Valentina Leskaj. Foto OSCE Parliamentary Assembly from Copenhagen, Denmark, 12 November 2016, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54681887
Valentina Leskaj. Foto OSCE Parliamentary Assembly from Copenhagen, Denmark, 12 November 2016, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54681887
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Die ehemalige albanische Regierungsministerin Valentina Leskaj ist dem Beirat der Bewegung Combat Anti-Semitism Movement (CAM) beigetreten. Sie ist das erste muslimische Mitglied des Beirats und schliesst sich somit einer Gruppe von Beiräten an, die der Organisation helfen, den Kampf gegen den Antisemitismus in der ganzen Welt voranzutreiben.

Valentina Leskaj ist eine albanische Politikerin und Mitglied der Sozialistischen Partei Albaniens. Von 2002 bis 2017 war sie Mitglied des albanischen Parlaments. Sie war Ministerin für Arbeit und Soziales, stellvertretende Parlamentspräsidentin und Vizepräsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.

Von 2013-17 war sie Präsidentin der albanisch – israelischen Freundschaftsgruppe im albanischen Parlament und Leiterin der Delegation des albanischen Parlaments im Europarat.

Sie war auch im akademischen und zivilgesellschaftlichen Bereich aktiv und setzte sich für Gleichberechtigung und Menschenrechte ein. Sie ist Autorin von Publikationen zu Politik, Menschenrechten, Bevölkerungs- und Entwicklungsfragen.

Leskaj schliesst sich dem Vorsitzenden der Jewish Agency, Isaac Herzog, dem ehemaligen US-Senator Joe Lieberman, dem Menschenrechtsaktivisten Natan Sharansky, dem Frankfurter Oberbürgermeister Uwe Becker, den britischen Lords John Mann und Eric Pickles sowie der Harvard-Akademikerin Dr. Ruth Wisse an.

Leskaj erklärte am Montag, dass „die Krankheit Antisemitismus in Ländern auf der ganzen Welt immer mehr an Brisanz gewinnt. Antisemitismus ist nicht nur eine Gefahr für Juden und jüdische Gemeinden. Er ist eine Bedrohung für jede anständige Gesellschaft und damit für Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund, Muslime, Christen und darüber hinaus.“

„Deshalb war ich immer entschlossen, gegen die Geissel des Antisemitismus zu kämpfen, wo auch immer sie zu finden ist. Ich freue mich, einen Beitrag zu der wichtigen Arbeit zu leisten, die vom Combat Anti-Semitism Movement geleistet wird, und mich den angesehenen Namen anzuschliessen, die bereits im Beirat der Bewegung vertreten sind“, fügte sie hinzu.

Sacha Roytman-Dratwa, CAM-Direktor, kommentierte, dass Leskaj durch ihren Beitritt zur Organisation „eine entscheidende Botschaft aussendet, dass Antisemitismus ein wichtiges Thema ist, das über die jüdischen Gemeinden hinausgeht, einschliesslich der muslimischen Welt.“

CAM ist eine überparteiliche, globale Bewegung quer durch alle Religionen und Glaubensrichtungen, die sich um das Ziel bemüht, den Antisemitismus in all seinen Formen zu beenden. Seit ihrer Gründung im Februar 2019 haben sich 265 Organisationen und 280.000 Einzelpersonen CAM angeschlossen.

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