
Die Option der Besetzung und das Errichten einer Militärverwaltung im Vergleich zu anderen Alternativen zur Beendigung des Krieges.
von Kobi Michael und Yossi Kuperwasser
Israel befindet sich seit fast zwei Jahren im Gaza-Streifen im Krieg. Obwohl die Fähigkeiten der Hamas erheblich geschädigt wurden, konnten die Kriegsziele noch nicht erreicht werden. Die Hamas ist weiterhin sowohl zivil als auch militärisch die herrschende Macht in wesentlichen Teilen des Gazastreifens. Obwohl diese Gebiete geografisch nicht sehr gross sind, liegt ihre Bedeutung in ihrem symbolischen Gewicht und ihrem Status als organisatorische Hochburgen mit hoher Bevölkerungsdichte. So kontrolliert die Hamas beispielsweise das Gebiet von Gaza-Stadt, das westliche Khan Yunis, die zentralen Flüchtlingslager und das Gebiet al-Mawasi, in dem etwa die Hälfte der Bevölkerung des Streifens lebt. Darüber hinaus hat die Hamas die Kontrolle über den Grossteil der humanitären Hilfe, die in den nördlichen Gazastreifen gelangt, an sich gerissen. Militärisch hat sich die Organisation an die neue Realität angepasst und operiert im Modus des Terrors und des Guerillakampfes. Sie hat ihre Fähigkeiten teilweise wiederhergestellt und ihre Reihen mit jungen Rekruten verstärkt. Obwohl es diesen Rekruten an einer angemessenen Ausbildung und Erfahrung mangelt, dienen sie als „Kanonenfutter“ in Guerillakämpfen gegen die IDF und fügen ihnen gelegentlich Verluste zu, darüber hinaus übernehmen sie Polizei- und Strafverfolgungsaufgaben in den von der Hamas kontrollierten Gebieten. Die Bemühungen der Hamas, ihre Fähigkeiten zu erhalten und wiederherzustellen, zielen darauf ab, ihre Bedrohung Israels zu erneuern, dessen Zerstörung nach wie vor die Daseinsberechtigung der Organisation ist.
Auch die zivilen Strukturen der Hamas sind weiterhin intakt. Im nördlichen Gazastreifen übt die Hamas weiterhin ihre Autorität über die Bevölkerung aus, einschliesslich der Hinrichtung von mutmasslichen Kollaborateuren mit Israel oder Plünderern humanitärer Hilfsgüter. Sie kontrolliert nach wie vor die kommunalen Systeme (wenn auch jetzt durch Notstandsausschüsse, die an die Stelle der lokalen Räte getreten sind), verwaltet die Wirtschaft in ihren Gebieten, einschliesslich der Steuererhebung, und behält ihren Einfluss auf die Einrichtungen für humanitäre Hilfe und die Unterkünfte, insbesondere die des UNRWA, in denen viele Vertriebene untergebracht sind, bei. Im südlichen Gazastreifen und in al-Mawasi operiert die Hamas in einigen Gebieten, während ihre Kontrolle in anderen Gebieten geschwächt ist, was vor allem auf den Verlust der Kontrolle über die Verteilung von Hilfsgütern und die zunehmende Aktivität der Abu Shabab-Miliz zurückzuführen ist, der die IDF die Kontrolle über einen Grossteil des Gebiets zwischen Khan Yunis (Morag-Route) und Rafah übertragen hat. In diesen Gebieten versucht die Hamas, die Bemühungen der Gaza Humanitarian Foundation (GHF) um die Verteilung von Nahrungsmitteln durch Einschüchterung zu stören , indem sie die Zivilbevölkerung daran hindert, die Verteilungszentren zu erreichen – auch durch Schüsse – und indem sie lokale Initiativen ins Visier nimmt, die von Israel unterstützt werden.
Auch das Ziel, Bedingungen für die Freilassung aller Geiseln zu schaffen, hat Israel noch nicht erreicht. Trotz der jüngsten israelischen Erfolge bei der Bergung der Leichen einiger Geiseln hält die Hamas immer noch 20 lebende Geiseln und die sterblichen Überreste von 30 weiteren fest. Es ist möglich, dass die Hamas Schwierigkeiten hat, an die Leichen einiger der verstorbenen Geiseln heranzukommen, entweder weil sie von anderen Gruppen festgehalten, ermordet und begraben wurden oder weil diejenigen, die sie begraben haben, nicht mehr am Leben sind und die massive Zerstörung die Landschaft so verändert hat, dass es unmöglich geworden ist, ihre Gräber zu finden.
