Hannah Einhaus SP-Austritt: «Schalom, streikt ohne mich»

17
Dr. Hannah Einhaus. Foto © Worthaus / www.worthaus.ch
Dr. Hannah Einhaus. Foto © Worthaus / www.worthaus.ch
Lesezeit: 6 Minuten

Die Journalistin, Historikerin und Autorin Dr. Hannah Einhaus ist eine der prominentesten jüdischen Stimmen der Schweiz. Sei es bei den «Sternstunden» von SRF, als Essayistin und Kommentatorin bei der NZZ, als Präsidentin der Christlich-jüdischen Arbeitsgemeinschaft Bern, oder als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe, die einen offiziellen Gedenkort des Bundes für NS-Opfer fordert, Einhaus’ Wort hat Gewicht. Warum die bekennende Feministin und ehemalige Frauensekretärin der Sozialdemokratischen Partei (SP) der Stadt Bern nach 27 Jahren ihren Austritt aus der SP gibt, lesen Sie exklusiv auf Audiatur-Online:

Liebe Präsident*innen der SP Schweiz, SP Kanton Bern und SP Stadt Bern, Liebe Präsidentinnen der SP Frauen Schweiz und Kanton Bern, Liebe SP-Frauen in Nationalrat, Ständerat, Grossrat Bern und Stadt Bern

Im Mai 1997 bin ich in diese Partei eingetreten, und zwar als Frauensekretärin der SP Stadt Bern. Nächsten Freitag ist Schluss. Per 14. Juni 2024 habe ich meinen Parteiaustritt eingereicht.

Als Feministin dreht es mir den Magen um, wie Gewalt an Frauen und Mädchen in unseren Reihen seit dem 7. Oktober ignoriert oder gar geleugnet wird, sobald die Opfer als Jüdinnen wahrgenommen werden: #Metoo Unless You Are A Jew… Unter solchen Vorzeichen ist der «feministische Streiktag» mit seiner Parole «Ni Una Menos» (nicht eine weniger) am 14. Juni 2024 nur noch reine Selbstbeweihräucherung.

Ich stelle fest: Diese Partei…

… schweigt und schaut weg bei Gewalt an Jüdinnen und Juden.

… fordert überall Inklusion, doch Juden / der jüdische Staat bleiben aussen vor (u.a. Boykott).

… solidarisiert sich mit radikalreligiösen Terroristen und ihrer demokratiefeindlichen Ideologie.

… realisiert nicht, dass Antisemitismus ein frühes Alarmzeichen ist für eine derodierende Rechtsstaatlichkeit.

Falls es noch gemässigte, differenzierte und liberale Stimmen in dieser Partei gibt:

Ich höre sie derzeit nicht.

Seit dem 7. Oktober realisiere ich: Die SP nennt sich «Partei für alle», fordert und fördert Inklusion – doch nur bei Nichtjuden. Statt Judenhass in all seinen vielschichtigen Formen gleichermassen zu bekämpfen wie Rassismus, hilft diese Partei mit, über Israel-Bashing, BDS-/Boykott-Support (z.B. Wermuth 2017) und verkappte Hamas-Unterstützung (u.a. Carlo Sommaruga, Fabian Molina & NR-/SP- Fraktionen) Israels Existenzrecht zu delegitimieren und damit die postmoderne Form des Judenhasses zu schüren.

Der SP Ständerat Carlo Sommaruga (SP Genf), setzte sich 2014 für die Freilassung von Khalida Jarrar ein, eine Vertreterin der Terrororganisation PFLP. Foto Facebook-Konto Carlo Sommaruga, öffentlich zugänglich.
Der SP Ständerat Carlo Sommaruga (SP Genf), setzte sich 2014 für die Freilassung von Khalida Jarrar ein, eine Vertreterin der Terrororganisation PFLP. Foto Facebook-Konto Carlo Sommaruga, öffentlich zugänglich.

