Uri Avnery (links) an einer Kundgebung von Hadash/Chadasch, einer linken israelischen Partei, deren Wählerbasis vorwiegend jüdische und arabische Kommunisten bildet. Foto dovblog/Flickr.com, CC BY-SA 2.0, Wikimedia Commons.

„Ein Ende der Besatzung würde die Palästinenser von israelischer Herrschaft befreien und die Israelis davon, über Leute zu herrschen, die nicht beherrscht werden wollen. Aber Beobachter des Nahen Ostens im Jahr 2015 begreifen auch, dass ein Ende der Besatzung ein Machtvakuum schaffen würde, das wie andere in der Region gefüllt werden würde – nicht von Kräften der Demokratie und der Modernität, die in unserer Region von schwach bis zu vernachlässigen reichen, sondern von den Mächtigen und den Skrupellosen, von den Extremisten.“

von Jamie Palmer

Als der Journalist Matti Friedman diese Sätze 2015 in einer Grundsatzrede auf dem jährlichen Bankett von BICOM in London sprach, brachte er damit die Befürchtungen vieler Israelis zum Ausdruck, die wie er selbst vom Oslo-Friedensprozess desillusioniert sind und Angst davor haben, was die Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates für Israels Sicherheit und die seiner Bürger bedeuten wird.

Verträge mit Ägypten und Jordanien nährten einst den weit verbreiteten Glauben, Territorium könne gegen die relative Stabilität eines kalten Friedens getauscht werden. Doch dieser Optimismus hat die Gegebenheiten dieser Region nicht überlebt, insbesondere nicht die Brüchigkeit korrupter und dysfunktionaler arabischer Staaten und den Aufstieg immer fanatischerer und grausamerer nichtstaatlicher Akteure, gegen die eine wirksame Abschreckung zu entwickeln Israel sich schwer tut. Der unilaterale Rückzug aus dem Südlibanon und der aus dem Gazastreifen haben nur dazu geführt, dass diese Territorien nun von der Hisbollah bzw. von der Hamas kontrolliert werden. Hätte Israel einst erfolgreich die Rückgabe der Golanhöhen an Syrien ausgehandelt, wären diese nun mit grosser Sicherheit ebenfalls von einer dschihadistischen Armee besetzt.

Angenommen, es träte der höchst unwahrscheinliche Fall ein, dass Unterhändler der PLO bereit und in der Lage wären, ein Abkommen zu unterzeichnen, das alle Probleme des endgültigen Status lösen und alle Gebietsstreitigkeiten ehrlich und ernsthaft beilegen würde – wie lange könnte ein schwacher und korrupter palästinensischer Staat wohl gegen die Kräfte im Innern bestehen, die alle Abkommen ablehnen?

Und wenn die Regierung gestürzt würde, was dann? “Schafft man einen neuen Spielplatz für diese Kräfte”, sagt Friedman, “wird dies die schwarz maskierten Soldaten des radikalen Islam mit ihren Mörsern, Raketen und Tunnelmaschinen auf einen Abstand von wenigen Metern an die israelischen Häuser heranbringen.”

Dadurch droht ein grosser Teil Israels unbewohnbar zu werden – somit würde dem einzigen sicheren Ort im Nahen Osten, der einzig sicheren Zufluchtsstätte für Minderheiten im Nahen Osten und dem einzigen jüdischen Land der Erde der Garaus gemacht.

Kein westliches Geld oder Garantien, keine vom Westen gestützte Regierung oder vom Westen ausgebildetes Militär wird das verhindern können, wie wir gerade im Irak gesehen haben. … Noch vor wenigen Jahren hätte ich, wie viele andere aufseiten der Linken, dies vielleicht als Weltuntergangsszenario abgetan. Das ist es nicht. Es ist das wahrscheinlichste aller Szenarien.

Im Zuge des Chaos, das die Nachbarregionen erfasst hat, ist es wohl nicht überraschend, dass die öffentliche Meinung in Israel immer weniger geneigt ist, Risiken einzugehen. “Ich verstehe, dass die Araber uns auslöschen wollen”, sagte Golda Meir einmal, “aber erwarten sie wirklich von uns, dass wir dabei mitspielen?”

Meirs Frage war bitter-ironisch gemeint, schliesslich gibt es immer noch einen Selbsterhaltungstrieb. Doch Israels Feinde haben in der Zwischenzeit herausgefunden, dass sie auf die Unterstützung einer kleinen Minderheit von Israelis und einer wachsenden Minderheit von Diaspora-Juden zählen können. Das Mass des Beistands, den diese ihnen bieten, reicht von moderat bis extrem und von wohlmeinend bis böswillig. Ein Teil der Unterstützung kommt sogar von Juden, die sich selbst als stolze Zionisten bezeichnen; vor allem aber von Juden, die sich selbst irgendwo links im politischen Spektrum einordnen und die es als ihre moralische Pflicht als Juden betrachten, zu versuchen, das Benehmen des einzigen jüdischen Staates der Welt zu korrigieren.