Parallel dazu setzt die Hamas ihre Bemühungen fort, die öffentliche Wahrnehmung sowohl international als auch innerhalb der israelischen Gesellschaft zu beeinflussen. Ihre Erfolge sind beachtlich. Die Darstellung der Hamas über die Zahl der Opfer im Gazastreifen stellt alle Opfer als Zivilisten dar und beschuldigt Israel des Völkermords, des Aushungerns und der Kriegsverbrechen. Sie verschweigt auch ihre eigene Verantwortung für den Ausbruch und die Fortsetzung des Krieges, insbesondere die Nutzung von Zivilisten als menschliche Schutzschilde und von zivilen und humanitären Einrichtungen für terroristische Zwecke. Dieses Narrativ wird von den internationalen Medien und humanitären Hilfsorganisationen verbreitet und von der politischen Führung übernommen. Unter dem Druck der Medien, der intellektuellen Eliten und ihrer politischen Basis und unter dem Einfluss der „grün-roten“ Bündnisse nehmen diese führenden Politiker eine äusserst kritische Haltung gegenüber Israel ein und drohen sogar mit Boykott und Sanktionen.
Darüber hinaus wird aus Sicht der Hamas die Motivation von US-Präsident Donald Trump und seiner Regierung, durch die Beendigung des Krieges und die Freilassung der Geiseln einen diplomatischen Sieg zu erzielen, als potenzielles Druckmittel gegenüber Israel gesehen, um es zu Flexibilität und Zugeständnissen in den Verhandlungen zu bewegen. Diese Einschätzung hat die Hamas-Führung dazu veranlasst, an ihren Verhandlungspositionen in Bezug auf ein Geiselabkommen, den Ausgang des Krieges und die Zukunft des Gazastreifens festzuhalten, wobei sie die Geiseln als ihr wertvollstes Verhandlungsgut betrachtet. Israel seinerseits bleibt entschlossen, den Krieg nicht zu beenden, bevor nicht alle Geiseln zurückgekehrt sind, die Hamas als militärische und politische Macht vollständig zerschlagen ist, sich die Sicherheitslage im Gazastreifen grundlegend verändert hat, sodass keine wesentliche Bedrohung für Israel mehr besteht – und Israel sich die operative Handlungsfreiheit bewahrt, bei Bedarf jederzeit präventiv gegen aufkommenden Terror vorzugehen, nach einem Modell ähnlich dem in Judäa und Samaria.
Es ist zu beachten, dass die Hamas-Führung Sumud (Standhaftigkeit) als höchsten Wert mit religiöser Bedeutung begreift, der über eine bloss nationale Dimension hinausgeht. Die Organisation ist überzeugt, dass schon das blosse Überleben als dominierende bewaffnete Kraft im Gazastreifen – selbst in geschwächtem und angeschlagenem Zustand – einen Sieg über Israel darstellt. Aus Sicht der Hamas war der Angriff vom 7. Oktober eine gerechtfertigte Aktion, die ihr Ziel der Zerstörung Israels entscheidend vorangebracht, die Palästinafrage wieder ins Zentrum der regionalen und internationalen Agenda gerückt und den Normalisierungsprozess zwischen Israel und den arabischen Staaten gestört hat. Die Rechtfertigung des 7.-Oktober-Angriffs und die Aufrechterhaltung ihrer bewaffneten Präsenz in Gaza sind für die Hamas existentielle Prinzipien, über die kaum zu verhandeln ist. Gelingt es ihr, diese Ziele zu erreichen, würde das nicht nur ihren eigenen Wiederaufbau beflügeln, sondern auch die gesamte von Iran angeführte „Achse des Widerstands“ zusätzlich ermutigen.
Auswirkungen der Lage auf Israels Sicherheitsinteressen
Der einzige Weg, ein Wiedererstarken der Hamas zu verhindern, ist ihre vollständige Zerschlagung als faktisch herrschende Kraft im Gazastreifen – sowohl in militärischer Hinsicht als auch als Regierungsorganisation. Die angebliche Bereitschaft der Hamas, die zivile Kontrolle an die Palästinensische Autonomiebehörde oder ein technokratisches Gremium abzugeben, ist irreführend, solange sie sich weigert, ihre Waffen abzugeben. Solange sie über militärische Fähigkeiten verfügt – selbst wenn diese durch den Krieg erheblich geschwächt wurden – ist davon auszugehen, dass sie ihre Schlagkraft mit iranischer Unterstützung wieder aufbauen wird, getarnt als Wiederaufbauhilfe und durch die ihr gewährte Handlungsfreiheit. Damit könnte die Hamas jede alternative zivile Verwaltungsstruktur im Gazastreifen faktisch kontrollieren.
Ein Beispiel dafür ereignete sich am 12. Juli 2025, als sechs ranghohe Mitglieder von Hamas und Islamischem Dschihad gezielt ausgeschaltet wurden. Sie waren am Wiederaufbau militärischer Kapazitäten beteiligt, die über das für einen Guerillakrieg erforderliche Mass hinausgingen. Diese sechs Personen standen exemplarisch für eine ganze Serie ähnlicher Ausschaltungen im Laufe jenes Monats. Eine Gruppierung, die ernsthaft an einem Waffenstillstand und einem Ende der Feindseligkeiten interessiert ist, würde nicht in den Wiederaufbau erheblicher militärischer Fähigkeiten investieren. Dieses Muster legt nahe, dass Hamas nicht die Absicht hat, auf ihre militärischen Mittel zu verzichten. Dass sie diese Bemühungen selbst unter intensiven Operationen der IDF und unter schwierigen Kampfbedingungen fortsetzt, zeigt, in welchem Ausmass und mit welcher Entschlossenheit sie agieren würde, wenn kein Krieg herrscht und keine israelische Militärpräsenz im Gazastreifen besteht.
