Scheich Raed Salah an einer Pro Mursi Kundgebung. Foto i24news/Facebook

Scheich Raed Salah, der Führer der Islamischen Bewegung in Israel ist besorgt, dass ISIS stärker wird und Hamas bezwingt. ISIS, sagte Salah, sei „ein Hindernis in der islamistischen Agenda“, und er verlangte, dass sie ihre Drohungen gegen die Hamas einstellen.

Letzte Woche veröffentlichte ISIS Videobotschaften, in denen die islamistische Terrororganisation Drohungen gegen Hamas, Fatah und Israel aussprach. In einem Video wird ein Mitglied von ISIS gezeigt, dass verspricht, die Organisation werde sicherstellen, dass „die Herrschaft der Scharia (islamisches Recht) in Gaza trotz [Hamas] in Kraft treten wird. Wir schwören, dass das, was in der Levante heute geschieht, insbesondere im Yarmouk Lager, auch in Gaza passieren wird“, sagte er mit Blick auf die Gebietsgewinne von ISIS in Syrien, einschliesslich des Bezirks von Damaskus, der von palästinensischen Flüchtlingen bewohnt wird.

Dies ist nicht das erste Mal, dass ISIS die Hamas bedroht hat. Im Mai 2015, nachdem Hamas eine Moschee, die von Mitgliedern einer mit ISIS-verbundenen Salafisten-Organisation verwendet wurde, zerstört hatte, nannte ISIS die Hamas „schlimmer als die jüdischen und amerikanischen Besatzer“ und gab ihnen 72 Stunden für die Freilassung ihrer inhaftierten Mitglieder.

In einem Interview mit einer türkischen Zeitung drohte Scheich Raed Salah ISIS. Wenn ISIS Mitglieder Gaza betreten würden, so sagte er, „wird es zu einem grossem Kampf kommen, und niemand weiss, wie er enden wird.“ Einheit unter den islamistischen Gruppierungen wie Hamas und ISIS, sei die einzige Möglichkeit, die den Sieg über Israel garantieren kann. Es bestehe ein grosser Bedarf für einen „weisen Herrscher“, der von islamischen Geistlichen beraten und von den islamischen Nationen unterstützt werde. Dies werde nur möglich sein, wenn die Muslime sich vereinen, sagte Salah, und er ist optimistisch, dass dies geschehen wird.

Erst letzte Woche prognostiziert Salah das „Ende Israels“. Israel hat Scheich Raed Salah aus Sicherheitsgründen für sechs Monate den Eintritt in Jerusalem verboten. Die Entscheidung Salah den Zutritt zu verweigern wurde vom Scheich verurteilt, auf Facebook schrieb er: „die israelische Besatzung versteht sich als unbeugsame Kraft, aber diejenigen, die die Wahrheit über sie kennen, wissen, dass der Besatzer ein Prahlhans und ein Idiot ist, frei von Werten, irrtümlich geboren aus Illusionen, in denen er heute noch lebt“.

Salah schrieb weiter, „die Illusionen der Besatzung drücken sich in der bösartigen Entscheidung, mir für sechs Monate den Eintritt nach Jerusalem zu verbieten, aus. Wer weiss, ob die Besatzung nicht schon vor Ablauf der Frist in sechs Monaten beendet sein wird?“ fragte der Scheich, der damit ganz klar seine Hoffnungen auf das Ende Israels bekannt gab.

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