Am moderateren Ende des Spektrums äussert sich das als eine Fraktion des liberalen Zionismus, für die vor allem der amerikanische Journalist Peter Beinart und die Lobbyorganisation J Street stehen. Laut dieser Weltsicht hat Israel nichts zu befürchten, wenn es Territorium abgibt, und auch nicht durch die Gründung eines palästinensischen Staates. In einem Artikel für die israelische Zeitung Haaretz, den Beinart während des Gazakriegs 2014 schrieb, lieferte er einen anschaulichen Beleg für diese Denkungsart. In diesem Artikel gab er vor, eine Reihe von “Mythen” über den Rückzug aus dem Gazastreifen zu widerlegen. Diese “Mythen”, so behauptete er, würden nicht nur benutzt, um einen Krieg zu rechtfertigen, für den in erster Linie Israel durch sein Handeln verantwortlich sei, sondern auch dazu, “Skeptizismus gegenüber einem palästinensischen Staat in der Westbank” zu begründen – die Folge sei das Fortdauern eines unnötigen Konflikts.

Beinart beginnt, indem er in Zweifel zieht, dass Israel den Gazastreifen wirklich nicht mehr besetzt hält, obwohl es 2005 alle Soldaten und Siedler abgezogen hat. Sprache ist ja tatsächlich etwas Wichtiges, in diesem Konflikt mehr als in den meisten anderen. Doch Beinarts Argument ist kein sorgfältig semantisches oder juristisches, sondern polemisch. Um den Eindruck zu erwecken, der Rückzug aus dem Gazastreifen habe nichts Nennenswertes geändert und die Palästinenser hätten eigentlich gar keinen Grund, dankbar zu sein, unterstellt er der israelischen Regierung finstere, böswillige Motive für die von ihr unternommenen Schritte (womit er impliziert, dass diese auch keine Anerkennung verdienen) und hebt die Einschränkungen hervor, unter denen das Gebiet immer noch zu leiden hat (womit er den andauernden Zorn, die Verbitterung und die Gewalt der Palästinenser erklärt).

Den Einwand vorwegnehmend, dass die Palästinenser – ob technisch unter einer Besatzung stehend oder nicht – dennoch mit ihrer Autonomie etwas Besseres hätten anstellen können, nimmt er besonderen Anstoss an der Behauptung, dass die Hamas im Gazastreifen die “Macht an sich gerissen” habe. Beinart erinnert uns daran, dass die Hamas gewählt worden sei und beeilt sich hinzuzufügen, dass man dies auf gar keinen Fall als ein Zeichen dafür werten dürfe, dass viele Palästinenser einen Frieden ablehnen. Höhnisch spricht er über israelische und amerikanische Politiker, die, wie er sarkastisch bemerkt, “plötzlich von Demokratie im Nahen Osten viel weniger entzückt waren”. Wenn israelische Wähler eine Mitte-Rechts-Regierung an die Macht bringen, übergiesst er sie mit Verachtung. Wenn aber Palästinenser in grosser Zahl für genozidale Terroristen stimmen, besteht Beinart darauf, dass man dies als einen rationalen Protest gegen die Korruption und Inkompetenz der Palästinensischen Autonomiebehörde auffassen müsse.

Darauf, sich einmal zu fragen, was es über die politische Kultur der Palästinenser aussagt, wenn es nur die Wahl zwischen käuflichen Autokraten und theokratischen Fanatikern gibt, kommt Beinart nicht. Auch stellt er, anders als Matti Friedman und so viele andere Israelis, nicht die Frage, was für eine Art von Staat eine solche Kultur wohl hervorbringen würde, wenn der von Beinart erhobenen Forderung nach voller Unabhängigkeit stattgegeben würde. Es spricht Bände, dass Beinart in seiner beherzten Verteidigung der palästinensischen demokratischen Kultur nicht darauf zu sprechen kommt, dass zum Zeitpunkt seines Artikels schon seit neun Jahren keinerlei palästinensische Wahlen mehr stattgefunden hatten. Seither sind zwei weitere Jahre verstrichen, und Wahlen bleiben immer noch in weiter Ferne.

“Dieses Wühlen in der Geschichte”, beteuert Beinart, “soll nicht suggerieren, dass Israel allein Schuld an dem langen und bitteren Konflikt mit der Hamas trägt”. Doch alle Argumente und rhetorischen Volten, die Beinart bis dahin vorgebracht hat, verfolgen den einzigen Zweck, genau diesen Schluss nahezulegen. So hat er etwa gerade in den beiden vorhergehenden Absätzen argumentiert, dass die florierenden Gewächshäuser des Gazastreifens durch Israels Weigerung, den Grenzübergang Karni zu öffnen, zerstört worden seien, und nicht etwa durch den Vandalismus der Palästinenser.