Die Bedeutung einer Zerschlagung der Hamas
Die vollständige Zerschlagung der Hamas als effektive Herrschaftsstruktur bedeutet nicht, jeden Anführer und Kämpfer zu eliminieren oder jede einzelne Rakete zu zerstören. Es bedeutet auch nicht, die Ideologie der Hamas auszulöschen oder ihren Einfluss aus den Herzen und Köpfen der Palästinenser zu entfernen. Vielmehr geht es darum, der Hamas die Fähigkeit zu nehmen, als organisierte militärische und administrative Macht im Gazastreifen zu agieren. Das umfasst die Beseitigung ihrer Möglichkeiten, Recht und Ordnung durchzusetzen, kommunale Dienste und zivilstaatliche Strukturen zu betreiben – etwa humanitäre Hilfe zu verwalten und deren Verteilung zu kontrollieren, Steuern zu erheben, Einfluss auf die lokale Wirtschaft zu nehmen (auch in begrenztem Umfang), Angst in der Bevölkerung zu schüren und Kontrolle über den Alltag der Menschen auszuüben.
Was ihre militärischen Fähigkeiten betrifft, so verfügt die Hamas derzeit weiterhin über zwei Brigaden: die Gaza-Brigade und die Khan-Yunis-Brigade. Auch wenn diese Brigaden nicht vollständig funktionsfähig sind, haben sie nach wie vor aktive Kommandanten und erhaltene militärische Strukturen. Die Hamas rekrutiert weiterhin junge Männer, bewaffnet sie und integriert sie in bestehende Einheiten sowie in Terror- und Guerillaoperationen. Zudem ist es ihr gelungen, ihre eigenständige Waffenproduktion wiederherzustellen – unter Nutzung von Überresten nicht explodierter IDF-Bomben sowie von Produktionsstätten und Wissenszentren, die unbeschädigt geblieben sind.
Solange die Hamas nicht als faktische Herrschaftsmacht im Gazastreifen zerschlagen wird – selbst wenn sie geschwächt erscheint –, kann keine tragfähige zivile Alternative entstehen und kein echter Wiederaufbau in der Region beginnen. Eine stabile Sicherheitslage in und um Gaza lässt sich unter diesen Bedingungen ebenso wenig herstellen wie eine dauerhafte Beseitigung der Bedrohungen durch Infiltrationen nach Israel, Raketenbeschuss und die ständige Gefährdung des Lebensalltags der Bewohner des westlichen Negev und darüber hinaus. In der Folge wäre es äusserst schwierig, die Anwohner der Gemeinden an der Grenze zu Gaza davon zu überzeugen, dass es sicher ist, in ihre Häuser zurückzukehren oder dort weiterzuleben.
Strategische Optionen für Israel und deren Vor- und Nachteile
In der Praxis steht Israel vor der Wahl zwischen drei strategischen Optionen, die alle neben dem Nutzen auch erhebliche Kosten mit sich bringen und von denen keine das Erreichen der Kriegsziele vollständig garantiert:
- Verstärkung der aktuellen Strategie, den militärischen Druck auf die Hamas zu erhöhen, um sie dazu zu zwingen, dem von den Vermittlern vorgeschlagenen und von Israel akzeptierten Waffenstillstandsabkommen zuzustimmen. Dazu gehören Massnahmen zur Schwächung der finanziellen Basis der Hamas und ihrer Kontrolle über die Bevölkerung – unter anderem durch die Förderung der Bewegung nach Süden, die Unterstützung bei der Kontrolle von Hilfsverteilungszentren der GHF sowie die Ermöglichung lokaler Initiativen (wie der Abu-Shabab-Miliz in Ost-Rafah), die Hamas in bestimmten Gebieten als Verwaltungsinstanz ablösen sollen.
Das Problem besteht darin, dass unklar ist, ob der verstärkte Druck die Hamas dazu bewegen wird, Israels Forderungen im Rahmen des überarbeiteten Witkoff-Plans zu akzeptieren – einem Abkommen, das die Freilassung etwa der Hälfte der Geiseln im Austausch für Israels Zusage eines zweimonatigen Waffenstillstands, den Rückzug aus dem nördlichen Gazastreifen, die Freilassung zahlreicher Terroristen, darunter hochrangige und hochgefährliche, sowie ernsthafte Verhandlungen über ein Kriegsende vorsieht. Im Rahmen dieses Plans würde der Waffenstillstand so lange verlängert, wie die Verhandlungen andauern, während Israel die Entwaffnung der Hamas und den Abzug ihrer Führung aus dem Gazastreifen fordern würde.
