Mitglieder von Hamas' Izz ad-Din al-Qassam Brigaden. Foto Rahim Khatib/Flash90
Mitglieder von Hamas' Izz ad-Din al-Qassam Brigaden. Foto Rahim Khatib/Flash90

Umfangreiche Ermittlungen zeigen, dass 150 der 187 während der „Rückkehrmarsch“-Krawalle an der Grenze zwischen Gaza und Israel getöteten Todesopfer, mit der Hamas oder anderen palästinensischen Terrororganisationen verbunden waren.

 

Das Meir Amit Intelligence and Terror Information Center (ITIC) veröffentlichte ein detailliertes Dokument über die Identität derjenigen die während der Grenzaufstände in Gaza getötet wurden. Der Bericht zeigt, dass etwa 80 Prozent der Getöteten Terroristen waren. Darunter  vor allem Hamas-Mitglieder mit 96 Todesfällen.

Diese Ergebnisse stimmen mit früheren Äusserungen von zwei hochrangigen Hamas-Führungskräften im Gazastreifen überein. Salah Bardawil erklärte Anfang Mai 2018, dass 50 der 63 Getöteten, Mitglieder der Hamas waren. Ebenso sagte Yahya Sinwar, der Vorsitzende des politischen Büros der Hamas im Gazastreifen, dass am 14. Mai über 60 Hamas-Aktivisten getötet wurden.

Der Bericht zeigt auf, dass eine grosse Zahl von Todesopfern von terroristischen Organisationen kam und damit die Gewalt nahe der Grenze zu Israel nicht «populär» ist, wie die falsche palästinensische Propaganda vermittelt.

„Das Ganze wird von der Hamas inszeniert und bezieht in erheblichem Masse Akteure des Militärflügels der Hamas oder mit der Hamas verbundene Aktivisten ein“, heisst es im Bericht.

Der Hamas-Vertreter Mushir al Masri und andere Hamas-Beamte während einem „Rückkehrmarsch“ in Gaza an der Grenze zu Israel im April 2018. Foto Facebook

Die Ergebnisse belegen auch, dass die Soldaten der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) „nicht wahllos auf unschuldige Demonstranten schiessen, sondern in den meisten Fällen einzelne Terroristen ins Visier nehmen und treffen“, betont das ITIC.

Eine Aufschlüsselung der Todesfälle nach Zugehörigkeit zu einer Terrorgruppe zeigt, dass 96 Mitglieder der Hamas getötet wurden, 39 Mitglieder der Fatah am Zaun starben, sechs islamische Dschihad-Terroristen, zwei Mitglieder der Demokratischen Front für die Befreiung Palästinas (DFLP) und sechs Mitglieder der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) wurden ebenfalls getötet. Weitere 37 wurden als „unbekannt“ aufgeführt, möglicherweise Zivilisten, die an den gewalttätigen Aktivitäten an der Frontlinie in der Nähe des Zauns beteiligt waren.

In den meisten Fällen sind es Terroristen, die Handgranaten und improvisierte Sprengkörper gegen die IDF-Streitkräfte werfen und es sind diese Personen, die sich dem Sicherheitszaun nähern und versuchen, ihn zu zerstören oder in israelisches Gebiet einzudringen, heisst es im Bericht. Darüber hinaus waren einige der Akteure auch an Versuchen beteiligt, während den Demonstrationen Terroranschläge zu verüben und die vor Ort eingesetzten IDF-Truppen anzugreifen.

Zusammenfassung der Ergebnisse vom 30. März 2018 – 14. Januar 2019. Foto Screenshot ITIC

Auffallend ist hingegen die relativ geringe Zahl von „normalen Zivilisten“ ohne Organisationszugehörigkeit, die bei den Ereignissen des sogenannten Rückkehrmarsches getötet wurden, wenn man bedenkt, dass zwischen 5.000 bis 10.000 Palästinenser wöchentlich an den Ausschreitungen teilnehmen.

Die Angaben zur Anzahl der Todesopfer basieren laut dem ITIC auf Angaben des Gesundheitsministeriums des Gazastreifens. Da das Gesundheitsministerium in der Regel keine Aufschlüsselung der Todesfälle nach ihrer organisatorischen Zugehörigkeit vornimmt, wurden diese Informationen von verschiedenen Websites und sozialen Netzwerken gesammelt.

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