Die Hamas müsse zwar nicht unbedingt Raketen schiessen, räumt Beinart ein, aber sei es wirklich verwunderlich, dass sie es tut? Die Schliessung des Grenzübergangs war selbst eine israelische Reaktion auf palästinensischen Terrorismus und die Entdeckung eines Netzwerks unterirdischer Tunnel unter dem Übergang. Indem er versäumt, dies zu erwähnen, lässt Beinart seine Leser glauben, es sei ein Akt willkürlichen israelischen Trotzes gewesen, der die verzweifelten Palästinenser in den gewaltsamen Widerstand getrieben habe.

Auslassungen wie diese sind charakteristisch für Beinarts Texte und haben den Zweck, immer dieselbe Argumentation zu stützen: dass die Besatzung die Ursache von Israels unsicherer Lage sei und nicht etwa eine Reaktion darauf.

Palästinas Anwalt

Dies treibt Beinart dazu, oft die Rolle des Anwalts der Palästinenser anzunehmen, dessen Aufgabe es ist, die Taten der Palästinenser in das bestmögliche Licht zu rücken, Israels Taten hingegen in das schlechteste. Solche Auslassungen deuten zudem darauf hin, dass er seine Analyse so zurechtschustert, dass sie zu seinen Schlüssen passt – und nicht etwa die Schlüsse aus der Analyse ableitet: Die Besatzung zu beenden stellt kein Risiko dar, denn es ist moralisch notwendig.

Ich glaube nicht, dass Beinart Israel hasst oder dem Land das Verderben wünscht. Auch habe ich nicht den Eindruck, dass er unaufrichtig wäre – wenn er andere anlügt, dann deshalb, weil sein brennender Wunsch, das Ende der Besatzung zu erleben, erfordert, dass er zuvorderst sich selbst belügt und alles ignoriert, was seinem Ziel nicht dienlich ist.

Anders als die Antizionisten fängt Beinart erst ab 1967 an, mit Israel zu hadern, nicht 1948 (darum setzen so viele seiner Artikel eine Geschichte des Konflikts voraus, die mit israelischer Eroberung und Besatzung beginnt). Seine tiefe Antipathie hat damit zu tun, dass er zutiefst beschämt darüber ist, dass Israel es versäumt, sich an die von ihm geforderten ethischen Standards zu halten. Trotzdem fühlt er eine grössere ideologische Verbundenheit mit der antizionistischen Linken als mit der zionistischen Rechten. Die Empörung der Linken über die fundamentale Ungerechtigkeit der Besatzung spiegelt seine eigene wider, und er nimmt es – als Zionist – übel, wenn man ihn dazu auffordert, einen Zustand zu verteidigen, den er als einen moralischen Affront gegen seine liberalen Werte betrachtet.

Wie die anderen Linken rationalisiert er also das Verhalten der Palästinenser – das eigentlich ein viel grösserer Affront gegen seinen Liberalismus sein müsste –, um es dann zu verteidigen.

Beinart lässt sich nicht von dem Gedanken zurückhalten, dass die giftige Antipathie der Linken gegenüber Israel darauf hindeuten könnte, dass an der linken Ideologie und Politik überhaupt etwas faul ist. Grundsätzlich scheint er gern dazu bereit zu sein zu akzeptieren, dass die erklärten Absichten der Linken edel seien, auch wenn er manchmal Vorbehalte über ihre Taktik und Rhetorik äussert. Was ihn in erster Linie beschäftigt, ist die Arroganz der zionistischen Rechten, sowohl in Amerika als auch in Israel. Wenn die Welt gegen Israel ist, dann nur deshalb, weil sie abgestossen ist von dem Mangel an Empathie und Demut, den Israels Rechte an den Tag legt. Und wenn Amerikas linksliberale Juden und die Linke im Allgemeinen sich von dem jüdischen Staat abwenden, dann allein darum, weil ein nationalistisch-chauvinistisches Establishment (AIPAC, die ADL, der Council of Presidents, Zeitschriften wie Commentary und der Weekly Standard usw.) sie immer wieder vor den Kopf stösst. Als der mächtigere Akteur in dem Konflikt und als Besatzungsmacht hat Israel die Verpflichtung, den Palästinensern den von ihnen geforderten Staat zu geben. Und wenn die israelischen Wähler weiterhin Regierungen wählen, die sich dieser Idee verweigern, dann muss die internationale Gemeinschaft – und allen voran die USA – die Israelis vor den Folgen ihrer paranoiden Dummheit und Hybris beschützen, indem sie Zwangsmassnahmen verhängt. “Es ist die grosse Herausforderung für die amerikanischen Juden unserer Zeit, den liberalen Zionismus in den Vereinigten Staaten zu retten, damit amerikanische Juden helfen können, den liberalen Zionismus in Israel zu retten”, verkündete Beinart 2010. Da Beinart im Gegensatz zu den Israelis nicht mit den Folgen seiner Ratschläge wird leben müssen, ist diese Mahnung nicht gerade bescheiden.

