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Teile der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SP) sind längst zum ideologischen Sammelbecken für antiisraelische Agitation geworden – auch auf Kosten der jüdischen Sicherheit in der Schweiz.

Wer am Schabbat mit einem vermummten linksextremen schwarzen Block in Richtung einer Synagoge ziehen will, demonstriert nicht für Palästina, sondern setzt ein Zeichen gegen Juden. So geschehen am Samstag, 24. Mai 2025, mitten in Bern.

Die unbewilligte Pro-Palästina-Demonstration in Bern eskalierte in Gewalt: Feuerwerkskörper und Pflastersteine flogen, sechs Polizisten wurden verletzt, ein Feuerwerksgeschäft wurde geplündert. Die Polizei musste mit Wasserwerfern und Tränengas eingreifen, um eine Eskalation in Richtung Synagoge und Botschaften zu verhindern. Die jüdische Gemeinde spricht von einer ernsten Bedrohungslage – zu Recht.

Radikale Verharmlosung von Gewalt und Terrorismus

Der Aufruf zur nicht genehmigten Demonstration in Bern wurde auch von der linksextremen Gruppierung «Organisiert Handeln» mitgetragen. In einem Text zur sogenannten «Gewaltfrage» bekennt sich die Gruppierung offen zu Gewalt als legitimer politischer Ausdruck. In dem Dokument wird nicht etwa Gewaltlosigkeit als zivilisatorischer Fortschritt gewürdigt, sondern als naive Kindergarten-Moral abgetan. Stattdessen wird offen Verständnis geäussert für die Mordaktionen der RAF, deren Mitglieder als «Persönlichkeiten» geadelt werden. Polizisten, Staatsanwälte, Bankiers – sie alle erscheinen in diesem Weltbild als «legitime Ziele» des bewaffneten Kampfes. Wie im Fall von Hamas und Israel, werden Opfer zu Täter erklärt und Täter zu Idolen.

SP Funktionärin mittendrin

Inmitten dieser giftigen Mischung aus RAF-Terror-Verherrlichung, Israelhass, Antizionismus, Gewalt und Einschüchterung taucht ein Name auf: Vera Çelik. Frau Çelik ist nicht nur im Vorstand der SP Zürich 11 und im Zentralsekretariat der JUSO Schweiz, sondern seit wenigen Tagen auch im Vorstand der «SP Migrant:innen» Schweiz. Çelik rief öffentlich zur Teilnahme an genau dieser Demonstration auf.

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Foto Screenshot Instagram (Der Post wurde in der Zwischenzeit gelöscht, Anm.d.Red)

Audiatur-Online hat Frau Vera Çelik am Montag schriftlich um eine Stellungnahme gebeten zu ihrem Aufruf zur unbewilligten Demonstration in Bern, den gewaltsamen Ausschreitungen und dem geplanten Marsch zu Synagoge und Botschaften, sowie der Frage, ob ein solches Verhalten mit ihren SP-Parteifunktionen vereinbar sei. Bis um 17:00 Uhr blieb jede Antwort aus – auch von der Geschäftsleitung der «SP Migrant:innen» und der SP Schweiz.

Dieses Schweigen ist bezeichnend. Wer zu einer rechtswidrigen und antisemitisch aufgeladenen Demonstration mobilisiert, muss auch öffentlich Verantwortung übernehmen. Stattdessen: Funkstille – ein weiteres Signal, dass in Teilen der SP Gewaltverharmlosung und die Bedrohung jüdischen Lebens in der Schweiz offenbar kein politisches Problem darstellen.

Dabei ist das kein Einzelfall. Die SP Liste ist lang. Der Fall Çelik ist nur das nächste Kapitel einer langen Geschichte gezielter Feindseligkeit gegenüber dem jüdischen Staat.

Solange solche Israel-Feindlichkeit in der Partei nicht nur geduldet, sondern durch offizielle Spitzen-Funktionäre sogar mitgetragen wird, macht sich die SP mitschuldig und ist Teil des Problems – nicht der Lösung.

4 Kommentare

  1. Auch in den Niederlanden steht die SP hinter Judenfeindschaft. Vor Jahren schon wurde bei einer Demo ein Banner mitgeführt mit dem Text : „“Hamas ,Hamas , Juden am Gas““.
    Die Polizei stand dabei und guckte zu, „‚hat aber nichts gesehen „“, hieß es später in der Pressekonferenz.
    In ihrer Rede vor dem Parlament zu Wien am 3. Mai 2024, hat auch Frau Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel dieses Ereignis sogar erwähnt. Ihre Rede anlässlich des Pogroms vom 7. Oktober 2023, ist so pur und fakten basiert , so eindrucksvoll, sehr wert um weiter zu verbreiten. Hier der link :

    https://www.youtube.com/watch?v=DIWL7pWuEHA

    Ihr neuestes Buch, eine wissenschaftliche Untersuchung, mit dem Titel :
    „“Judenhass im Internet – Antisemitismus als kulturelle Konstante und kollektives Gefühl““
    wird zur Zeit ins Niederländische übersetzt.

    Die mainstream Medien in Hollland ( ‚Hilversum‘ ) behandeln die HaMaS , Harakat al Muqawamah al Islamyiah , mit allen Egards wie als wenn es eine Befreiung- und Friedensbewegung wäre.

  2. Israel des Völkermords zu beschuldigen, verweigert Israelis/Juden grundlegende Menschenrechte gemäß den Helsinki-Deklarationen. Völkermord erfordert Vorsatz; Israel plante vor dem Hamas-Angriff am 7.10.2023 keinen Gazaeinsatz. Behauptungen, Israel wolle Gaza zerstören, sind haltlos, auch – Krieg zielt auf Feindbesiegung. Solange Hamas Geiseln festhält, Israels Existenz leugnet und weitere Massaker plant, sind solche Vorwürfe eine Verleugnung israelischer Rechte und rassistisch. Politiker, die Israels Handeln nicht verstehen, wirken unkundig oder einseitig.

  3. Ich drücke jeden Tag Israel die Daumen mehr gibt es zu diesen linken Verirrten nicht zu sagen!!!

  4. Das sind Rassisten höchsten Grades- verlogen!!! wie kann die SP, der Staat solches tolerieren, wo er doch sonst an jeder Ecke nach Möglichkeiten sucht, etwas als rassistische Aussage zu beurteilen. Allen vorn unsere rot grüne Stadt Präsidentin und Co.

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