Neuer Bericht: UNRWA-Lehrer rufen zum Mord an Juden auf

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Ein von der unabhängigen NGO UN Watch veröffentlichter Bericht deckt 20 neue Fälle auf, in denen vom Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) angestellte Lehrer in sozialen Medien zu Gewalt und Antisemitismus aufrufen. Generalkommissar des UN-Hilfswerks ist seit März 2020 der Schweizer Philippe Lazzarini.

In den vergangenen Jahren ergaben Analysen von Profilen in den sozialen Medien von UNRWA-Lehrern und Rektoren immer wieder, dass dort Hitler als grossartiger Führer gefeiert wird, Lehrpersonen sich über die Ermordung von Juden amüsieren und Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Hamas in Gaza ihre Schule besuchen.

In dem neuen Bericht nennt UN Watch 20 Beispiele von UNRWA-Lehrern und -Mitarbeitern im Westjordanland, im Libanon und in Jordanien, die Unterstützung für terroristische Gruppen, Gewalt gegen Juden und Israelis sowie Antisemitismus befürworten.

Eines der Beispiele, die von UN Watch vorgestellt wurden, ist Nihaya Awad, eine Computerlehrerin für UNRWA im Westjordanland, die ein Foto eines Hamas-Terroristen neben einem Kind in einer Hamas-Uniform gepostet hat, begleitet von einem Text, der die Hamas lobt.

Nihaya Awad ist nach eigenen Angaben Angestellte bei UNRWA. Sie veröffentlichte auch ein vom UNRWA-Direktor Gwynn Lewis unterzeichnetes Anerkennungsschreiben und eine Anerkennungsurkunde, die ihren Status als UNRWA-Mitarbeiterin bestätigt, sowie ein Foto von sich selbst mit dieser Urkunde.

Anerkennungsurkunde von UNRWA. Foto Screenshot Facebook / Nihaya Awad

Der Beitrag, in dem Nihaya Awad der Hamas zu ihrem Sieg gratuliert, wurde unmittelbar nach dem Krieg im Mai 2021 veröffentlicht, als die Hamas über 4.000 Raketen auf israelische Zivilisten abfeuerte. Der Beitrag unterstützt die Hamas und stiftet Kinder zur Gewalt an, indem das Bild eines Hamas-Kämpfers in voller Uniform ein Kind instruiert, das ebenfalls eine Hamas-Uniform trägt. Beide sind bewaffnet. Der Kämpfer deutet auf den Horizont, vermutlich auf Israel. Das Bild ermutigt die Ausbeutung von Kindern als Kindersoldaten, was eine Form des Kindesmissbrauchs und eine Verletzung des Völkerrechts darstellt.

Foto Screenshot Facebook / Nihaya Awad

„Alles, was Israel verdient, ist der Tod“

Oder die Lehrerin beim UNRWA im Libanon, Elham Mansour. Sie postete am 11. Mai 2022 auf Facebook: „Bei Allah, jeder, der jeden zionistischen und israelischen Kriminellen töten und abschlachten kann und es nicht tut, verdient es nicht zu leben. Tötet sie und verfolgt sie überall, sie sind der grösste Feind….Alles, was Israel verdient, ist der Tod. „Vor zwei Monaten, am 15. April 2022, postete die UNRWA-Lehrerin auf Facebook eine Nachricht an „euch dreckige Zionisten“, in der sie „die Männer des Widerstands“ in der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem aufforderte, „jeden einzelnen von euch zu schlachten und auf den Müllhaufen zu werfen, denn ihr seid dreckig und verseucht jedes Land, in dem ihr euch aufhaltet“. Letztes Jahr, am 14. Mai 2021, schrieb Frau Mansour: „Israel ist böse. Bekämpft sie und tötet sie, jagt sie überall, an jeder Ecke, auf jeder Strasse, unser grösster Feind ist Israel, Tod und Zerstörung für euch… „Bemerkenswert ist, dass Frau Mansours Beiträge von mehreren anderen UNRWA-Lehrern geliked werden.

Die jordanische UNRWA-Lehrerin Hana’a Daoud postete ein Foto von maskierten Hamas-Terroristen, die Maschinenpistolen in der Hand halten, und rief die Muslime auf, „gegen die Juden zu kämpfen, bis sich ein Jude hinter einem Stein oder einem Baum versteckt, und der Stein oder der Baum sagt: ‚O Muslim, hinter mir ist ein Jude, komm und töte ihn'“.

Foto Screenshot Facebook / Hana’a Daoud

UN Watch übermittelte den Bericht an den EU-Aussenbeauftragten Joseph Borell und die US-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield, deren Regierungen zu den wichtigsten Geldgebern von UNRWA gehören, sowie an UN-Generalsekretär Antonio Guterres und UNRWA-Chef Philippe Lazzarini.

UN Watch fordert die wichtigsten Geldgeber des Hilfswerks – darunter die USA, Deutschland, die Schweiz, das Vereinigte Königreich und die Europäische Union – auf, dafür zu sorgen, dass keine ihrer Spenden an UNRWA, in Höhe von insgesamt 1,2 Milliarden Dollar, zur Finanzierung von Lehrpersonen verwendet werden die Hass verbreiten und das Hilfswerk zur Einhaltung seiner eigenen Standards und Verpflichtungen zu drängen.

UN Watch hat ausserdem festgestellt, dass trotz zahlreicher früherer Anfragen und der Vorlage detaillierter Beweise UNRWA es versäumt hat, Lehrer zu entlassen, die zu Rassismus und Terrorismus aufstacheln.

„UNRWA sollte daher als mitschuldig am Fehlverhalten seiner Mitarbeiter angesehen werden“, sagt Hillel Neuer, Direktor von UN Watch.

„Auf der ganzen Welt werden Pädagogen, die zu Hass und Gewalt aufstacheln, entlassen. Doch UNRWA stellt systematisch antijüdische Hassprediger und Terroristen ein, obwohl es „null Toleranz“ für Aufwiegelung proklamiert“, so Neuer.

Der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Gilad Erdan, forderte die Staaten auf, ihre Beiträge so lange einzufrieren, bis die UNRWA-Lehrer, die Terrorismus und Hass unterstützt haben, entlassen werden.

William Deere, amtierender Direktor des UNRWA-Vertretungsbüros in Washington, D.C., reagierte auf den Bericht von UN Watch mit den Worten, dass „eine bekannte politisch motivierte Organisation wieder einmal versucht, die lebenswichtige humanitäre Arbeit und die menschliche Entwicklung der Agentur zu untergraben“.

Die Reaktion des Hilfswerks auf Fälle die in der Vergangenheit aufgedeckt wurden, bestand darin, das Problem zu leugnen oder herunterzuspielen und den Überbringer der Nachricht anzugreifen. Erst auf Druck der internationalen Geldgeber führte UNRWA eine kleine Anzahl von Untersuchungen durch, die zur vorübergehenden Suspendierung einiger Mitarbeiter führten.

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