«Wer Hass und Hetze zulässt, ist ein Totengräber der Demokratie», sagte 1966 der Berner Anwalt und SIG-Präsident Georges Brunschvig anlässlich 100 Jahre Gleichberechtigung der jüdischen Bürger in der Schweiz.  Was  wir  heute  auf  Strassen  und  an  Mikrofonen  hören  und  in  den  sozialen  Netzwerken  und Pamphleten lesen über «Kindermörder», «Genozid» oder «Blutrache», sind nichts anderes als altneue Vorurteile  und  mittelalterliche  Judenhetze.  Wo  bleibt  die  Aufklärung?  Wer  Hetze  zulässt,  legitimiert Gewalt. Gewalt am «anderen», Ausschluss, Diskrimierung, Leugnung bis hin zur Vernichtung. Da ist das Gegenteil von Gleichberechtigung, Respekt, Menschlichkeit und Rechtsstaatlichkeit.

Zur Erinnerung: Am 7. Oktober 2023 begingen die Hamas und weitere Gruppen aus Gaza in Israel ein Massaker  mit  genozidalem  Charakter.  1200  Frauen,  Männer,  Kinder  und  Babys  zwischen  wenigen Monaten und 95 Jahren wurden brutal ermordet, Juden, Muslime, Beduinen, Buddhisten verschiedener Nationalitäten (Israel ist eine pluralistische Gesellschaft). Viele Frauen und Mädchen wurden zuvor vergewaltigt, ihre Leichen wiesen Becken- und Beinbrüche auf. Ziel waren Zivilisten. Babys wurden geköpft und bei lebendigem Leib vor den Augen ihrer Eltern und Geschwister verbrannt. Alte Menschen hatten Auschwitz überlebt, aber nicht den 7. Oktober 2023… Dazu entführten die Hamas 239 Menschen als Geiseln nach Gaza, davon weiterhin etwa 100 bis heute in Gefangenschaft. Dabei handelte es sich um das grösste Massaker an Juden seit dem Holocaust, minutiös geplant und ausgerichtet nach dem Ziel eines judenfreien Palästinas (vom Fluss bis zum Meer), schwarz auf weiss formuliert in der Charta der Hamas, mit Anlehnungen an Hitlers «Mein Kampf». Aber Berner Linke und Flintas schauen nicht nur weg und schweigen, sondern einige negieren und leugnen diese massive Gewalt und solidarisieren sich kopflos mit der islamistischen, frauenfeindlichen Terrororganisation, bei der Schwule den Tag nicht überleben, an dem sie sich outen würden…

Fabian Molina. Foto fabianmolina.ch
Fabian Molina. Foto fabianmolina.ch

Solidarität mit Israel und seiner demokratischen Gesellschaft sowie Mitgefühl mit den Hinterbliebenen in den sozialistischen Dörfern (Kibbuzim) stehen in keinem Widerspruch zur Solidarität mit der Bevölkerung in Gaza. Die Terrormiliz Hamas missbraucht auch ihre eigene Bevölkerung als Schutzschilder und verbarrikadiert sich militärisch in (Unwra-)Schulen und Spitälern. Jahrelang gingen internationale Hilfsgüter und Baumaterial und Gelder direkt in den Bau der Tunnelsysteme und Raketen, mit denen die Hamas (und Iran) gegen Israel operierten. Die Uno, die UNWRA, das IKRK, sie alle wussten davon und schwiegen. Wer es in Genf wissen wollte, konnte es erfahren (oder eben, wie geschehen, verdrängen und wegschauen).

Nein, Solidarität mit Israel wäre kein Widerspruch zum Mitgefühl mit den palästinensischen Zivilisten in Gaza, doch ich nehme keine solchen Stimmen in der Partei wahr.