Ein seltsamer Chauvinismus

Die quasireligiöse Idee der Demut ist zu einem Pfeiler der Ethik und Politik der westlichen Linken geworden. Westliche Demokratien mögen Produkte der Aufklärung sein, die einst der Vernunft den Vorzug vor dem Glauben gab und Empirismus an die Stelle einer verkündeten Wahrheit setzte. Doch sie sind gleichfalls das säkularisierte Produkt eines religiösen Erbes, in dem Stolz als Sünde gilt und Demut eine Tugend ist. In Massen angewandt hat sich dies als heilsam und nützlich erwiesen. Selbsterkenntnis und Selbstzweifel sind wesentlich für eine funktionierende demokratische Kultur; beides trägt dazu bei, die Legitimität gegensätzlicher Interessen anzuerkennen und den für Debatten, Kompromisse und Fortschritt nötigen Raum zu schaffen.

Dass die Linke vordergründig betrachtet aufgeschlossener gegenüber der restlichen Welt und eher bereit scheint, nationalistische Mythen in Frage zu stellen, war zum Teil eine Reaktion auf das gedankenlose Fahnenschwenken der Rechten. Doch lässt man es zu, dass Selbstkritik zum einzigen Merkmal von Wert wird statt eines unter vielen, läuft man Gefahr, sie zu einem Fetisch zu machen, zu einem Ausweis der Überlegenheit der Demütigen.

Wird ferner die Forderung nach Demut nur selektiv erhoben, dann wird sie selbst zu einer eigenen Art von Chauvinismus. Erwarten Juden von anderen Juden, dass sie auf Raketen mit Duldsamkeit und Selbstprüfung reagieren, während sie der palästinensischen Gewalt Nachsicht und Verständnis entgegenbringen, dann impliziert das eine moralische Überlegenheit, die nichts mit Demut zu tun hat, dafür aber eine Menge mit moralischer Eitelkeit.

Beispiele „moralischer Eitelkeit“ in Catch the Jew

Diese perverse Neigung ist keinesfalls ein Phänomen, das sich nur auf Juden beschränkt. Es war einst auch unter französischen Intellektuellen zu beobachten, die die Ermordung ihrer Mitbürger durch Terroristen rechtfertigten, oder unter westlichen Radikalen, die das Massaker vom Elften September mit Anspielungen auf die von Amerika angeblich selbst verübten Verbrechen entschuldigten. Israels wachsende Isolation in Anbetracht gravierender Instabilität in der Region und ein aufstrebender Iran machen die jüdische Variante jedoch zur folgenträchtigsten.

Splitter dieses Denkens sind noch in den Überbleibseln der israelischen extremen Linken zu finden. In seinem jüngsten Buch Catch the Jew (deutscher Titel: „Allein unter Juden“) stösst der amerikanische Journalist Tuvia Tenenbom, während er auf liebenswerte Weise durch Israel und die Westbank stolpert und dort Aktivisten auf beiden Seiten des Konflikts interviewt, auf zahlreiche Beispiele dafür. Als Tenenbom etwa von einer deutschen Stiftung zu einer Friedensinitiative in Jordanien eingeladen wird, nutzt er diese Gelegenheit, um einen israelischen Delegierten nach dessen Gründen für seine Teilnahme zu befragen. Der vorgebliche Grund der Konferenz ist, arabische und jüdische Lehrer zusammenzubringen, in der Hoffnung, dass sich gegenseitiges Vertrauen und Verständnis bilden, was sie dann beides an ihre jeweiligen Schüler weitergeben werden (so hofft man). Der Israeli antwortet, dass er die Chance wahrnehmen will, den Palästinensern zu sagen, dass Israel tatsächlich auf gestohlenem Land errichtet worden sei. “Dieser Mensch hat die Palästinenser bereits in sein Herz geschlossen”, notiert sich Tenenbom,

…sodass ich mich frage, was der Sinn seines Hierseins ist. Ich teile ihm meine Verwunderung mit, woraufhin er sich über meine Verwunderung verwundert. “Alle Israelis hier sind wie ich. Warum sonst sollten wir teilnehmen, wenn wir nicht so dächten?” Er hat Recht, wenn ich es mir genauer überlege. Nur dass ich jetzt nicht mehr verstehe, wozu die Konferenz eigentlich gut sein soll. Vielleicht will man die Palästinenser dazu bringen, Juden zu mögen.