In der Zwischenzeit sieht sich Israel zunehmendem internationalen Druck und schwindender internationaler Unterstützung, auch seitens der USA, ausgesetzt. Vor Ort fordert der Krieg weiterhin einen hohen Blutzoll für die IDF.
Wenn es gelingt, die Hamas im Rahmen eines ausgehandelten Abkommens zu zerschlagen, wäre das der wünschenswerteste Ausgang – da dies sowohl zur Freilassung der Geiseln als auch zur Beendigung des Krieges führen könnte. Der derzeitige Optimismus hinsichtlich eines solchen Abkommens beruht auf der Annahme, dass die schweren Schläge, die die Hamas erlitten hat – der fortschreitende Verlust ihrer Kontrolle über die Bevölkerung, die Schwächung der iranisch geführten Achse des Widerstands sowie die massive Zerstörung unter der Zivilbevölkerung und an der Infrastruktur Gazas – sie dazu bewegen könnten, die von Israel und den USA formulierten Bedingungen für eine Geiselfreilassung und letztlich für ein Kriegsende zu akzeptieren. Sollte die Hamas jedoch weiterhin die Annahme des Abkommens verweigern, wird der zunehmende Druck schliesslich zum Zusammenbruch ihrer militärischen und administrativen Fähigkeiten führen – im Einklang mit den erklärten Kriegszielen –, ohne dabei das Leben der verbliebenen Geiseln wesentlich zu gefährden und möglicherweise sogar deren Freilassung ohne Verhandlungen zu ermöglichen, und zwar ohne dass Israel die Kontrolle über die Bevölkerung Gazas übernimmt oder eine Militärverwaltung errichtet. - Ein Abkommen auf Grundlage der von der Hamas gestellten Bedingungen für die Freilassung aller Geiseln. Diese Option würde ein Ende des Krieges, die vollständige Freilassung aller Geiseln, einen vollständigen israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen, das Verbleiben der Hamas als dominante militärische Kraft im Gebiet sowie die Freilassung zahlreicher weiterer Terroristen aus israelischen Gefängnissen bedeuten. Dieses Szenario findet Unterstützung bei vielen Angehörigen der Geiseln sowie in Teilen der israelischen Öffentlichkeit und des politischen Systems.
Befürworter dieser Option betonen mehrere wesentliche Vorteile. Dazu gehören die Freilassung der Geiseln, die sie als Zeichen der gegenseitigen Verantwortung und des Engagements des Staates für seine Bürger sehen; das Ende des Krieges als Mittel zur Verhinderung weiterer Verluste unter den Soldaten; Entlastung der Armee und der Bevölkerung; Verringerung der direkten und indirekten finanziellen Belastungen durch den Krieg (verlängerter Reservedienst, eingeschränkte Luftoperationen, Schliessung des Hafens von Eilat); sowie die Verbesserung des sich verschlechternden Images Israels im Ausland und die Verringerung der ihrer Ansicht nach unverhältnismässigen Schäden, die Israel der Infrastruktur und der Bevölkerung Gazas zugefügt hat.
Obwohl Befürworter dieser Option einräumen, dass damit nicht alle Kriegsziele erreicht werden, argumentieren sie, dass der Hamas bereits erheblicher Schaden zugefügt wurde und Israels konsequente Sicherheitspolitik – basierend auf Abschreckung und operativer Handlungsfreiheit zur Verhinderung einer Wiederbewaffnung der Hamas – einen weiteren Anschlag nach dem Muster des 7. Oktober wahrscheinlich verhindern wird. Zudem halten sie es für möglich, eine zivile Verwaltungsstruktur zu etablieren, die Hamas ersetzt und sich aus arabischen, palästinensischen und internationalen Akteuren zusammensetzt. Der Wiederaufbau des Gazastreifens könne – unter der Annahme, dass der Plan einer ‚freiwilligen Auswanderung‘ nur in begrenztem Umfang umgesetzt wird – an die Bedingung geknüpft werden, dass die palästinensische Seite künftig auf militärische Aggressionen verzichtet.
Allerdings deutet eine Analyse der aktuellen Kampfsituation, Erkenntnisse aus monatelangen Kriegshandlungen und Verhandlungen sowie die bisherigen Erfahrungen mit der Hamas, ihrer Ideologie und ihren Bemühungen um die Wiederherstellung ihrer zerstörerischen militärischen Fähigkeiten darauf hin, dass die Erwartungen an ein solches Abkommen und an einen derart grundlegenden Kurswechsel der Hamas übertrieben optimistisch sind. Dieser Optimismus steht auch im Widerspruch zur Haltung und zum Verhalten Katars. Katar hat noch keinen maximalen Druck auf die Führung der Hamas ausgeübt, und sein Interesse besteht weiterhin darin, das Überleben der Hamas als bedeutende Kraft im Gazastreifen und in der gesamten palästinensischen Arena zu sichern. Ermutigt durch die Unterstützung Katars hält die Führung der Hamas weiterhin an ihrer harten Verhandlungsposition fest und bereitet sich darauf vor, auch nach dem Krieg ihren Einfluss im Gazastreifen zu behalten.
