
Die «Global Sumud Flotilla» ist zurück. Und mit ihr das immer gleiche Drehbuch: Israel ist der Schurke, die «Aktivistinnen und Aktivisten» sind die Opfer, und wer das hinterfragt, wird ignoriert oder in die rechte Ecke gestellt.
Doch dieses Mal bröckelt die Inszenierung schneller als gewohnt. Einer der Teilnehmer gab offen zu, dass es nie um humanitäre Hilfe ging. An europäischen Flughäfen gingen dieselben «friedlichen Aktivisten» auf Polizisten los.
Der New Yorker «Aktivist» Rosa Martinez – auch bekannt als Rudy Martinez – sagte nach seiner Rückkehr in die USA in einem Instagram-Video offen: Die Flotilla sei in den Medien fälschlicherweise «als eine Art humanitäre Hilfsmission» dargestellt worden. Das «vereinfache ein bisschen, was wir eigentlich tun». Was sie eigentlich taten? Martinez: «Die israelischen Besatzungstruppen direkt auf See zu konfrontieren» – das sei «historische Verantwortung».
Direkte Konfrontation mit einer Armee. Nicht Mehl und Medikamente. Konfrontation. Das sagt nicht Israel. Das sagt nicht Benjamin Netanyahu oder Ben Gvir. Das sagt einer der Teilnehmer selbst.
Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, bringt es in einem Interview mit Bild auf den Punkt: «Die Flottille war von Anfang an als PR-Stunt angelegt.» Es sei den Aktivisten «nicht um Hilfe für Gaza» gegangen, «sondern um eine Delegitimierung Israels». Jeden Bericht, der «abenteuerliche Behauptungen» enthalte, sollte man daher «genau prüfen».
Das Wunder der Halskrause
Prüfen sollte man zum Beispiel die Bilder, die nach der Rückkehr der Teilnehmer verbreitet wurden. In Istanbul stieg die deutsche Aktivistin Nesrin Zeaiter mit medizinischer Halskrause auf einer Trage aus dem Flugzeug. Leidensmiene. Interviews. Kameras. Alles dokumentiert. Wenige Stunden später, bei der Landung in Deutschland: dieselbe Person, ohne Halskrause, aufrecht, voll bewegungsfähig, körperlich total fit.
Elio Adler, Vorsitzender der WerteInitiative, kommentierte gegenüber Bild: «Die absurde Flotilla-Show ist vorbei – doch was danach geschah, wirft mehr Fragen auf als die PR-Inszenierung selbst. Während einige Aktivisten sichtbare Verletzungen aufweisen, werden andere augenscheinlich schwerverletzt auf Flughafenbahren präsentiert, obwohl sie kurz zuvor noch völlig unauffällig wirkten. Irgendwas stimmt da nicht.»
Und es stimmt tatsächlich etwas nicht. In der Schweiz landeten sieben der acht Schweizer Teilnehmer am Samstag, 24. Mai 2026, am Flughafen Genf – mit Keffiyehs und breitem Lächeln, empfangen von Angehörigen und Aktivisten früherer Flotilla-Missionen. Von Folter und Misshandlung, die sie laut ihren eigenen Instagram-Statements erlitten haben wollen, war bei der Ankunft nichts zu sehen. Stattdessen: Selfies, Jubel, politische Parolen. Auf Instagram werden sie heroisch als «Überlebende der zionistischen Übergriffe» bezeichnet.
Bilbao: Wenn «Friedensaktivisten» auf Polizisten losgehen
Am 24. Mai 2026 landeten sechs Mitglieder der spanischen Flotilla-Delegation am Flughafen Bilbao. Was als Empfang geplant war, endete in Chaos und Gewalt. Die «Aktivisten» und ihre Unterstützer blockierten den Terminal, ein Angehöriger versuchte eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Die baskische Polizei griff ein. Videos zeigen Schlagstockeinsätze und Festnahmen.
Vier Personen wurden verhaftet – die Vorwürfe gemäss der spanischen Zeitung El País: Missachtung von Polizeianweisungen, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Angriff auf einen Polizeibeamten.
Verurteilte ETA-Terroristen
Unter den vier Festgenommenen befand sich laut der spanischen Nachrichtenagentur EFE José Javier Oses – ein in Frankreich zu acht Jahren Gefängnis verurteilter ETA-Terrorist. Oses war zwischen 2004 und 2007 bereits wegen Beteiligung an rund vierzig Akten von Strassengewalt in Pamplona angeklagt worden. Im Januar 2025 sorgte er für Schlagzeilen, weil er trotz seiner Verurteilung als Lehrer an einer öffentlichen Schule in Navarra unterrichtete. Danach stieg er auf ein Flotilla-Schiff.
Der Vorfall, der die Eskalation am Flughafen auslöste, wurde durch Itziar Moreno verursacht – ebenfalls eine verurteilte ETA-Terroristin. Moreno sass 15 Jahre im Gefängnis, weil sie in Frankreich einen Gendarmen angeschossen und verwundet hatte. Sie versuchte, den Polizeikordon zu durchbrechen, um zu Oses zu gelangen. Beide waren bereits im Oktober 2025 bei der ersten Flotilla-Mission dabei gewesen.
Verurteilte ETA-Terroristen auf «humanitären» Flotilla-Schiffen. Verurteilte ETA-Terroristen, die an europäischen Flughäfen Krawalle auslösen. Aber SRF berichtet nicht darüber.