Doch, ach, die Liebe, die die israelische Linke den Palästinensern entgegenbringt, scheint dazu bestimmt zu sein, unerwidert zu bleiben, zumindest solange sie sich in der Form der Selbsterniedrigung ausdrückt. Nicht einmal von Höflichkeit kann die Rede sein. Als Tenenbom gegenüber zwei arabischen Delegierten die Hände zum Gruss ausstreckt, verlangen diese zu wissen, ob er Jude sei, bevor sie in den Händedruck einwilligen. Ein jordanischer Teilnehmer informiert ihn darüber, dass die Juden Eindringlinge und Christusmörder seien, denen niemals erlaubt werden dürfe, in Jordanien zu leben. Als er sich die Delegierten um ihn herum besieht, bemerkt Tenenbom “einen auffälligen Unterschied zwischen Arabern und Juden”:

Die Juden sind eifrig bemüht, sich lieb Kind zu machen, während die Araber erhobenen Hauptes einherstolzieren. Und während die Juden versuchen, ihre Kultur zu verbergen, und niemand irgendein typisch israelisches oder jüdisches Symbol zur Schau trägt, zeigen die Araber ihre Symbole voller Selbstbewusstsein.

Dieses Bild sollte jedem, der einmal gesehen hat, wie liberale Juden bei einer Podiumsdiskussion mit palästinensischen Aktivisten über den Konflikt und seine Historie debattieren, bekannt vorkommen. Wenn Juden sich zum Leiden der Palästinenser und einer israelischen Schuld daran bekennen, dann wird dies in der Regel nicht mit ebensolcher Grosszügigkeit erwidert, sondern mit verächtlichem Trotz.

Es ist zutiefst entmutigend, ein solches Schauspiel mitanzusehen, und alles andere als überraschend, dass die meisten Israelis dessen müde geworden sind. Im Laufe des langandauernden Konflikts haben sie bemerkt, dass die auf den Prinzipien von Ehre und Schande basierenden Gesellschaften, die den höchst instabilen und undemokratischen Nahen Osten bevölkern, dem Konzept der Erlösung durch Schuldanerkennung weder Interesse noch gar Wertschätzung entgegenbringen. Man kann zwar immer noch behaupten, dass der Rückzug aus dem Südlibanon und Gaza bessere Optionen waren als der noch weniger wünschenswerte frühere Zustand. Ebenfalls wahr ist aber, dass Hisbollah und Hamas darin einen Beweis dafür sehen, dass Israel schwach sei und kapituliert habe, was sie als einen Erfolg ihrer Gewalt werten. Dies hat das Vertrauen der Israelis in den Friedensprozess nur noch weiter untergraben, nachdem es bereits durch die Erfahrungen der zweiten Intifada einen fast tödlichen Schlag erhalten hatte.

Während der Einfluss der israelischen radikalen Linken in der Folge immer mehr abgenommen hat, wurde sie in ihrer Rhetorik immer mürrischer und immer mehr auf sich selbst fixiert. Nachdem sie an der demokratischen Politik verzweifelt waren, wandten sich die israelischen Linken stattdessen dem NGO-Aktivismus und der Polemik zu. Mit beidem verfolgen sie unbeirrt das Ziel, Israels Verfehlungen und seine moralische Verdorbenheit aufzudecken. Der palästinensische Menschenrechtsaktivist Bassam Eid verliess 1996 die israelische NGO B’Tselem, in der er einige Bekanntheit erlangt hatte – es war ihm nicht gelungen, seine Mitstreiter davon zu überzeugen, auch über palästinensische Menschenrechtsverletzungen zu sprechen. Joshua Muravchik merkt dazu in einem kürzlich auf “Tablet” erschienenen Artikel über Eid an: “Jene [bei B’Tselem], denen Menschenrechte wichtiger waren als Ideologie, wollten das tun, doch es gab noch eine andere Fraktion, eine, die von Uri Avnery geführt wurde und mit der PLO sympathisierte. Diese wollte, dass sich B’Tselem weiterhin nur auf Israel konzentriert.”

Als Tenenbom den Haaretz-Journalisten Gideon Levy trifft, fragt er ihn, warum er nie über Menschenrechtsverletzungen schreibt, die von Palästinensern begangen werden. Levy antwortet rundheraus, diese gingen ihn nichts an. (Eine andere traurige Anekdote über Levys unerwiderte Zuneigung ist die, dass Tenenbom herausfindet, dass Levy trotz seiner jahrelangen frenetischen Fürsprache keinen einzigen palästinensischen Freund hat.)

Der narzisstische Masochismus

Während Peter Beinart glaubt, dass es seine Aufgabe sei, Israel vor sich selbst zu beschützen, vermitteln Levys Schriften stets den Eindruck, dass Israel nicht mehr zu retten sei. Wo Beinart ehrlich enttäuscht ist, ist Levy angeekelt. Doch beider Argumente sind im Wesentlichen die gleichen, was die Prämissen und Schlussfolgerungen betrifft. Wie Beinart glaubt Levy, dass Israel vor einer eindeutigen moralischen Wahl stehe und sich mit Absicht dazu entscheide, eine unmoralische und unnötige Besatzung zu verteidigen. Wie Beinart glaubt er, dass es internationalen Drucks bedürfe, um Israel in Einklang mit seinen eigenen Werten zu bringen, gleichgültig, was Israels Wähler dazu sagen. Und wie Beinart glaubt er, dass der masochistische Glaube an die Überlegenheit der Demütigen die einzig wahre Pro-Israel-Position sei. “Ich bin ein israelischer Patriot”, erklärt er dem amüsierten Tenenbom. Levy, reflektiert Tenenbom, will einfach, dass die israelischen Juden ihren Feinden die andere Wange hinhalten.

