Ein Israeli getötet und zwei verletzt bei Terroranschlag in Samaria

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Ersthelfer am Schauplatz des Anschlags in der Nähe von Homesh im Samaria am 16. Dezember 2021. Foto Aviya Deutsch/TPS
Ersthelfer am Schauplatz des Anschlags in der Nähe von Homesh im Samaria am 16. Dezember 2021. Foto Aviya Deutsch/TPS
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Bei einem Anschlag in der Nähe der Gemeinde Homesh in Samaria wurden ein Israeli getötet und zwei weitere verletzt. Bei dem Opfer handelt es sich um Yehudah Dimentman, 25, der in Shavei Shomron lebte. Er war Student an der Homesh Jeschiwa und hinterlässt eine Frau und ein einjähriges Kind.

Zwei weitere Juden, Avia Antman und Neria Shlomo Feldman, wurden bei dem Attentat verwundet, einer von ihnen mittelschwer, der andere leicht. Die Sanitäter versuchten, Dimentman wiederzubeleben und forderten einen Hubschrauber an, um ihn ins Krankenhaus zu bringen, doch er erlag seinen Verletzungen. Die übrigen Verwundeten wurden in das Meir-Krankenhaus in Kfar Saba evakuiert.

Laut israelischen Medien, ergaben erste Ermittlungen, dass der Anschlag von zwei Terroristen verübt wurde. Die Sicherheitskräfte verfolgen sie derzeit. Einer der Verwundeten sagte, die beiden hätten am Strassenrand gewartet und dann das Feuer auf ihn und seine Freunde eröffnet. In den letzten Wochen gab es im Verteidigungsministerium mehrere Warnungen vor Terrorgruppen, die Anschläge verüben wollten.

Yehudah Dimentman, 25, lebte Shavei Shomron, war Student an der Homesh Jeschiwa und hinterlässt eine Frau und ein einjähriges Kind.

Der Vorsitzende des Regionalrats von Samaria, Yossi Dagan, reagierte auf den Anschlag gegenüber den Medien mit den Worten: „Die israelische Regierung verliert ihre Entschlossenheit. Eine Reihe von Massnahmen hat den arabischen Terrorismus der Palästinensischen Autonomiebehörde veranlasst, sich zu erheben. Wir, die Siedler in Samaria und mit uns das ganze Volk Israels werden den Terrorismus besiegen, wir werden ihn besiegen.“

Die palästinensischen Terrororganisationen Hamas, Islamischer Dschihad und Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) begrüssten den Anschlag, übernahmen jedoch nicht unmittelbar die Verantwortung dafür.

„Die Hamas segnet diese heldenhafte Operation in Nablus gegen die Besatzungstruppen und die mörderischen Siedler“, sagte Hamas-Sprecher Hazim Qasim. „Diese Operation beweist einmal mehr, dass unser heldenhaftes Volk seinen Kampf fortsetzen wird, bis es die Besatzer vertrieben hat.“

„Die Nablus-Operation stellt eine natürliche Reaktion auf das anhaltende zionistische Verbrechen gegen unser Land und unser palästinensisches Volk dar“, sagte Hamas-Chef Mushir al-Masri, der im Januar 2012 in der Schweiz vom Grünen Ex-Nationalrat Geri Müller und dem damaligen Nationalrat und heutigen Ständerat der Sozialdemokratischen Partei (SP) Carlo Sommaruga empfangen wurde.

Tariq Izz al-Din, ein Sprecher des Islamischen Dschihad im Westjordanland, erklärte, der Anschlag sei „von heldenhaften Widerstandskämpfern aus den Reihen unseres Volkes verübt worden, was eine natürliche Reaktion auf die Verbrechen der Besatzungssoldaten und Siedler war“.

Der ranghohe PFLP-Funktionär Hani al-Thawabta erklärte gegenüber dem offiziellen Hamas-Fernsehen: „Was in der Nähe von Nablus geschehen ist, ist ein Zeichen dafür, dass unser Volk sich der Besatzung nicht beugen wird. Die Botschaft der Städte im Westjordanland ist, dass wir die Besatzung mit der Sprache der Kugeln ansprechen werden.“

Ministerpräsident Naftali Bennett sagte in einer Erklärung, die israelischen Sicherheitskräfte würden die Terroristen, die hinter dem Anschlag steckten, „bald in die Finger bekommen“.

Verteidigungsminister Benny Gantz erklärte, die Sicherheitskräfte seien nach dem Anschlag in höchster Alarmbereitschaft.

In den letzten Wochen kam es vermehrt zu palästinensischen Terroranschlägen, von denen sich allein vier in Jerusalem ereigneten, darunter auch ein tödlicher Terroranschlag mit Schusswaffen, als am 21. November ein Hamas-Attentäter den in Südafrika geborenen israelischen Reiseleiter Eli Kay, 26, niederschoss.

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