Selbst wenn ein Abkommen über die Rückkehr aller Geiseln, ein Kriegsende und die Entwaffnung der Hamas erzielt würde, blieben erhebliche Zweifel an der Bereitschaft und Fähigkeit der Hamas, tatsächlich alle Geiseln freizulassen. Die Geiseln sind das wertvollste Faustpfand der Hamas – sie sichern ihr Überleben und dienen als Abschreckung gegen eine umfassende israelische Militäroperation, da man um deren Leben fürchtet. Daher ist nicht zu erwarten, dass die Hamas alle Geiseln schnell freigibt; vielmehr dürfte sie amerikanische Garantien zur Bedingung für die Umsetzung dieser Forderung machen. Und selbst wenn die Hamas zustimmt, könnte sie faktisch nicht in der Lage sein, alle Geiseln zu übergeben. Es ist möglich, dass sich nicht mehr alle Geiseln – insbesondere die bereits Verstorbenen – in ihrem Besitz befinden. (So meldete der Islamische Dschihad am 22. Juli 2025 beispielsweise, man habe den Kontakt zu den Entführern einer Geisel verloren.)
Darüber hinaus geht diese Option nicht auf die berechtigte Sorge ein, dass die Hamas die neue Realität als Sieg und nachträgliche Rechtfertigung für den Angriff vom 7. Oktober darstellen würde – was ihren militärischen Wiederaufbau und das Bestreben nach einem weiteren derartigen Angriff zusätzlich befeuern könnte. Diese Einschätzung steht im Einklang mit den Aussagen ihrer Anführer sowie mit den vorherrschenden Stimmungen in weiten Teilen der palästinensischen Öffentlichkeit, wie sie sich in Umfragen des Palestinian Center for Policy and Survey Research (PSR) unter der Leitung von Dr. Khalil Shikaki seit dem 7. Oktober 2023 zeigen. Diese Erhebungen deuten darauf hin, dass eine relative Mehrheit der Palästinenser den bewaffneten Kampf und weitere Angriffe auf Israelis unterstützt, während sich eine deutliche Mehrheit klar gegen eine Entwaffnung der Hamas ausspricht – selbst im Gegenzug für ein Ende des Krieges.
Befürworter dieser Option sind der Ansicht, dass die Bedrohung durch eine Stärkung der israelischen militärischen Bereitschaft rund um Gaza beherrschbar sei und die Fehler, die zum 7. Oktober geführt haben, künftig vermieden werden könnten. Sollte die Abschreckung dennoch versagen, so argumentieren sie, könne Israel eine weitere Militäroperation gegen die Hamas starten – in der Hoffnung, dass sich dann keine israelischen Geiseln mehr in deren Gewalt befinden. Befürworter dieser Option scheinen jedoch die Schwierigkeiten zu unterschätzen, mit denen Israel bei einer Wiederaufnahme des Krieges konfrontiert wäre, insbesondere angesichts der wahrscheinlichen Präsenz einer arabischen Task Force – möglicherweise unterstützt durch eine internationale Truppe – und der Garantien der USA, da Präsident Trump die Beendigung des Krieges als wesentlich für die Gestaltung einer neuen regionalen Architektur ansieht.