Es kann nur einen Grund geben, warum er einen Jesus in ihnen sehen möchte: Tief in seinem Herzen, in seinen dunkelsten Winkeln, nährt Gideon einen extremen jüdischen Rassismus. Da Juden nun einmal Übermenschen sind, müssen sie sich auch wie solche verhalten. Und solange sie sich nicht wie eine Jesus-Herrenrasse verhalten, hasst er sie. Das ist der bizarrste jüdische Selbsthass weit und breit.

Tenenbom hat Recht, was Levys Narzissmus betrifft, doch ich habe ein etwas anderes Verständnis von Levy. Zwar verlangt Levys Moralcode, dass Leute vor ihren Feinden auf die Knie gehen; gleichzeitig macht er aber auch deutlich, dass dies seiner Meinung nach Juden noch viel schwerer falle als anderen Menschen. Anders als Peter Beinart, der sich nicht schämt, zur Unterstützung seiner Argumente auf jüdische Werte zu verweisen, hat Levy beschlossen, dass die Jüdischkeit selbst etwas Verwerfliches und Schimpfliches an sich habe. “Der Glaube, dass sie das erwählte Volk seien – was eine rassistische Sichtweise ist –, ist etwas, das sehr tief in der DNA der Israelis, der Juden steckt: dass wir besser wären als alle anderen.”

Indem er anerkennt, dass er nicht besser als andere ist – und dass er, als Jude, womöglich sogar noch viel schlimmer ist! –, glaubt Levy, den jüdischen Rassisten in sich selbst erkannt und besiegt zu haben. Nun, da er erlöst ist, hat er entdeckt, dass er in Wirklichkeit doch besser als einige – ja: sogar besser als sehr viele – andere Leute ist, auch wenn die nicht in der Lage sind, diese Tatsache wertzuschätzen.

Levy ist, um genau zu sein, besser als jeder Jude, der die Reise in die radikale Selbsterkenntnis noch nicht angetreten hat; diesem begegnet er mit ungezügelter Verachtung. Sie sind das erwählte Volk, sagt er – und benutzt dabei vielsagenderweise reflexhaft die dritte Person Plural –, nicht ich.

Diese seltsam paradoxe Beziehung zwischen Selbsthass und Eigenliebe war kürzlich sehr gut in einem Kommentar von Levys Haaretz-Kollege Rogel Alpher zu beobachten. Es war eine weinerliche Demonstration dessen, was passiert, wenn die überlegene Tugend des Demütigen völlig ausser Kontrolle gerät.

Ausser Kontrolle geratene „Tugend des Demütigen“

Alphers Beitrag trägt die Überschrift “Eine Entschuldigung an meinen Killer, falls ich in der derzeitigen Gewaltwelle sterben sollte”; Anlass war die jüngste, immer noch anhaltende Serie der von palästinensischen Arabern mit Messern, Hackebeilen und manchmal auch mit Autos verübten Anschlägen auf israelische Passanten. Für den Fall, dass er durch einen solchen Angriff ums Leben kommen sollte, kündigt Alpher an, dass seine letzten Worte die folgenden sein mögen:

Ich bin überrascht, dass es nicht früher passiert ist. Wirklich. Warum habt ihr solange gebraucht? Unzählige Male, wenn ich in den ruhigen, frühen Morgenstunden in der Stadt an einer Baustelle vorbeiging, habe ich mich gefragt, warum nicht einer der palästinensischen Arbeiter einen Bohrer, eine Schaufel, eine Säge oder einen Hammer nimmt und mich ermordet.

Dann erklärt er, dass Koexistenz ein Mythos sei – ein Euphemismus für die Demütigung der Araber und eine Heuchelei, die er noch nie habe ertragen können. Die, die an den Mythos glauben, sind von der Gewalt schockiert, und Alpher ekelt sich vor ihrem Schock. Er verhöhnt sie als die privilegierten Konsumenten des palästinensischen Hummus, die sich vor allem der Selbsterfüllung widmeten und denen es an Alphers raffinierter Empfindsamkeit gegenüber dem Schmerz der Palästinenser fehle.