Vielmehr bleibt die SP bei ihrer «Befreiungs»-Romantik der Palästinenser. Die Fraktion hat im Nationalrat zwar vor wenigen Tagen dem Hamas-Verbot zugestimmt. Sie war aber jene Partei, die mit Spezialregeln für «Genf» (IKRK etc) zahlreiche Lockerungen einbauen wollte. Liebe Noch- Genossinnen: So wird aus jeder Mauer ein Emmentaler Käse!

Mit (Schlupf-) Löchern schützt man sich nicht vor dem Terror. Hört auf!

Die SP muss auch den Schalter bei der UNWRA kippen inkl. ihrem Schweizer Chef. Diese Spezialkonstruktion von Flüchtlingshilfswerk hat ihre Funktion als Terrorbasisstation in Gaza mehr-fach unter Beweis gestellt. Soeben entpuppte sich erneut eine UNWRA-Schule als Militärbasis der Hamas. Seit Jahrzehnten trägt das Uno-Hilfswerk mit Schweizer Unterstützung dazu bei, dass palä-stinensische Kinder schon von klein auf in Schulbüchern Juden als «Monster» kennenlernen. Einer von ihnen, vielleicht 19-, 20-jährig, fuhr am 7. Oktober mit der Hamas in einen der Kibbuzim, morde-te, vergewaltigte, schnappte sich das Handy eines Opfers, rief zuhause an und sagte: «Mama, sei stolz auf deinen Sohn, ich habe heute zehn Juden getötet.» Solche Hirnwäsche beginnt von klein auf.

Auch hier: Hört auf, ein durch und durch morsches Hilfswerk zu unterstützen!

Noch vor wenigen Jahren waren die Stimmen in dieser Partei vielfältiger, diverser, auch in Bezug auf den Nahostkonflikt. Inzwischen zweifle ich an der Kraft der SP, sich den demokratiefeindlichen Tendenzen innerhalb der Partei zu widersetzen.

Wann werden SP und SP-Frauen die demokratischen (Frauen-)Bewegungen im Iran mit all ihrer Kraft unterstützen – statt den Mullahs zum Jahrestag ihrer Machtergreifung zu gratulieren!. Wo sind die gemässigten, differenzierten Positionen, die es zweifellos gibt, vielleicht sogar die Mehrheit ausmachen? Warum überlassen sie mit ihrem Schweigen die Bühne den Antidemokraten?

Und: Wenn sich die SP heute mit den Juden desolidarisiert, mit wem dann morgen? Wenn diese Partei  dazu  beiträgt,  dass  Extremismus,  Diskriminierung  und  Gewalt  sich  ausbreiten  können,  werden schon bald auch die Fundamente der lang erkämpften Frauenrechte bröckeln. Und noch viel schneller werden die Errungenschaften für Queers verschwinden. Wenn Ihr wissen wollt, wie es den Frauen und den Queers morgen geht, schaut, wie es den Juden heute geht.

Also dann, Schalom, streikt ohne mich.

Mit feministischen Grüssen
Hannah Einhaus

https://www.worthaus.ch/spezialgebiete/biografie-brunschvig
https://www.worthaus.ch/hannah-einhaus

17 Kommentare

  1. Hannah Einhaus scheint einseitig und auch falsch informiert zu sein. und sie blendet aus, was ihr nicht genehm ist.
    Die Ereignisse vom 7. Oktober waren schrecklich. Verschiedene Aussagen dazu mussten jedoch zurückgenommen werden, da sie nicht der Realität entsprachen.
    Wie kann man immer wieder von den palästinensischen Schutzschildern sprechen, die von der Hamas genommen werden ohne die Plästinenser zu erwähnen, die von den Israelis als Schutzschilder missbraucht werden.
    So schlimm der 7. Oktober war, das Leid hat nicht an diesem Tag angefangen! Aber zur Ermordung, Vertreibung und Beraubung der Palästinenser während Jahrzehnten schweigt sie.