Darüber hinaus ist der Vergleich mit der Durchsetzungspolitik Israels im Libanon nach dem Waffenstillstandsabkommen vom November 2024 aus mehreren Gründen unzulässig. Erstens ist die Hisbollah nicht die souveräne Autorität im Libanon, während die Hamas seit ihrer Machtübernahme den Gazastreifen effektiv regiert. Zweitens war das Ziel des Krieges mit der Hisbollah die erhebliche Schwächung ihrer militärischen Fähigkeiten und nicht der Sturz der Organisation, während in Gaza nach wie vor die vollständige Zerschlagung der Hamas als organisierte militärische und regierende Einheit das Ziel ist. Drittens wurde das Libanon-Abkommen zwischen Israel und der libanesischen Regierung unterzeichnet, die mit amerikanischer und französischer Unterstützung daran arbeitet, die Hisbollah zu entwaffnen und zu schwächen. Schliesslich hat Israel auch ein Nebenabkommen mit den USA, das es ihm ermöglicht, die Wiederbewaffnung der Hisbollah zu verhindern und auf Verstösse zu reagieren, wenn die libanesische Regierung oder das libanesische Militär nicht willens oder nicht in der Lage sind, zu handeln. Im Falle eines Abkommens mit der Hamas hingegen ist es unwahrscheinlich, dass die USA der Hamas Garantien gegen eine Wiederaufnahme der Feindseligkeiten geben und gleichzeitig ein Nebenabkommen mit Israel unterzeichnen könnten, das ihnen ein Vorgehen gegen die Hamas ermöglichen würde. Daher ist davon auszugehen, dass die Hamas eine solche Regelung kategorisch ablehnen würde. - Vollständige Übernahme des Gazastreifens und Errichtung einer temporären Militärverwaltung. Für den Fall, dass Option A scheitert und die Hamas sich weigert, im Rahmen eines Geiselfreilassungs- oder Kriegsbeendigungsabkommens sowohl ihre militärische als auch faktisch ihre zivile Kontrolle über Gaza aufzugeben, vertreten Befürworter dieser Option die Ansicht, dass Israel dem Gazastreifen seine Bedingungen durch eine vorübergehende Besetzung aufzwingen und eine Militärregierung einsetzen sollte, die für einen Zeitraum von etwa zwei Jahren die Bedürfnisse der Bevölkerung verwaltet. Dieses Vorgehen setzt voraus, dass es Israel gelingt, seine regionalen Partner davon zu überzeugen, dass es keinerlei territoriale Ansprüche auf Gaza erhebt und dass es sich verpflichtet, den Aufbau einer zivilen Verwaltungsalternative sowie einen Wiederaufbauprozess zu unterstützen – unter Einbeziehung regionaler Hilfe und der notwendigen internationalen Unterstützung.
Die vorgestellten Verwaltungsalternativen müssen für Israel akzeptabel sein. Es könnte eine Reihe unterschiedlicher Modelle in Betracht gezogen werden, darunter auch Lösungen, die nicht auf einer einzigen Verwaltungsinstanz für den gesamten Gazastreifen beruhen. Denkbar wären beispielsweise lokale Verwaltungslösungen für bestimmte geografische Gebiete oder eine hybride Struktur, die lokale Verwaltung mit einem föderalen Modell kombiniert, das den Gazastreifen als einheitlichen geografischen und spezifischen Raum behandelt. Dazu könnten auch Bemühungen gehören, die Voraussetzungen für eine zumindest teilweise Umsetzung des Trump-Plans zur „freiwilligen Auswanderung“ von Palästinensern aus dem Gazastreifen zu schaffen.
Die Option einer Besetzung und der Errichtung einer Militärverwaltung ist nicht gleichbedeutend mit der Fortsetzung des Krieges. Im Gegenteil: Die Übernahme des Gazastreifens und die Einrichtung einer temporären Militärregierung stellen den Akt der Beendigung des Krieges dar und markieren den Übergang in eine Phase, in der ein alternatives Regierungsmodell zur Hamas aufgebaut und die Voraussetzungen für den Beginn eines Wiederaufbauprozesses im Gazastreifen geschaffen werden. Die Beendigung des aktuellen Krieges bedeutet nicht, dass die Bemühungen zur Terrorismusbekämpfung eingestellt werden, um die Errichtung einer künftigen Terrorinfrastruktur im Gazastreifen zu verhindern. Vielmehr signalisiert sie einen Übergang zu einer anderen Art von Krieg, ähnlich der Situation in Judäa und Samaria.
Strategisch gesehen ist eine Besatzung ohne Militärverwaltung wirkungslos. Eine Militärverwaltung hat zwei Ziele: Sie soll ein Wiedererstarken der Hamas verhindern und die Organisation von der Zivilbevölkerung abkoppeln, die aufgrund ihrer Kontrolle über die humanitäre Hilfe ihre Machtbasis bildet. Das Ziel besteht darin, die Bevölkerung Gazas davon zu überzeugen, dass die Hamas nicht zurückkehren wird, und damit neuen Akteuren die Möglichkeit zu eröffnen, die Verantwortung für die zivile Verwaltung zu übernehmen. Es ist wichtig, die Militärverwaltung von Anfang an als vorübergehendes Militärregime nach internationalem Recht zu konzipieren, dessen Mandat eng definiert ist und sich auf die gesetzlich vorgeschriebenen Verpflichtungen beschränkt. Ihr Zweck würde klar auf die Herstellung einer wirksamen Kontrolle über das Gebiet ausgerichtet sein, was auch die Wahrnehmung bestimmter staatlicher Funktionen umfasst.
Nach unserem Verständnis verpflichtet das Völkerrecht (insbesondere Artikel 55 der Genfer Konventionen) die Militärverwaltung, Wasser, Lebensmittel, Medikamente und Unterkünfte bereitzustellen und dafür zu sorgen, dass die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung nicht schlechter sind als vor der Besetzung. Es verbietet auch die Nutzung lokaler Ressourcen und Infrastrukturen für militärische Zwecke, ausser unter besonderen Umständen. Eine eindeutige Erklärung Israels, in der der vorübergehende Charakter der Militärverwaltung bekräftigt wird, sollte mit einer unmissverständlichen Erklärung einhergehen, dass Israel keine territorialen Ansprüche oder Absichten zur Wiederaufnahme der jüdischen Besiedlung des Gazastreifens hat. Darüber hinaus muss Israel die beiden vorrangigen Ziele der Militärverwaltung betonen: die Verhinderung der Wiederherstellung der Hamas als wirksame Regierungsmacht und die Schaffung der notwendigen Voraussetzungen für eine alternative Regierungsführung und den Beginn des Wiederaufbauprozesses.