Gleiches Muster in Wien
Am Abend des 24. Mai kehrten drei Flotilla-Teilnehmer an den Flughafen Wien-Schwechat zurück. Unter ihnen der ehemalige Skirennfahrer, Klimaaktivist und Mitglied der «Letzten Generation», Julian Schütter. Im Terminal warteten Unterstützer mit palästinensischen Flaggen und dem Geschrei von «From the river to the sea».
Die Situation eskalierte. Die Polizei griff ein. Schütter wurde am Boden fixiert und festgenommen. In einem Video erklärte er später, er sei «offenbar zu laut gewesen» und habe «im Weg gelegen». Er zeigte zwei blaue Flecken am Arm – einer sei von der israelischen Armee und einer von der österreichischen Polizei.
Aufschlussreich ist aber vor allem Schütters erstes Statement am Flughafen Wien, festgehalten in einem Video auf Social Media. Schon im ersten Satz spricht er nicht von Israel, sondern von der «zionistischen Entität», aus der sie deportiert worden seien – eine Formulierung, die Israel als Staat gar nicht anerkennt. Dann spricht er vom «sogenannten Israel». Sogenannt. Als existiere der Staat nur in Anführungszeichen.
Schütter erklärt, Ben Gvir sei bloss ein «Scapegoat» – ein Sündenbock. Das eigentliche Problem sei Israel selbst: «Was ihr auf diesem Video da seht, genauso ist Israel und schlimmer.» Nicht die Regierung. Nicht ein einzelner Minister. Israel. Der ganze Staat. Dann versucht er, Sanktionen zu fordern, verheddert sich und sagt zweimal «Ösrael» statt «Österreich» – und kommentiert seinen eigenen Versprecher lachend als «Freudscher Versprecher». Schliesslich fordert er, Österreich müsse für Sanktionen gegen Israel stimmen und das Assoziierungsabkommen aussetzen.
Die Terror-Verbindungen, über die niemand spricht
Über die Verstrickungen der Flotilla-Anführer mit Hamas, PFLP und dem iranischen Regime hat Audiatur-Online bereits ausführlich berichtet: Das US-Finanzministerium sanktionierte am 20. Mai 2026 vier Schlüsselfiguren der Flotilla wegen direkter Verbindungen zu Hamas-Frontorganisationen und zur in Deutschland verbotenen PFLP-Tarnorganisation Samidoun. Die Details – von der Hamas-Scheinfirma, die die Schiffe besitzt, bis zum Samidoun-Kader, der das Massaker vom 7. Oktober als «glorreichen Tag» feierte – finden sich im Audiatur-Kommentar zur SRF-Berichterstattung.
Was dort noch nicht stand: Der ACOM-Bericht über Jaldia Abubakra, eine der vier vom US-Finanzministerium sanktionierten Personen. Abubakra ist Gründerin von Samidoun Spanien, trat im spanischen Parlament auf Einladung von Podemos auf, wo sie das «Recht auf bewaffneten Kampf» verteidigte und die Anschläge des 7. Oktober verherrlichte. Im Juni 2025 besuchte sie die iranische Botschaft in Madrid als Teil einer Masar-Badil-Delegation und wurde vom iranischen Botschafter persönlich empfangen. Spanische Medien präsentieren sie als «palästinensische feministische Aktivistin». Die USA stufen sie als Terrorunterstützerin ein.
Schnellschuss des SP-Co-Präsidenten
Dann kam der SP-Co-Präsident. Cédric Wermuth schrieb auf X: «Die Bilder des rechtsextremen Minister Ben Gvir, der sich sichtlich freut über die Misshandlungen der Mitglieder Flotilla, sind inakzeptabel. Israel hat kein Recht Schweizer Staatsbürger:innen und Bürger:innen anderer Staaten festzuhalten und zu misshandeln.»

Wermuth empört sich über Israel, weil es sein politisches Geschäftsmodell bedient. Über aggressive Aktivisten, Terror-Verstrickungen, über das offene Eingeständnis, dass es gar nicht um Hilfe ging – darüber schweigt er. Denn das passt nicht in sein Narrativ.
Unfassbare Heuchelei
Spanien bestellte Israels Vertreter ein, weil Ben Gvir die Aktivisten verspottet hatte. Der spanische Aussenminister Albares nannte die Behandlung «monstrous», «inhumane», «disgraceful». Das Schweizer Aussendepartement (EDA) zeigte sich besorgt, wie immer.
Und die Aktivisten selbst? Sie fordern Mitleid, weil Israel sie angeblich misshandelt hat. Dann randalieren sie an europäischen Flughäfen, gehen auf Polizisten los und liefern den Beweis, dass ihr Verhalten überall dasselbe ist – ob auf See oder am Gate.
Die Flotilla war kein Hilfskonvoi. Weder dieses Mal, noch in der Vergangenheit, noch in der Zukunft. Es war nie beabsichtigt, Menschen zu helfen. Das Ganze ist eine abgesprochene Show. Unter den Beteiligten und Organisatoren befinden sich Islamisten, verurteilte Terroristen und zahlreiche andere Extremisten. An mindestens drei europäischen Flughäfen zeigte sich, wie «friedlich» diese Aktivisten tatsächlich sind. SRF und Susanne Brunner schweigen. Die Serafe kommt ja garantiert.























