Terroropfer feiern Bar/Bat Mitzwa mit Präsident Reuven Rivlin. Foto Yoav Dudkevitch/TPS

Präsident Reuven Rivlin veranstaltete am Montag in seinem Amtssitz in Jerusalem gemeinsam mit seiner Ehefrau Nechama eine Bar-Mitzwa/Bat-Mizwa-Feier für die jugendlichen Opfer von Terroranschlägen. Rivlin sagte, die jungen Erwachsenen „tragen die Narben des jüdischen Volkes aus dem Kampf um sein Heimatland.“

von Andrew Friedman/TPS

Später segnete Rivlin die Jugendlichen mit einem Gebet, in dem er ihnen ein sorgloses Leben voller Liebe wünschte. „Ihr verdient das Beste, was das Leben euch zu bieten hat und noch viel mehr. Masel tov wünschen ich und das gesamte jüdische Volk. Wir lieben euch.“

Noa Meir, die Tochter von Dafna Meir, die Anfang des Jahres in der Küche ihres Hauses in Otniel ermordet wurde, sprach stellvertretend für die Bar-Mitzwa- und Bat-Mitzwa-Jugendlichen und erzählte, dass sie viele Abende damit verbracht habe, gemeinsam mit ihrer Mutter das Fest zu planen und dass diese Gespräche sich häufig bis in die Nacht hineingezogen hatten.

„Ima und ich träumten gemeinsam davon, wie es sein würde“, erinnerte sich die Halbwaise. „Ich hatte eine genaue Vorstellung davon, wie mein Kleid aussehen sollte und auch wie die Gäste gekleidet sein würden. Ich träumte von den Geschenken, die ich bekommen würde. Es war mein Geheimnis mit Ima.

Ich liebte es, mich mit ihr zu unterhalten, auch spätabends noch, bis Abba irgendwann kam und sagte, wir sollten endlich ins Bett gehen. Das hat aber nie funktioniert – es war unser Geheimnis: Wir redeten so gerne miteinander, dass wir einfach nie ein Ende fanden“, erzählte Noa Meir.

Weiter verriet sie, dass sie ihre Mutter in ihrem alltäglichen Leben sehr vermisse, fügte jedoch hinzu, dass sie davon überzeugt sei, dass ihre Mutter von oben zusehe, wie sie erwachsen wird und dass sie ihre Gegenwart bei ihrer Bat Mitzwa intensiv gespürt habe. „Ich werde wachsen und gedeihen und werde ein überragendes Ehrenmal für meine Mutter Dafna sein und ihre stolze Tochter … was auch geschehen mag, wir sind eine Nation, die leben will“, fügte sie hinzu.

Präsident Rivlin sprach den Jugendlichen weiterhin Trost zu: „Einige von euch haben Eltern oder andere geliebte Familienmitglieder verloren. Es ist daher an der Zeit, den Müttern und Vätern, die hier sind, ‚Danke‘ zu sagen und uns an die zu erinnern, die euer Leben begleitet haben und euch auch weiterhin mit ihrem starken Geist, ihrem Heldenmut und ihrer Liebe begleiten, auch wenn sie nicht mehr bei uns sind.“

„Ihr lasst die Kindheit hinter euch und tretet ein ins Erwachsenenalter“, ergänzte Haim Katz, Minister für Arbeit, Wohlfahrt und Soziale Dienste. „Ohne Frage mussten einige von euch durch das, was ihr durchmachen musstet, viel zu früh erwachsen werden.

Die Zukunft unseres Landes braucht die besten Köpfe und ein Höchstmass an Energie von der jungen Generation. Ihr – unsere Kinder – tragt das Versprechen in euch, dem Staat Israel in jeder Hinsicht einen Vorsprung zu verschaffen. Ich wünsche euch allen von ganzem Herzen viel Glück.“

Diesen Beitrag teilen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •