Foto Screenshot Centro Sefarad-Israel / Youtube
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Ángel Sanz Briz, ein spanischer Diplomat, der Berichten zufolge über 5’000 Juden vor der Verfolgung durch die Nazis in Ungarn gerettet hat, wurde 40 Jahre nach seinem Tod online geehrt.

Ángel Sanz Briz wurde 1944 auf einen diplomatischen Posten in Ungarn berufen. Als sich der Holocaust dort verschlimmerte, bot er an, Juden spanischer Herkunft zu schützen und ihnen spanische Pässe zu besorgen. Er erhielt die Zustimmung der ungarischen Behörden, 200 spanischen Juden die Aufnahme zu ermöglichen, allerdings machte er daraus 200 Familien und erhöhte die Zahl danach noch weiter, so Yad Vashem, das israelische Holocaustmuseum, welches ihn 1966 als Gerechten unter den Völkern anerkannte.

Es wird vermutet, dass Briz in den letzten sieben Monaten des Jahres 1944 gefälschte spanische Dokumente an 5.200 Juden ausgegeben hat.

Die Ehrung am Donnerstag, zu der der sephardische Oberrabbiner von Buenos Aires, Isaac Sacca, eingeladen hatte, wurde von Menora, einer argentinischen sephardischen Institution, mit Unterstützung des Center Sefarad Israel in Spanien, der argentinisch-jüdischen politischen Dachgruppe DAIA und des Bundes der jüdischen Gemeinden in Spanien, FCJE, organisiert.

Unter den Anwesenden waren die Tochter von Sanz Briz, Angela, die Holocaust-Überlebende Eva Bohrer sowie der spanische Botschafter in Argentinien, Javier Sandomingo.

„Mein Vater hielt das, was er in Budapest getan hatte, für die wichtigste und lohnendste Sache in seinem Leben“, sagte Angela Sanz Briz nach der Veranstaltung. „Er war auch der Meinung, dass er einfach seine Pflicht getan hatte, dass er nicht wegschauen konnte. Und er nutzte alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel, um dies zu tun. Er hat nie Anerkennung erwartet oder geglaubt, er müsse sie haben.“

Ángel Sanz Briz starb 1980 im Alter von 69 Jahren.

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