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Jeden Tag scheint ein neuer, verblendeter Staatschef aufzutauchen, der ein fehlerhaftes Konzept für den Nahen Osten vorantreibt, eine Region, die er nicht versteht. Diese Politiker befürworten die Anerkennung eines palästinensischen Staates ohne Friedensverhandlungen mit Israel, was faktisch eine Belohnung für die Gräueltaten der Hamas vom 7. Oktober darstellt.

von Dalia Ziada

Länder weltweit, sogar unerwartete wie Japan, Kanada und Australien, erklären weiterhin, dass sie einen solchen Staat in naher Zukunft unter bestimmten Bedingungen anerkennen könnten. Aber sind sie sich bewusst, was sie damit unterstützen?

Vor kurzem hat Deutschland seine Zusage, einen palästinensischen Staat in naher Zukunft anzuerkennen, zurückgenommen, da es erkannte, welch gefährlicher Präzedenzfall damit geschaffen worden wäre.

Vor fast zwei Jahren war ich gezwungen, aus meiner Heimat Ägypten zu fliehen, weil mich radikale Islamisten verfolgten – dieselben chauvinistischen Fanatiker, die einst schworen, „die westliche Zivilisation von innen heraus zu sabotieren“. Als eine liberale muslimische Wissenschaftlerin aus dem Nahen Osten, die die Werte der klassischen liberalen Demokratie schätzt und die Vereinigten Staaten für meine Ausbildung, meine berufliche Entwicklung und zuletzt sogar für mein Leben dankbar ist, fühle ich mich verpflichtet, vor den Muslimbrüdern und ihrem gefährlichsten Ableger, der Hamas, zu warnen.

Die Hamas, der palästinensische Ableger der Muslimbruderschaft, die unter anderem auch von den USA als ausländische Terrororganisation eingestuft wird, regiert den Gazastreifen mit eiserner Faust, nachdem sie im Juni 2007 nach einer Reihe bewaffneter Zusammenstösse gewaltsam die Kontrolle von der rivalisierenden Fatah-Partei übernommen hatte. Sie war der Drahtzieher und Haupttäter des barbarischen Massakers vom 7. Oktober 2023 in Israel.

Die Hamasführer haben unschuldige Zivilisten in Gaza bewusst dem Krieg ausgesetzt, um mit ihrem Blut Legitimität für ihre Terrorakte zu erlangen und die Sympathie und Zustimmung der internationalen Gemeinschaft zu gewinnen.

Es ist wichtig, sich diese Tatsachen in Erinnerung zu rufen, da mehrere Staats- und Regierungschefs weltweit, getäuscht durch die von der Propagandamaschine der Hamas in Katar geschickt konstruierte Erzählung vom Gaza-Krieg, versuchen, den Terrorismus mit der verfrühten Anerkennung eines palästinensischen Staates zu belohnen.

Ein solcher Schritt wird nicht den Frieden bringen, den wir uns alle wünschen. Er wird lediglich dazu führen, dass sich die Hamas weiter festigt, die Islamische Republik Iran gestärkt wird, die chronischen geopolitischen Konflikte in der Region sich verschärfen und den Palästinensern die einzige echte Hoffnung genommen wird, die sie verdienen: eine Zukunft ohne die Tyrannei der Hamas.

Mit diesem Vorschlag, der in Blut geboren wurde, wird noch mehr Blut vergossen werden. Der besonders verwerfliche Vorschlag würde jede Aussicht auf eine endgültige Lösung ohne Gewalt zunichte machen, da er im Wesentlichen verlangt, dass Israel sein eigenes Todesurteil unterzeichnet.

Eine von den unterstützenden Regierungen weltweit verabschiedete Erklärung fordert „die israelische Führung auf, sich öffentlich klar zur Zwei-Staaten-Lösung zu bekennen, einschliesslich eines souveränen und lebensfähigen palästinensischen Staates“, verlangt jedoch zu keinem Zeitpunkt, dass die palästinensische Führung den Staat Israel und sein Existenzrecht anerkennt.

Die Erklärung fordert ausserdem einen Wirtschaftskrieg gegen Israel, solange es in den umstrittenen Gebieten des Westjordanlands oder des Gazastreifens präsent ist, und ruft alle Unterzeichner dazu auf, „keine Wirtschafts- oder Handelsbeziehungen mit Israel in Bezug auf die besetzten palästinensischen Gebiete oder Teile davon einzugehen … Massnahmen zu ergreifen, um Handels- oder Investitionsbeziehungen zu verhindern, die zur Aufrechterhaltung der von Israel geschaffenen illegalen Situation beitragen …“.

Länder, „die diplomatische Vertretungen in Jerusalem eingerichtet haben“, werden aufgefordert, „diese Vertretungen aus der Heiligen Stadt abzuziehen“. Damit würde Israel das Recht genommen, seine eigene Hauptstadt zu bestimmen, die seit den Anfängen des Staates Jerusalem ist und seit jeher das symbolische Zentrum der jüdischen Religion darstellt.

Ausserdem fordert die Erklärung eine Aufstockung der Finanzmittel und vollständige Immunität für alle Mitarbeiter der Vereinten Nationen, insbesondere für diejenigen der UN-Hilfs- und Arbeitsorganisation (UNRWA), die mit Hamas-Mitgliedern durchsetzt ist und deren Mitarbeiter und sogar Gebäude in die Geiselnahmen der Hamas verwickelt waren. Die Vertragsparteien erklären sich sogar bereit, die Medienberichterstattung über die UNRWA zu schützen, und fordern, dass sie „Massnahmen gegen Falsch- und Desinformationskampagnen und Angriffe gegen die UNO, einschliesslich der UNRWA, Gesundheitspersonal und humanitäre Helfer, ergreifen“.

Zusätzlich wird die Umsiedlung von Generationen palästinensischer Flüchtlinge innerhalb der Grenzen Israels gefordert, wodurch der jüdische Staat demografisch überschwemmt und schliesslich aufgelöst würde – eine absichtliche „Giftpille“, die jedes Friedensabkommen unmöglich macht.

Der Krieg Israels gegen die Hamas und den radikalen Islamismus im Nahen Osten sollte von der internationalen Gemeinschaft unterstützt werden. Israel führt diesen Krieg im Namen der freien Welt, einschliesslich der gemässigten Araber und Muslime im Nahen Osten.

Wenn die freie Welt unter diesen Umständen versucht, Israel einen palästinensischen Staat aufzuzwingen, wird Israel gezwungen sein, um sein Überleben zu kämpfen. Die Hamas und die Muslimbruderschaft, die Israel zerstören wollen, werden ihre Aggression nicht einstellen, wenn sie es irgendwie schaffen, ihre Ziele zu erreichen. Tatsächlich werden sie ihrem Ziel, den Westen zu zerstören und auf seinen Trümmern ihr angestrebtes globales Kalifat zu errichten, näher kommen als je zuvor.

Dalia Ziada ist eine preisgekrönte ägyptische Schriftstellerin und Senior Fellow für Forschung und Diplomatie am Jerusalem Center for Security and Foreign Affairs (JCFA). Auf Englisch zuerst erschienen bei Jewish News Syndicate. Übersetzung und Redaktion Audiatur-Online.

1 Kommentar

  1. Erst, wenn Hamas und Hizbollah vernichtet sind und wenn die Macht der Mullahs in Teheran gebrochen ist, wird es zu Frieden und Wohlstand im israelischen Umfeld kommen.

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