Studie: Schlimmste Antisemitismus-Welle seit Weltkriegsende

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Polizistin vor jüdischer Gemeinde in Düsseldorf. Foto IMAGO / Michael Gstettenbauer
Polizistin vor jüdischer Gemeinde in Düsseldorf. Foto IMAGO / Michael Gstettenbauer
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Eine neue internationale Studie zeigt eine besorgniserregende Entwicklung. Demnach könnten Juden in westlichen Ländern bald gezwungen sein, ihre Identität zu verheimlichen.

Der Terrorangriff der palästinensischen Hamas auf Israel am 7. Oktober hat die schlimmste globale Antisemitismus-Welle seit Ende des Zweiten Weltkriegs ausgelöst. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Sonntag veröffentliche Studie der Universität Tel Aviv in Zusammenarbeit mit der US-Organisation Anti-Defamation League (ADL). Zwar sei die Entwicklung schon vor Beginn des Nahost-Kriegs bedenklich gewesen, doch dieser habe dazu beigetragen, “das Feuer weiter zu verbreiten”.

Als Beleg führen die Experten Daten aus zahlreichen Ländern an, die sich auf das Jahr 2023 beziehen. Als Quelle dienten staatliche Stellen, jüdische Organisationen und verschiedene Medien. Demnach wurden in vielen Ländern mit grösseren jüdischen Gemeinden, darunter die USA, Frankreich und Großbritannien, deutlich mehr antisemitische Vorfälle verzeichnet als im Vorjahr.

So wurden in den USA, wo rund sechs Millionen Juden leben, mehr als 7.500 einschlägige Fälle gezählt, die meisten davon in den drei Monaten nach dem Hamas-Überfall. 2022 waren es rund 3.700. Ähnlich sei das Bild in anderen Ländern wie Deutschland, wo die Forscher 2023 mehr als 3.600 Vorfälle zählten. Im Vorjahr waren es etwas mehr als 2.600.

Wenn sich dieser Trend fortsetze, werde es Juden in etlichen westlichen Ländern bald nicht mehr möglich sein, ihre Identität frei und sicher zu leben, so das Fazit der Studie. Eine der größten Herausforderungen bei der Bekämpfung des modernen Antisemitismus bestehe darin, dass er von der extremen Rechten ebenso wie von der extremen Linken ausgehe und bis in die Mitte der Gesellschaft reiche. Hinzu komme der ausgeprägte Judenhass in den arabischen Gesellschaften.

KNA/api/cas

1 Kommentar

  1. Das kommt davon, dass aus Nazis Kämpfer fur die Freiheit wurden. Ein Trend, der gerade hochaktuell ist. So konnten muslimbruderschaften zu Kämpfern gegen den Imperialismus werden und von hirnfreien Studenten bejubelt werden. Es wird Zeit, den kalten Krieg zu beenden und endlich alle Nazis zu bekämpfen. Und nicht nur muslimbruderschaften sondern auch swoboda. Und die Helden der israelischen Armee sollen endlich mit sinwar zurückkehren und ihn hängen.

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