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Die jüngsten Aussagen hochrangiger Vertreter der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) zeigen erneut, wie eng die ideologische und strategische Verflechtung zwischen Fatah und Hamas tatsächlich ist, obwohl sie dem Westen gegenüber das Gegenteil behaupten. In mehreren aktuellen Interviews bezeichnen führende PA-Stimmen die Terrororganisation Hamas offen als integralen Bestandteil des „nationalen Projekts“.

Besonders deutlich wurde Hamada Farana, Mitglied des Palästinensischen Nationalrats und politischer Kommentator, in einem Interview im offiziellen PA-Fernsehen. Für ihn sei jede „militärische“ Aktion der Hamas ein kollektiver Erfolg aller Palästinenser, erklärte er im offiziellen palästinensischen Fernsehen, laut einer Übersetzung von Palestinian Media Watch.

Farana geht noch weiter und erklärt selbst die Verluste der Hamas zu einer „Last des palästinensischen Volkes“, die lediglich die „finale Siegesphase“ verzögerten.

Diese Formulierung bedeutet nichts anderes als eine rückwirkende Legitimation des Massakers vom 7. Oktober. Denn: Wenn „jede Errungenschaft“ der Hamas ein Sieg ist, dann gilt dies auch für ihre blutigsten Terrorakte.

Abbas-Berater: „Unsere Hände sind ausgestreckt zu Hamas“

Nur einen Tag später bekräftigte Mahmoud Abbas’ Berater für religiöse Angelegenheiten, Mahmoud Al-Habbash, öffentlich die gleiche Linie. Trotz offener Differenzen mit Hamas’ Politik sei die Organisation ein unantastbarer Bestandteil der palästinensischen Gesellschaft:

„Wir betrachten Hamas weiterhin als Teil des palästinensischen Volkes, und niemand kann ihr das absprechen. […] Unsere Hände sind ausgestreckt und unsere Herzen offen für eine Annäherung an Hamas.“

Zwar betont Habbash, dass Hamas künftig „keine eigenen Waffen“ oder „eigene Herrschaft“ haben dürfe – gleichzeitig bestätigt er jedoch, dass die PA Hamas politische Betätigung im Rahmen der palästinensischen Strukturen zugestehen will.

Seine Äusserungen machen deutlich: Hamas bleibt für die PA ein unverzichtbarer Machtfaktor.

Warum die PA Hamas nicht loswird: Machtkalkül und Popularität

Laut Itamar Marcus von Palestinian Media Watch sei sich Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas der massiven Popularität der Hamas nach dem 7. Oktober sehr bewusst. Um diese Konkurrenz einzudämmen, verweist die PA inzwischen selbst darauf, „lange vor Hamas Terror gegen Israel eingesetzt zu haben“ – ein bemerkenswertes Eingeständnis. Da die Hamas jedoch bei den Palästinensern überaus beliebt ist und die PA es sich nicht leisten kann, diese Basis zu verprellen, agieren die beiden Bewegungen als Zweckverbündete: Abbas erhält internationale Anerkennung und Finanzmittel, während die Einheit mit der Hamas ihm Legitimität in der Bevölkerung verschafft.

Die Aussagen hochrangiger PA-Vertreter belegen erneut: Die angeblichen „innerpalästinensischen Spaltungen“ zwischen Fatah und Hamas sind weit weniger tief als oft behauptet, so Itamar Marcus. Die PA bleibe– trotz diplomatischer Fassade – ein politischer Akteur, der Terror als legitimes Instrument des „nationalen Widerstands“ betrachtet und Hamas als unverzichtbaren Bestandteil der palästinensischen Machtarchitektur einplant.

Für Itamar Marcus ist deshalb klar, für internationale Entscheidungsträger, die weiterhin auf eine „reformierte“ oder „moderate“ PA setzen, sollten diese Aussagen ein ernstes Warnsignal darstellen.

2 Kommentare

  1. Wer das Jüdische Volk in Frieden lässt, wird selbst auch Frieden haben.

    Und wer Juden angreift, sollte nicht vergessen, dass die Juden sich nicht wie
    lahme Lämmer zur Schlachtbank führen lassen.

    Das geschah auch nicht im Zweiten Weltkrieg, denn wo immer das nur ganz wenig möglich war , kamen sie in Aufstand. Siehe nicht zuletzt der Aufstand in Getto von Warschau.
    Und nein, ich bin kein Jude, habe jedoch die Geschichte des Am Jehudi studiert.
    Von daher weiß ich auch, als Fakt, dass es nie ein sogenanntes ‚Palästinensisches Volk oder einen Staat gegeben hat. Es sei denn, man nennt das Arabische Königreich Jordanien auch Palästinensisch Arabisch. Hat aber 1921 als Emiraat angefangen. . . Mit einem Emir aus dem Hedjaz , Region Khaibar / Medina / Mekka und seine eigene Beduinen Truppe. . .

  2. Wann endlich begreift die Welt, dass Israel Gottes Volk ist und wer Israel segnet, wird gesegnet sein.

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