Hamas Prime Minister Haniyeh and the Emir of Qatar. Foto Facebook
Hamas Prime Minister Haniyeh and the Emir of Qatar. Foto Facebook

In seiner jüngsten Rede vor der UN, brachte Ron Prosor, israelischer Botschafter an der UN, die zentrale Rolle Katars bei der Unterstützung internationaler Terrororganisation zur Sprache. Die Sprecherin des US-Aussenministeriums, Marie Harf, war schnell zur Stelle, Katar zu verteidigen und seine wichtige, positive Rolle anzubringen, eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts zu finden.

Dass Katar islamistische Terrororganisationen weltweit finanziert, ist ein offenes Geheimnis, das jeder Geheimdienst einschliesslich der CIA kennt. Es wurde durch Wikileaks offengelegt und belegt eindeutig, dass Gelder von Katar an al-Qaida transferiert wurden. Gleichermassen finanziert Katar Terrorbewegungen gegen das Assad-Regime in Syrien wie etwa die Al-Nusra Front, fördert anti-ägyptischen Terrorismus auf der Sinai-Halbinsel und in Ägypten selbst und ist in islamischen Terrorismus in Afrika und anderen Orten involviert. Seine Mitwirkung im Terrorismus, der auf Israel und Ägypten gerichtet ist (durch die Muslimbruderschaft), geht einher mit boshafter und aufrührerischer Propaganda auf seinem Sender Al-Jazeera.

Katar gibt auch Millionen Dollar für die Unterstützung der Islamischen Bewegung in Israel aus, ein Ableger der Muslimbruderschaft unter der Führung von Sheikh Ra’ed Salah. Die Islamische Bewegung ist verantwortlich für laufenden Provokationen auf dem Tempelberg und im Westjordanland; sie hetzt die ganze arabische Welt gegen Israel auf mit der Behauptung, Juden würden versuchen, die Al-Aqsa Mosche zu zerstören und sie mit dem jüdischen Tempel zu ersetzen. Die Islamische Bewegung wurde in Israel bisher noch nicht verboten. Als Vertreter Katars hat sie die Hamas während Operation Schutzschild soweit sie konnte unterstützt – sie zettelte Krawalle an, blockierte Strassen und versucht, eine dritte Intifada zu entfachen, der sich gemäss Plan israelische Araber anschliessen sollten, um israelische Todesopfer durch Raketen und mithilfe der Angriffstunnel der Hamas erhöhen sollten, geplant für den Abend des jüdischen Neujahrsfest.

In seiner UN-Rede widerlegte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu die Anschuldigung von PA Präsident Mahmud Abbas des israelischen “Völkermords“ am palästinensischen Volk. Netanyahu erinnerte das Publikum an den Missbrauch der Hamas von Zivilisten in Gaza als menschlicher Schutzschild und die Raketen, die besonders zivile israelische Ziele treffen sollten. Die Gemeinsamkeiten der Hamas und ISIS werden klar in der Hamas-Charta genannt, die die Hamas als Teil der globalen islamischen Bewegung der Muslimbruderschaft definiert. Ein Ziel ist der Kampf gegen den „ungläubigen christlichen Imperialismus“ und seine zionistischen Abgesandten in Israel, um das islamische Religionsgesetz Scharia der Welt aufzuerlegen.

Im Verlauf der Geschichte hat sich die Hamas, wie ISIS, dem Konzept des globalen Kalifats verpflichtet, welches es durch sein eigenes islamisches Emirat auf den Ruinen des Staates Israel aufbauen will. Seit ihrer Gründung griff die Hamas Israel an und ermordete Tausende israelische Bürger, genauso wie ISIS „Ungläubige“ angegriff und ermordete. Sie haben die gleichen Slogans auf ihren Flaggen und Stirnbändern, „Es gibt keinen Gott ausser Allah“, „Allah, Prophet Muhammed“. Die Art, wie die Hamas angebliche Kollaborateure während der letzten Tage der Operation Schutzschild exekutierte, trug das Kennzeichen der al-Qaida  Exekutionen von Daniel Pearl und der ISIS Enthauptung von James Foley und anderen.

In den Jahrzehnten, in denen die Hamas eine anhaltende Serie tödlicher Terrorangriffen in Israel verübte, sprach die internationale Gemeinschaft kaum ihre Unterstützung für Israel aus. Der Westen hat Katar bisher nicht eindeutig für seine offene Unterstützung der Hamas und ihrer Terroraktivitäten verurteilt oder gar ein Ende dessen gefordert.

Israel hat nichts gegen das palästinensische Volk und würde gerne einen Wiederaufbau des Gazastreifens sehen, sowohl aus humanitären Gründen als auch damit die Hamas etwas verliert. Radikal islamische Elemente weltweit, einschliesslich die von Katar finanzierte Hamas, ISIS, al-Qaida, die Al-Nusra Front und die Hisbollah, wollen jedoch keine Ende des israelisch-palästinensischen Konflikts. Sie alle haben die gleiche globale Agenda, die darauf basiert, den Konflikt anzuheizen, um den Islam ringsum unter ihrer Führung zu vereinen.

Daher wird Katar weiter den globalen islamistischen Terrorismus unterstützen. Am 13. September zahlte Katar 20 Mio Dollar Lösegeld an die Al-Nusra Front, um die entführten fidschianischen UN Soldaten zu befreien. Die Welt rühmte Katar für seine Menschlichkeit, aber in Wirklichkeit war es ein glänzendes Werk der Manipulation und Bestechung, das die Kassetten der Al-Nusra Front füllten und Katar selbst als Retter der Fidschianer zeigte. Den gleichen hinterhältigen Trick wendet Katar im Gazastreifen an. Nachdem sie der Hamas Millionen von Dollar zur Finanzierung ihrer anti-Israel Terrorindustrie schickte,  verpflichtete sich Katar an der Geberkonferenz vom 12. Oktober nun zu 1 Milliarde $ für den Wiederaufbau des Gazastreifens.

Während die Welt hofft, dass Operation Schutzschild die letzte Runde palästinensisch-israelischer Gewalt war, bekräftigen führende Hamas-Persönlichkeiten ihre Position, sich für den nächsten Kampf gegen Israel bereit zu machen. Nicht ein Hamas-Anführer ist bereit zu einer vollständigen Fusionierung mit der Palästinensischen Autonomiebehörde, um eine echte geeinte palästinensische Führung aufzubauen. Die Hamas lehnt sogar die Vorstellung einer Entwaffnung oder Entmilitarisierung als Teil eines Abkommens zum Wiederaufbau des Gazastreifens ab. Leider hat niemand das als Bedingung für die Gelder vorgeschlagen, die für den Wiederaufbau von Gaza gezahlt werden.

Was nun bleibt, ist die Hoffnung, dass die Milliarden von Dollar, die für den Wiederaufbau in den Gazastreifen gepumpt werden, mit der Entwaffnung der Hamas und der Gründung eines anständigen Mechanismus zur Überwachung der Gelder und Materialien einhergehen, die Ägypten und Israel in den Gazastreifen zulassen. Es ist dringend notwendig, dass diese nicht abgezweigt werden, um damit die terroristische Infrastruktur und Tunnels der Hamas wiederaufzubauen, oder UNRWA Beamte zu bestechen wegzuschauen, wie es so oft in der Vergangenheit geschehen ist. Alle Anzeichen besagen, dass nur die Hamas und Katar wissen, ob es irgendetwas gibt, dass diese Hoffnung rechtfertigt.

Gekürzte Fassung der Originalversion: The Road from Qatar to the Gaza Strip by Reuven Berko ©  Special to IPT News, October 15, 2014

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