  2. Vor ca. 20 Jahren habe ich den Verantwortlichen in Bern angerufen, der damals CHF 80 Mio für die UNRWA freigegeben hatte. Ich sagte ihm, dass dieses Geld Terroristen zugute kommt und er sich, statt diese mit unseren Steuergeldern zu unterstützen, er sich besser darum kümmern sollte, die palästinensischen Bücher und Schulen zu korrigieren, die nur Hass und Mord lehren. Er hatte nur Sarkasmus für mich übrig. Ja, liebe Steuerzahler, wir haben dank diesen Spendengeldern Blut an unseren Händen. Blut von über 1’200 unschuldigen (linken) Israelis und hunderten Soldaten (Angehörige aller Religionen übrigens). Und auch wir werden unseren 7. Oktober kriegen. Weil die CH & Europa vor der (grausamen) Realität die Augen verschliessen.

  3. Liebe Frau Einhand,
    Meine größte Hochachtung für ihr langes Durchhaltevermögen und ihre enorme Leidensfähigkeit, auch angesichts der Nichtreaktion ihrer Spitzen”genossinnen” auf ihr aufrüttelndes Schreiben. Zwei von 80, das ist wahrlich bitter!
    Vielleicht ist es ihnen ein kleiner Trost, daß vor fast 60 Jahren Jean Amery schon die gleiche Erfahrung mit einer antisemitischen Pseudolinken machen musste. Er nannte sie sarkastisch die “ehrenhaften Antisemiten”. Sie sind die Antisemiten des guten Gewissens, da sie sich selbst nicht als Judenfeinde verstehen, sondern als heroische Kämpfer gegen den teuflischen Zionismus.
    Derart rationalisierend jeder Impulskontrolle ledig, lassen sie ihrem antijüdischen Ressentiment im typisch aggressiv-empörten Tonfall eines Herrn Molina freien Lauf. Kein noch so ungeheures Pogrom an jüdischen Menschen kann sie dann davon abhalten sofort ein entrüstetes “…ja, aber” in die veröffentlichte Wahrnehmung zu plakatieren. Noch die infamste Lüge wird ihnen zu Opfer-Täter umkehrenden Wahrheit. Wahn und bigotter Zorn fordern und rechtfertigen jedewede Gewalt. Der zu Liquidation bereite Antisemitismus aber drängt notwendig zur Praxis, selbst oder gerade auch am Schreibtisch.
    Eben deshalb, liebe Frau Einhand, bleiben sie sich unbedingt treu.
    Ich kann ihren Schmerz nachempfinden, leider aber durch teilen nicht halbieren. Um so mehr wünsche ich ihnen weiterhin viel Kraft und trotz allem die nötige Zuversicht und Lebensfreude.
    Mit herzlichsten Grüssen aus dem Muotathal
    Gerhard Spisla

  4. Die linken Parteien zusammen mit den Grünen sind dort angekommen wo es kaum noch eine Steigerung gibt in der Ablehnung des jüdischen Staates insgesamt. Noch schlimmer, sie sind zum Sprachrohr islamistischer Terrororganisationen wie der Hamas geworden. Was man kaum für möglich gehalten hätte ist eingetroffen. Nach dem grössten Massaker an Juden in Israel solidarisiert man sich zusehends mit den Tätern und verurteilt die einzige Demokratie in Nahost, wo über 1 Million israelische Araber zusammen mit Juden ein gutes Leben führen. Anstatt die gemässigten Stimmen unter den Palästinensern zu unterstützen schreit man lieber mit denen mit, welche ein Palästina ” from the river to the sea” fordern. Ein wahrlich begrüssenswerter und nachvollziehbarer Entscheid eine solche Partei zu verlassen.