Aussagen von Hamas-Führern deuten darauf hin, dass sie bei dem Angriff vom 7. Oktober mit einer starken Reaktion Israels gerechnet und sich darauf vorbereitet hatten, indem sie sich unter der Zivilbevölkerung versteckten und ein ausgedehntes Tunnelnetzwerk aufbauten, um einen langwierigen Guerillakrieg zu führen, während sie die israelischen Aktionen als Kriegsverbrechen darstellten. Die Hamas ging jedoch davon aus, dass Israel aufgrund der hohen Kosten davon absehen würde, die vollständige Kontrolle über den Gazastreifen zu übernehmen. Elli Lieberman liefert in einem Artikel über die Gründe für das Versagen der Warnungen vom 7. Oktober eine ähnliche Erklärung dafür, wie Sinwar und andere Hamas-Führer die zu erwartende Reaktion Israels einschätzten. Die Verwirklichung dieser Annahme – die auch durch das Risiko für die Geiseln gerechtfertigt war – wurde zum Sicherheitsnetz der Hamas, das ihr während des gesamten Krieges die fortgesetzte Kontrolle über das Gebiet und die Bevölkerung – wenn auch in geschwächter Form – sicherte. Die Geiseln, die ursprünglich als Druckmittel dienen sollten, um die übergeordneten Ziele der Hamas voranzutreiben, fungierten auch als Mittel, um Israel davon abzuhalten, den Gazastreifen zu besetzen und die Hamas gewaltsam zu entmachten.
Die Vorteile dieser Option liegen auf der Hand. Sie ist die einzige, die zumindest vorübergehend die Erreichung der Kriegsziele gegen die Hamas ermöglichen könnte: den direkten Zusammenbruch der militärischen und regierungsfähigen Strukturen der Hamas und damit die Beseitigung der Terrorgefahr aus dem Gazastreifen für israelisches Gebiet sowie die Schaffung von Bedingungen, die eine sichere Rückkehr der Bewohner in ihre Häuser in den Gemeinden rund um den Gazastreifen ermöglichen würden. Was die Bedingungen für die Freilassung der Geiseln angeht, so könnten die Operationen der IDF zwar unbeabsichtigte Schäden für die Geiseln verursachen oder die Hamas provozieren, aber sie könnten auch die verbleibenden Führer der Hamas dazu zwingen, die Sinnlosigkeit einer Fortsetzung des Krieges einzusehen und ihrem eigenen Überleben und dem Potenzial für den Wiederaufbau der Organisation ausserhalb des Gazastreifens Vorrang einzuräumen. Es ist zu erwarten, dass die Hamas die Geiseln am Leben hält, da sie ihr wichtigstes Verhandlungsargument sind. Die israelische Kontrolle könnte auch Palästinenser mit relevanten Informationen über die Geiseln dazu ermutigen, sich zu melden, was sie jedoch vermeiden, solange sie nicht davon überzeugt sind, dass Israels Massnahmen die Hamas ihrer Kontrolle über die Bevölkerung berauben werden.
Dennoch müssen auch die Nachteile dieser Option berücksichtigt werden. Erstens mögen die Gegner dieser Option zwar die finanziellen und militärischen Kosten übertreiben – einige sprechen von 40 Milliarden Schekel jährlich und dem Einsatz von vier IDF-Divisionen –, doch dürften die tatsächlichen Zahlen weit darunter liegen. Dennoch ist klar, dass dieser Ansatz neben militärischem Engagement und Ressourcen auch erhebliche und nachhaltige finanzielle Investitionen erfordern würde. Die Belastung für die IDF wäre erheblich, da die Kontrolle eines dicht besiedelten Gebiets den langfristigen Einsatz einer beträchtlichen Streitmacht erfordern würde, selbst wenn diese kleiner wäre als die vorgeschlagenen vier Divisionen. Nach unserer Einschätzung würden zwei Divisionen wahrscheinlich ausreichen, um die Kontrolle über das Gebiet zu erlangen und aufrechtzuerhalten.
Darüber hinaus könnte eine vollständige Übernahme das internationale Ansehen Israels weiter schädigen, sofern sie nicht von der Unterstützung der arabischen Region und den USA begleitet wird. Innenpolitisch könnte sie die Spaltungen innerhalb Israels verschärfen und die Unsicherheit hinsichtlich des Übergangs zu einer zivilen Regierung schüren. Ungeachtet dieser Herausforderungen bliebe Israel in jedem Fall verantwortlich dafür, das Wiedererstarken terroristischer Netzwerke im Gazastreifen zu verhindern.
