Ein Drive-in Coronavirus-Test-Center in Tel Aviv. Foto Kobi Richter/TPS
Ein Drive-in Coronavirus-Test-Center in Tel Aviv. Foto Kobi Richter/TPS
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Das israelische Gesundheitsministerium gab am Freitagmorgen bekannt, dass in Israel 349 neue Coronavirus-Fälle bestätigt wurden.

Dies ist das erste Mal seit April, dass die Zahl der neuen Fälle auf über 300 gestiegen ist. Seit Sonntag wurden insgesamt 1.256 neue Fälle des Coronavirus diagnostiziert, seit Anfang Juni insgesamt 3.171 neue Fälle. Eine Person verstarb über Nacht an dem Virus, so dass sich die Zahl der Todesopfer auf 304 erhöht hat.

Ein Anstieg der Fälle wurde auch aus Judäa und Samaria gemeldet, mit 87 Fällen in den letzten zwei Tagen – hauptsächlich in Hebron, aber auch in den Regionen Nablus und Jerusalem.

Palästinensische Offizielle gaben an, dass sich die Gesamtzahl der Fälle auf 795 beläuft, von denen noch 220 aktuell sind. Vierunddreissig Menschen seien gestorben. Funktionäre sagten, dass Hebron neuen Beschränkungen unterworfen worden sei. Sie äusserten sich auch besorgt über die Tatsache, dass die Quellen der neuen Infektionen unklar seien.

Israel hat in jüngster Zeit einen Anstieg der Coronavirus-Fälle erlebt, da es die Mitte März begonnenen Sperrmassnahmen zurücknahm, die den ersten Ausbruch eindämmten, aber auch die Wirtschaft fast vollständig zum Erliegen brachten. Die Regierung hat die Öffentlichkeit wiederholt ermahnt, sich weiterhin an soziale Distanzierungs- und Hygienevorschriften zu halten, da sie befürchtet, dass eine nachlassende Einstellung die Ausbreitung des Virus wieder beschleunigt.

Am Donnerstag warnte der israelische Premierminister Binyamin Netanjahu davor, dass Israel möglicherweise ein zweiter Lockdown droht, wenn die Öffentlichkeit sich nicht an die derzeitigen Bestimmungen zur sozialen Distanzierung hält.

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