  5. Danke für die vielen positiven Rückmeldungen! Einfach als Zwischenbilanz: den Brief mailte auch direkt an ca. 80 SP-Politiker:innen, darunter die Partei- und die Frauenpräsidien der SP Schweiz und SP Kanton/Stadt Bern PLUS alle SP-Parlamentarierinnen in National- und Ständerat, und im Berner Stadt- und Kantonsparlament.
    Lediglich zwei haben sich bisher die Mühe genommen und mir mit einigen freundlichen Zeilen geantwortet. Zwei Anständige unter 80 SP-Leuten…

  6. Liebe Frau Einhaus
    Ich habe Ihre Stellungnahme in Auditor aufmerksam gelesen. Als der SP sehr nahestehende Jüdin, aktiv in der israelitischen Gemeinde Basel (u. a auch im interreligiösen Dialog ) mit einigen nichtjüdischen und jüdischen SPMitgliedern freundschaftlich verbandelt , teile ich einige Ihrer Analysen, aber eben nur Einige.
    Sie sagen, sie hören keine gemässigten, liberalen und differenzierten Stimmen mehr.. in der SP. Vielleicht ist das in Bern so, oder in ihrem persönlichen Umfeld.
    Ich höre zum Glück viele solche differenzierte Stimmen im Umfeld der SP und zwar sind das auch bekannte Stimmen in der Politik. Nicht alle heissen Sommaruga und Molina. Kennen Sie unsere Basler SP Regierungsrätin Soland oder die Basler Nationalrätin Sarah Wyss? Um nur zwei zu nennen, die öffentlich „ zu uns stehen“ sogar bei den Jusos treffe ich solche Menschen.. und erinnern Sie sich nicht an den Aufruf zu einer Resolution gegen Antisemitismus, den Cedric Wermuth unmittelbar nach dem 7. Oktober gemacht gestartet hat?
    Ich gestehe Ihnen zu, es ist manchmal schwierig mit der SP und in gewissen Punkten hat die SP Probleme.
    Aber Ihr Entscheid nun mit einem medienwirksamen Text Ihre Partei zu verlassen, finde ich schlichtweg unkonstruktiv. Sie Sind in die Falle des Schwarz- Weiss Diskurses geraten. Gerade als gebildete und bekannte öffentliche Person würde es doch auch an Ihnen liegen die Gespräche mit den Genossinen und Genossen weiterzuführen. Und vielleicht differenzierte Informationen zu vermitteln . Vielleicht haben Sie das getan und sind nun etwas müde.
    Aber ich bitte Sie machen Sie aus Ihrem SP Austritt kein SP bashing, mit Schwarz-Weissmalerei! geben Sie allen differenziert denkenden Menschen in und um die SP die Chance mit uns Schweizer Jüdinnen u Juden im Gespräch zu bleiben. Als gebildete Jüdin und bekannte Perönlichkeit wären Sie eigentlich prädestiniert gewesen, dies weiter zu tun.

    Deshalb bedaure ich Ihren Austritt aus der SP sehr.

    Ich bin keine öffentliche Person, aber ich bin in einem Hause gross geworden, wo es selbstverständlich war, dass Zionismus und Sozialdemokratie zusammengehören . Und wenn wir jetzt auch in einer anderen Zeit leben, bin ich nicht bereit diese Gedanken aufzugeben. Schade, dass Sie diese Hoffnung aufgegeben haben.

  7. Ich schliesse mich den Dankesreden an….obwohl dieser Austritt ein wenig (nicht zu) spät kommt. Mein Onkel, der als Jurist alles der SP zu verdanken hatte, hat diesen Schritt schon vor über dreissig Jahren gemacht. Und vergessen sollten wir nicht den islamistischen Judenhass. Er ist genauso virulent.

  8. Liebe Frau Einhaus
    Eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Gräueln vor, während und nach der Staatsgründung Israels wäre auch für Sie angebracht. Selbst Hannah Arendt hatte kein Verständnis für die vergleichbaren „Hamas-Methoden“ von damals. Dies bedeutet nicht Zustimmung zur Hamas von heute und zur menschenverachtenden Israel-Politik.

