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In den letzten fünf Tagen sind insgesamt 877 Raketen in Israel eingeschlagen, davon wurden 307 von Iron Dome abgefangen. Trotz des andauernden Raketenhagels liefert Israel weiterhin Lebensmittel und medizinisches Bedarfsmaterial nach Gaza: allein am Sonntag, den 18. November, wurden 64 LKW-Ladungen Lebensmittel und 16 LKW-Ladungen mit medizinischen Bedarfsmaterial überliefert, zudem wurden 26 Palästinenser aus Gaza zur medizinischen Behandlung nach Israel gebracht.

Die Hamas ihrerseits reagiert auf die Operation Wolkensäule mit Videobotschaften: der militärische Flügel der Hamas, die Al-Qassam Brigaden, haben einige Video-Clips produziert, die sich direkt an die israelische Bevölkerung und gezielt an israelische Soldaten richten. Damit ihre Botschaft auch klar und unmissverständlich bei den Israelis ankommt, ist diese auf Hebräisch gehalten.

Diese Video-Clips wurden vom Hamas-Sender Al-Aqsa TV ausgestrahlt. So heisst es in einem Clip vom 18. November 2012, dass sich an die israelische Zivilbevölkerung richte und diese versucht, einzuschüchtern: „Vom palästinensischen Volk an die Zionisten: Wir haben die Selbstmordattentate vermisst. Erwartet uns bald an Bushaltestellen und in Cafés.“ Al-Aqsa TV (Hamas), 18. November 2012

Weitere Drohbotschaften lauten:Von den Al-Qassam Brigaden an die Zionisten: Schlaft nicht, weil wir vielleicht zu euch kommen.“ Al-Aqsa TV (Hamas), 18. November 2012

Das Bildmaterial der Video-Clips besteht aus Bildern kämpfender Mitglieder der Al-Qassam Brigaden, abgeschossene Raketen und Bildern von israelischen Soldaten. Einige Video-Clips richten sich ausschliesslich an israelische Soldaten: „Von den Al-Qassam Brigaden an die zionistischen Soldaten: Am Rande von Gaza wartet [euer] Grab auf euch.“ Al-Aqsa TV (Hamas), 18. November 2012

Oder: „Zionistische Soldaten: trete vor, Mutiger, so dass du getötet wirst.“ Al-Aqsa TV (Hamas), 18. November 2012

Zudem wird in einem Lied, was sich wohl an die eigene Bevölkerung in Gaza richtet, zu Selbstmordattentaten ermutigt: „Schnall deinen [Sprengstoff] Gürtel an, Mutiger, und verbrenne sie mit Feuer. Lass die Erde erbeben unter jenen, die unser Heim besetzt haben.“ Al-Aqsa TV (Hamas), 15. November 2012

2 KOMMENTARE

  1. Die Operation „Pillar of Defense“ wird nicht nur aus der Luft und vom Mittelmeer aus gesteuert.

    Seit dem Irakkrieg 2003 kennt man den Begriff des „embedded journalist“. Dieser ist in der Regel ein kurz und intensiv ausgebildeter Journalist, der via TV zeitnah und umfassend mitten aus dem Kriegsgeschehen berichtet.

    Jetzt verbreiten erstmals beide Seiten ihre Informationen intensiv über das Internet.

    Das israelische Außenministerium schickt regelmäßige Newsletter http://www.mfa.gov.il/MFA/HumanitarianAid/Palestinians/Humanitarian_situation_Gaza_18-Nov-2012.htm?DisplayMode=print in denen detailliert aufgelistet wird, wie die Versorgung in Gaza sichergestellt ist und begründet auch, warum es in einigen Fällen eben doch zu Engpässen kommt.

    Die IDF ist hervorragend auf der eigenen facebook Seite und auf der eigenen Homepage präsent http://www.idf.il/894-en/Dover.aspx

    Auf israelischer Seite soll mit Hilfe der medialen Präsenz verhindert werden, dass es noch einmal zu einem nahezu irreversiblen Imageverlust kommt. Zu deutlich sind noch die Bilder und Videos der Palästinenser und friedensbewegten Aktivisten in den Köpfen, die lange, bevor Israel offizielle Stellungnahmen veröffentlichte, schon ihre Versionen vom Geschehen auf der Marvi Marmara im Netz hatten.

    Deshalb wurde auch eine Gruppe von Soldaten speziell geschult und mit Videokameras ausgestattet. Diese Soldaten, Mitglieder der kämpfenden Truppen, sollen nun auch live berichten. Geplant ist, dass spätestens 15 Minuten nach einem wesentlichen Vorkommnis, die Videos im Netz erscheinen.

    Ich hoffe allerdings, dass es während dieser Operation keine Videos geben wird. Das würde bedeuten, dass die Waffenstillstandsverhandlungen scheitern und die Bodenoffensive starten würde….

    Wie schaut die Propaganda auf palästinensischer Seite aus?

    Sie setzen ebenfalls auf verstärkte Medienpräsenz. Allerdings gibt es bei ihnen statt objektiver Information Drohvideos gegen die israelische Zivilbevölkerung und gegen die Soldaten der IDF. Sucht man objektive Berichte muss man lange in den arabischen Zeitungen suchen und wird noch lange nicht immer fündig.

    Dort findet man überwiegend Bilder und Berichte über zivile Opfer. Jedes Opfer ist eines zu viel.

    Die Terroristen der Hamas töten Israelis durch ihre Raketen. Sie töten gleichzeitig ihre palästinensischen Mitbürger, weil sie sie als menschliche Schutzschilde missbrauchen und billigend in Kauf nehmen, dass sie beim automatisierten Rückschuss durch Israel getroffen werden.

    Was könnten solche Monster an objektiven Informationen für die Welt zu bieten haben?

    • Zunehmend werden auch Kindern miteinbezogen und das nicht nur als Opferdarstellung. Kinder vor die Kameras als Mediensprecher, die die Welt zum Hilfe anrufen „Lasst uns unsere Kindheit…“ Die Hamas hat einfach keinen Gott möchten man meinen.

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