Entscheidung zwischen den verschiedenen Optionen
Die Entscheidung zwischen den drei Optionen – der Eskalation des Krieges, der Annahme der Bedingungen der Hamas für die Freilassung der Geiseln oder der Verhängung einer Militärverwaltung über den Gazastreifen (jeweils mit unterschiedlichen Zwischenvarianten) – ist schwierig. Keine dieser Optionen garantiert die vollständige Erreichung aller Kriegsziele, und jede ist mit erheblichen Kosten verbunden. Der scheinbare Vorteil der ersten Option besteht darin, dass sie eine schrittweise Annäherung an die Ziele erlaubt, ohne sofort eine endgültige Entscheidung zwischen den beiden anderen Wegen treffen zu müssen. Zudem ermöglicht sie die Aufrechterhaltung der Verständigungen mit der US-Regierung, die auch für andere Konfliktfelder von zentraler Bedeutung sind.
Angesichts der anhaltenden Schwierigkeiten, ein Abkommen mit der Hamas zu erreichen – und der Sorge, dass ein solches Abkommen weder alle Geiseln freibekommt noch die Hamas an der Erholung hindert – muss sichergestellt werden, dass genau diese Risiken vermieden werden. Die Hamas betrachtet den Verlust ihrer Kontrolle über die Bevölkerung als grösste Bedrohung. Ein Abkommen darf diesen Prozess nicht aufhalten. Israel sollte den direkten Druck auf die Hamas verstärken – auch über Katar. Katar hat bislang keinen maximalen Druck ausgeübt, unter anderem weil die USA dies nicht eingefordert haben. Gleichzeitig sollte Israel sich auf alternative Optionen vorbereiten, falls die Verhandlungen scheitern.
Scheitern die Verhandlungen, wäre eine vollständige Übernahme des Gazastreifens unter temporärer Militärverwaltung der logische nächste Schritt. Die IDF und die politische Führung bewegen sich offenbar in diese Richtung. Dieser Schritt sollte jedoch als strategisch geplante Entscheidung erfolgen – nicht als Reaktion auf veränderte Umstände unter wachsendem innen- und aussenpolitischem Druck.
Zwei Alternativen zu diesem Vorschlag stehen im Raum. Die erste sieht vor, etwa 70 % des Gazastreifens unter Militärverwaltung zu stellen und den Rest – vor allem Gaza-Stadt und die zentralen Flüchtlingslager – abzuriegeln. Zivilisten könnten über kontrollierte humanitäre Korridore evakuiert werden, während gezielter militärischer Druck Hamas zur Kapitulation oder Zerschlagung zwingen soll. Die zweite Option ist eine vollständige Besetzung mit einheitlicher Militärverwaltung. Der stufenweise Ansatz bietet Zeit für Anpassung und Organisation und könnte die Abnutzung der IDF verringern – hat aber den Nachteil einer längeren Dauer. Das Militär sollte beide Optionen vorlegen, die politische Führung muss sie im grösseren strategischen Kontext beurteilen – nicht nur unter militärischen Gesichtspunkten.
Die Entscheidung zur vollständigen Übernahme des Gazastreifens würde die Grundlogik der Hamas erschüttern – nämlich, dass Israel dazu nicht bereit sei. Wenn Hamas und die Bevölkerung Gazas erkennen, dass Israel diesen Weg konsequent verfolgt, steigen die Chancen auf ein Abkommen zu deutlich günstigeren Bedingungen für Israel. Auch die Bereitschaft der Zivilbevölkerung zur Zusammenarbeit mit Israel würde zunehmen.
Jede der Optionen ist legitim. Auch gegensätzliche Positionen beruhen auf dem gemeinsamen Ziel, Israels Interessen bestmöglich zu wahren – sie spiegeln lediglich unterschiedliche Bewertungen und Einsichten zur Lage wider. Gerade in diesem entscheidenden Moment muss die Abwägung zwischen den Alternativen auf Fakten und sorgfältiger Analyse beruhen. Die Entscheidungsträger müssen klare, verantwortungsvolle Entscheidungen treffen und zu ihnen stehen – statt sich von Entwicklungen treiben zu lassen, die sie längst hätten verhindern können. Diese Empfehlung gilt für jeden Weg, den die politische Führung letztlich entscheidet. Hauptsache, sie entscheidet sich.
Professor Kobi Michael ist leitender Forscher am Institute for National Security Studies (INSS) und Gastprofessor am International Centre for Policing and Security Studies der University of South Wales in Grossbritannien. Brigadegeneral (a. D.) Yossi Kuperwasser ist Direktor des Jerusalem Institute for Strategy and Security (JISS). Übersetzung Audiatur-Online.
























Sehr klare, präzise und einleuchtende Analyse