  9. Die Trägheit der Masse und die typische Höflichkeit oder Reserviertheit der Schweizer könnte eine Erklärung dafür sein, dass was schon sehr lange klar ersichtlich war erst jetzt von einer solch gewichtigen Stimme so direkt gesagt wird. Bezüglich UNWRA hat es BR Cassis einmal vor Jahren versucht und wurde, vor allem von der SP, heftig kritisiert und diesbezüglich mundtot gemacht. Dass die verschiedenen öffentlichen und von den Medien breite Streuung gewährten pro-Terror, anti-Demokratie, und anti-semitische Aktionen noch toleriert werden, lässt mir wenig Hoffnung, dass sich etwas ändert.
    Und nun ein Wort zum persönlichen Engagement: Wir Amerikaner schreiben Briefe an unseren lokalen Repräsentanten im Congress um unsere Stimme gehört zu machen. Nebst Abstimmung über ein Thema wäre dies auch ein direkter, wenn vielleicht ungewohnter, Weg als nicht prominente Person Einfluss auf die Politik zu nehmen. Das Anliegen gelangt so über die Grenzen der Gruppe der Gleichgesinnten.

  10. Vielen Dank für Ihren Mut Frau Einhaus. Es war die richtige Entscheidung. Antisemitismus, Rassismus und die Idee, dass man den demokratische Staat Israel “Entkolonialisieren” (Vernichten) soll, was zu riesigem menschlichen Leid führt, sind allesamt menschenverachtende faschistoide Überzeugungen, die ich gerade deshalb nicht gutheissen kann, weil ich an linken humanistischen Idealen festhalten möchte, selbst dann wenn ich als unangenehme Konsequenz daraus als Linker nicht mehr links wählen kann!

  11. Gratuliere, das wollte ich endlich von Politikvertretern hören, dachte schon, es gibt niemand mehr, der klaren Kopf bewahrt! DANKE, Sie sprechen mir aus dem ♥️en!

  12. Ich kann die Gründe und die Enttäuschung von Dr. Einhaus sehr gut nachvollziehen. Gleichzeitig bewundere ich sie für ihren Mut und ihr konsequentes Verhalten.

  13. Typisches “Gedankengut” der SP: Der Geschichtslehrer meines Sohnes lehrte in Biel seine Schüler, das Hamas eine “Befreiungsorganisation” wäre. Die Organisation, die die Eltern meines Freundes und seine Grossmutter brutal ermordet haben.
    Die linken Parteien haben sich gegen die Juden und Israelis seit vielen Jahren aktiv engagiert. Die linken Parteien tragen eine Mitschuld an den Verbrechen der Hamas und dem Krieg, der als Folge der Verbrechen ausbrach. Europaweit kommt es zum Rechtsrutsch, weil es den Menschen reicht, für dumm verkauft zu werden.
    Vielen Dank, Frau Einhaus, für Ihren Austritt aus dieser verlogenen Partei und den Beitrag.

  14. Hannah Einhaus bringt es auf den Punkt! Es wäre wünschenswert, wenn dieser Text nicht nur bei “Audiatur“ erscheinen würde, sondern in allen Medien. Vielleicht würden einige prominente Noch-SP-ler ihrem Beispiel folgen? Schön wäre es, aber vermutlich reines Wunschdenken.

  15. Endlich jemand der ausspricht, was schon lange bekannt ist (wenn mann/frau) will. Mazal-Tov für den mutigen Schritt.

  16. Chapeau Hannah Einhaus, richtig , es braucht aber courage und eine echtes engagement und Idealismus um auf die eigene Karriere zu verzichten und “diesem Pack” die Wahrheit ins Gesicht zu schreien. Gratuliere und schön dass es dich gibt. Mit Grüssen aus Wien!

  17. Liebe Genossin Einhaus,
    lass uns eine neue Partei gründen. Europa Partei oder so. Ist nur ein Arbeitstitel.

    Mit sozialistischen Grüßen aus Berlin

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.