Lügen hinausposaunen”, so Kabiya. „Wir müssen jene unterstützen, die auf die empörenden Dinge, die über Israel behauptet werden, reagieren.“

Laut einem am Dienstag von der Hochschul-Gruppe AMCHA Initiative veröffentlichten Bericht, war die Columbia Universität im vergangenen Jahr unter über 100 untersuchten US-amerikanischen Hochschulen diejenige mit den insgesamt meisten antisemitischen Aktivitäten – nach Auskunft der Universität selbst, sei dieses Ergebnis allerdings nicht gerechtfertigt.

Auf Englisch zuerst erschienen bei The Algemeiner.

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  • Mark Nu

    „Es ist falsch und beschämend, wenn Juden Lügen über Israel verbreiten“

    … aber leider auch profitabel – viele Menschen gieren nach judenfeindlichen Informationen,
    seien sie nun korrekt oder falsch.
    Diese nicht auf Vernunftschlüssen basierende Ablehnung hat längst den Charakter
    eines eigenen Glaubenskrieges angenommen
    – abseits von Judentum und Islam.

    Die „Jünger“ dieses Judenhasses erkennt man sehr zügig an ihrer faktenfreien Argumentation.
    Sie hassen Juden, weil sie Juden hassen – und kein Vernunftschluß wird sie von ihrer Meinung
    abbringen.
    Mögen sie sich auch hinter vermeintlicher „Israelkritik“ verstecken – die faktenfreie Sorte sind
    Judenhasser!