Arrogante israelische Politiker der Rechten sagen, sie möchten sich nicht entschuldigen; Alpher ist besser als sie, denn wie Beinart und Levy ist er demütig, nicht stolz. Er will nicht, dass die Medien sich mit seiner Ermordung beschäftigen, und für Israels religiöse Ansprüche, seinen Nationalismus oder andere derart krasse Dinge hat er nichts übrig. Zwar glaubt er nicht, dass er es verdient habe zu sterben, gleichwohl bietet er sich als Opfer an, um Sühne zu tun für die Sünden der gierigen Siedler, der selbstgefälligen Hummusesser und der chauvinistischen Rechten, die er verachtet:

Ich bitte darum, dass meinen Mördern, sollten sie überleben, in meinem Namen gesagt wird, dass ich mich entschuldige. Ich bin nach meinem Tod mit ihnen versöhnt. Für den Fall, dass meine Mörder ebenfalls sterben, entschuldige ich mich schon jetzt, im Voraus. Nicht, weil ich es verdient hätte zu sterben, und auch nicht, weil sie das Recht hätten, mich zu töten, sondern damit mein Tod einen Wert hat, eine Bedeutung, wie gering sie auch immer sein mag… Ich entschuldige mich für die schäbige Rolle, die ich bei dem Unrecht der Besatzung gespielt habe. Selbst nach meinem Tod.

Alpher ist so sehr damit beschäftigt, Reklame für seine unterwürfigen Erlösungsfantasien zu machen, dass er seine moralische Unverantwortlichkeit gar nicht zu bemerken scheint. “Das ist der scheusslichste Haaretz-Kommentar, den ich je gelesen habe, und das sagt einiges”, kommentierte ein israelischer Freund von mir, nachdem er ihn gelesen hatte. “Er gibt den Palästinensern die moralische Erlaubnis, uns zu ermorden.” Das passiert, wenn ein Autor seinen eigenen Solipsismus mit löblicher Empathiebekundung verwechselt. Unnötig zu sagen, dass dieses Verhalten wohl kaum einen Beitrag dazu leisten wird, gegenseitiges Verständnis und Frieden voranzubringen.

Wie die Dinge liegen, wird dieser Konflikt auf eine von zwei Arten enden. Die erste ist, dass eine der beiden Parteien aufgibt, um Frieden ersucht und jede Bedingung akzeptiert. Da die Israelis Kapitulation als gleichbedeutend mit Selbstvernichtung betrachten und die Palästinenser als nicht hinzunehmende Schmach, sind die Aussichten, dass eines von beidem passiert, verschwindend gering, zumindest solange, bis eine der Seiten zu der Ansicht gelangt, dass der Preis des Konflikts den wahrscheinlichen Preis des Eingestehens der Niederlage übersteigt. Die andere Möglichkeit wäre, dass der Konflikt durch ein ausgehandeltes Abkommen beendet wird. Das scheint derzeit noch viel weniger wahrscheinlich.

Ernstgemeinte Verhandlungen setzen den Willen und die Fähigkeit voraus, einen Kompromiss zu schliessen – schon vorher muss klar sein, dass keine der beiden Parteien alles bekommen wird, was sie will. Dazu müssten beide Seiten in der Lage sein, ihrer jeweiligen Bevölkerung Zugeständnisse als etwas Edles schmackhaft zu machen, das angeboten wird, um ein grösseres Ziel zu erreichen. Dies ist in einer selbstkritischen Demokratie viel leichter, denn dort begreift man, dass Interessen nicht unbedingt gleichbedeutend sind mit einem Monopol auf Verdienst und Wahrheit. In einer Kultur hingegen, in der Ehre und nationale Würde über alles gehen und in der man sich folglich nicht für seinen Maximalismus entschuldigt, ist dies fast unmöglich.

In der Geschichte des arabisch-israelischen Konflikts gab es viele israelische Führer und Staatsmänner, die Unrecht anerkannt haben, das Palästinensern widerfahren ist. Zu den wortgewaltigsten Beispielen zählt die Grabrede, die Moshe Dayan 1956 für einen ermordeten jungen Juden gehalten hat. Sie beginnt mit den Worten:

Gestern bei Tagesanbruch wurde Ro‘i ermordet. Die Ruhe eines Frühlingsmorgens blendete ihn, er sah nicht die Pirschjäger, die auf der Ackerfurche seiner Seele auflauerten. Lasst uns nicht den Mördern Vorwürfe machen. Warum sollten wir uns darüber beschweren, dass sie uns hassen? Seit acht Jahren sitzen sie in den Flüchtlingslagern von Gaza und haben mit ihren eigenen Augen gesehen, wie wir den Boden und die Dörfer, in denen sie und ihre Vorfahren einst lebten, zu unserer Heimat gemacht haben.

Diese Worte werden oft gegen Israel benutzt – verfälscht als Eingeständnis von Israels Sündenfall aus dem Munde eines hochrangigen Militärführers. Doch anders als Rogel Alpher schliesst Dayan daran eine Ermutigung zur Entschlossenheit angesichts des palästinensischen Zorns an, nicht Selbstgeisselung und Verzweiflung. Mehr als um alles andere ging es ihm darum, dass sich die Israelis keine Illusionen über den Feind machen, der ihnen gegenübersteht. Nichtsdestoweniger ist da, trotz der Kürze der Rede und der tragischen Umstände, unter denen sie gehalten wurde, die Anerkennung palästinensischer Klagen.

