Foto National Cancer Institute / Unsplash
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Forscher an der Ben-Gurion-Universität des Negev in Israel, haben eine neue Methode für das Screening und den Nachweis neuer Antibiotika entwickelt, mit der neue Behandlungsmethoden für eine Vielzahl von Krankheiten gefunden werden sollen. Dies ebnet den Weg für die Identifizierung von Medikamenten, die das Wachstum von Bakterien, Krebs und anderen Krankheiten hemmen können. Die Ergebnisse wurden im Chemical Science veröffentlicht.

Das Forschungsteam des Department of Chemistry der Ben-Gurion-Universität, unter der Leitung von Dr. Barak Akabayov, entwickelte eine Methode, die zur Entwicklung neuer Antibiotika führen wird

„Angesichts des stetigen Rückgangs der zugelassenen Antibiotika, besteht ein dringender Bedarf an neuen derartigen Medikamenten, um die bevorstehende Krise der Antibiotikaresistenz zu bewältigen“, sagte Akabayov in einer Erklärung.

Akabayov fügte hinzu, dass das „Workflow-Design seines Teams nicht nur auf Antibiotika anwendbar ist, die auf die Ribosomen-RNA abzielen, sondern auch auf andere RNA-Ziele, wie RNA-Viren, die für Krankheiten wie Hepatitis oder HIV verantwortlich sind, sowie auf andere Erkrankungen wie Krebs.“

Das neue Screening-Verfahren verwendet laut der Ben-Gurion-Universitä „Kernspinresonanz (NMR) mit Algorithmen für maschinelles Lernen, die das rechnergestützte Design neuartiger Arzneimittel auf der Basis kleiner Molekülfragmente ermöglichen.“

Krankenhäuser und Gemeinden weltweit stehen aufgrund der Zunahme antibiotikaresistenter Bakterien vor erheblichen Problemen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr weltweit 700.000 Menschen an arzneimittelresistenten Infektionen und bis 2050 könnten die Todesfälle auf bis zu 10 Millionen pro Jahr ansteigen.

„Die von Dr. Akabayov entwickelte neue Methode bietet einen effizienten, schnellen und kostengünstigen Weg zur Identifizierung neuer Antibiotika, die das Ribosom hemmen“, sagte Dr. Galit Mazooz Perlmuter, Senior Vice President of Business Development in der Abteilung BioPharma bei BGN Technologies. Für Perlmuter ist klar: „Dies ist angesichts der sich abzeichnenden Antibiotikaresistenz-Krise, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderen Gesundheitsbehörden weltweit vorhergesagt wird, von grosser Bedeutung. Nach der finanziellen Unterstützung durch die israelische Innovationsbehörde, die diese Forschung gefördert hat und den bisherigen vielversprechenden Ergebnissen suchen wir nun einen Industriepartner für die Weiterentwicklung dieser zum Patent angemeldeten Erfindung.“

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