Foto Knesset Spokesperson's Office
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Der Sprecher des israelischen Parlaments (Knesset), Juli Edelstein, weihte vor einigen Tagen eine kleine Bronzeskulptur des Künstlers Aharon Shevo ein, die an die im Jahre 2005 evakuierten jüdischen Siedlungen von Gusch Katif im Gazastreifen und in Nordsamaria erinnern soll.

von Jonathan Benedek/TPS

Das Kunstwerk besteht aus einem zerbrochenen Davidstern aus Bronze, aus dessen aufgebrochener Lücke eine Palme hervorwächst. Ein Symbol für die Möglichkeit, aus Zerstörung wachsen zu können.

„Die Knesset hatte die schwierige Entscheidung zur Räumung von Gusch Katif getroffen”, so Knessetsprecher Juli Edelstein. „Das Kunstwerk soll der Räumung gedenken und gleichzeitig auch die Erinnerung an diese Entscheidung bewahren.“

Die 21 jüdischen Siedlungen von Gusch Katif und vier Siedlungen in Nordsamaria wurden als Teil des Abzugsplans geräumt, den der frühere Premierminister Ariel Sharon dem ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush unterbreitete.

Der Abzugsplan war ein einseitiger Vorschlag Sharons, der mit den Grundsätzen der Roadmap übereinstimmen sollte, die Präsident Bush 2002 vorgestellt hatte. Darin war die Schaffung eines palästinensischen Staates im friedlichen Nebeneinander mit Israel  vorgesehen. Als Folge des Abzugsplans wurden etwa 9.000 Juden evakuiert.

„Es ist gut, dass die Knesset, die die Entscheidung in dieser Sache getroffen hat, der Siedlungen von Gusch Katif und Nordsamaria gedenkt und ihre Besucher daran erinnert”, bemerkte Sprecher Edelstein während der Zeremonie.

Der Abzugsplan führte nicht nur zur Evakuierung Tausender Israelis aus ihren Häusern, sondern trennte auch viele der Bewohner, wie etwa diejenigen, die in der Landwirtschaft und im Agrarsektor arbeiteten, von ihren Betrieben und ihrer Existenzgrundlage.

„Die Knesset muss die Besucher auch an die Siedlung erinnern, die sich hier befand, und an die Farmen und an die Menschen, die hier lebten“, fügte Sprecher Edelstein hinzu. Edelstein verlieh auch dem Wunsch Ausdruck, dass das Kunstwerk dauerhaft in der Knesset verbleiben solle. „Ich hoffe, dass dieses Kunstwerk das Interesse der Besucher der Knesset wecken wird“, betonte er. „Mit der Aufstellung des Werks in der Knesset habe ich keine politischen Ziele verfolgt.“

„So lange ich Sprecher bin, hat es hier in der Knesset seinen offiziellen Platz”, fuhr Edelstein fort. „Ich hoffe, künftige Knessetsprecher werden begreifen, dass auch sie hier Entscheidungen treffen müssen, die wichtig und mitunter schwierig sind.“

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