Es war keine flüchtige Bemerkung am Rande, sondern das Ergebnis einer Perspektive, in der Platz für mehr als einen Standpunkt ist, sowie einer Empathie, die Voraussetzung ist, um eine solche Perspektive haben zu können. Was die Israelis enttäuscht hat, ist, dass es keine damit korrespondierende Anerkennung des jüdischen Blickwinkels auf der Seite der Palästinenser gibt.

Die Geschehnisse des Sommers 2014 haben jäh an diese Tatsache erinnert. Mohammed Dajani, ein Professor an der Al-Quds-Universität, wurde beschimpft und von seinem Posten verjagt, weil er für 27 seiner Studenten eine Exkursion nach Auschwitz-Birkenhau organisiert hatte. Im Januar des Folgejahres wurde sein Auto in Jerusalem in Brand gesteckt. “Ich habe meinen Job aufs Spiel gesetzt, um unsere Doppelzüngigkeit zu entlarven”,bemerkte Dajani bitter. “Wir sagen, wir seien für Demokratie und praktizieren Autokratie. Wir sagen, wir seien für Redefreiheit und akademische Freiheit, doch wir verweigern den Leuten, sie auszuüben.”

Es ist nicht die israelische Gesellschaft, die an einem Mangel an Selbstbeobachtung leidet. In Israel wird endlos darüber debattiert, welche Behauptungen der Palästinenser richtig und falsch sind: in der Knesset, in den Medien und der Kunst, in akademischen Foren und in der Zivilgesellschaft insgesamt. Die grösste Demonstration gegen den Libanonkrieg fand 1982 nicht in der arabischen Welt statt, sondern in Tel Aviv. Doch solange ein Besuch der Todeslager in Polen als inakzeptabel und als ein Affront gegen die palästinensische Würde betrachtet wird, wird die Zahl der Israelis, die bereit sind, an solchen Protesten teilzunehmen, immer weiter zurückgehen. Juden, die Juden – und nur Juden – für deren Mangel an Selbstkritik schelten, bewirken damit nichts anderes, als die Empörung palästinensischer Maximalisten weiter anzuheizen, die darauf bestehen, dass die Palästinenser keinerlei Anlass zur Selbstkritik hätten. Gleichzeitig lassen sie Dissidenten, die sich wie Mohammad Dajani in der Schusslinie befinden, im Stich.

Im Nahen Osten Frieden auszuhandeln, ist schwierig, da, wie Matti Friedman bemerkt, “die Kräfte der Demokratie und der Modernität in unserer Region von schwach bis zu vernachlässigen reichen”. Das macht es auch extrem gefährlich. Doch weil sie es so eilig haben, sich selbst von einer Besatzung loszusagen, die sie verabscheuen, bestehen linke und objektiv antiisraelische Juden wie Beinart und Levy und Alpher darauf, dass die Lösung des Konflikts einfach wäre. Indem sie Israel die moralische Verantwortung für israelische und palästinensische Gewalt gleichermassen geben, machen sie beide Konfliktparteien zu Kindern: Die Israelis werden als fehlgeleitete Kinder wahrgenommen, die eine Moralpredigt und eine harte Hand benötigen, während die Palästinenser so gut wie gar nicht als moralische Akteure wahrgenommen werden.

Die Antwort besteht darin, so sagen sie, eine winzige Demokratie in einer unbarmherzigen Umgebung dazu zu nötigen, Zugeständnisse in Form von Land und der Sicherheit ihrer Bewohner zu machen, Zugeständnisse, die die Zukunft der Nation gefährden würden. Solche Ratschläge werden oft fälschlich als ein Produkt des Selbsthasses beschrieben. Das Gegenteil ist richtig: Es ist der Gipfel der Eitelkeit und der Anmassung, und es ist nicht erstaunlich, dass die übergrosse Mehrheit der Israelis davon nicht begeistert ist. Von dem Augenblick an, als Israel seine Unabhängigkeit erklärt hat, haben seine Führer begriffen, dass die Überlegenheit des Demütigen im Nahen Osten nicht anerkannt wird. In einer Umwelt, in der Schwäche tödlich sein kann, ist die nicht erwiderte Demut nicht edler als Appeasement – sie ist ebenso töricht wie selbstmörderisch.

Jamie Palmer ist Autor und unabhängiger Filmemacher. Übersetzung Stefan Frank.

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  • shalomIsrael

    Dieses linke Gutmenschen Pack geht mir gehörig auf den Sack.

  • Lustenberger Uri

    Dieser hervorragende Artikel erhält meine 150 prozentige Zustimmung. Diese eitlen, linken Moralisten leiden vehement an verlorenem Wahrnehmungssinn und Realitätsschwund, damit wäre alles gesagt !