Israel errichtet Krankenstation in Syrien zur Versorgung verletzter Drusen

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Der israelische Generalstabschef, Generalleutnant Eyal Zamir, besucht Soldaten in einer Pufferzone entlang der syrischen Grenze am 9. März 2025. Foto: Sprecher der israelischen Streitkräfte.
Der israelische Generalstabschef, Generalleutnant Eyal Zamir, besucht Soldaten in einer Pufferzone entlang der syrischen Grenze am 9. März 2025. Foto: Sprecher der israelischen Streitkräfte.
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Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) haben im Süden Syriens eine mobile Notfallstation eingerichtet, um bei ethnischen Unruhen verletzte drusische Einwohner medizinisch zu versorgen, wie das Militär am Donnerstag bekannt gab.

von Pesach Benson (TPS-IL)

Die Einrichtung in der Nähe des Dorfes Hatzer „ist Teil einer Reihe von Massnahmen, die die IDF zur Unterstützung der syrisch-drusischen Bevölkerung und zur Aufrechterhaltung ihrer Sicherheit ergreift“, erklärte die IDF.

In den letzten Tagen wurden mehrere syrische Drusen in das Ziv Medical Center in der nordisraelischen Stadt Safed gebracht.

Am Montag rief Scheich Muafak Tarif, geistiges Oberhaupt der drusischen Gemeinschaft in Israel, die internationale Gemeinschaft dazu auf, syrische Minderheiten vor radikalen Islamisten zu schützen.

„Nach dem 7. Oktober und nach dem, was die Hisbollah getan hat, kann Israel nicht zulassen, dass extremistische Terrororganisationen an seiner Nordgrenze präsent sind“, sagte Tarif.

Tarif forderte die internationale Gemeinschaft auf, Syrien dabei zu helfen, aus der politischen Sackgasse herauszukommen und eine demokratische Regierung zu bilden, die alle ethnischen Gruppen des Landes einbezieht, was seiner Meinung nach letztendlich zu Frieden mit Israel führen könnte. Er hob die Notlage der Drusen in Syrien hervor und wies darauf hin, dass rund tausend ausländische IS-Kämpfe‘ die Drusen offen als Teil Syriens ablehnen.

Tarif betonte, dass die israelischen Drusen zwar nicht versuchen, sich in die Politik Syriens einzumischen, aber dennoch entschlossen sind, die drusischen Gemeinden zu verteidigen.

Die religiös motivierten Gewalttaten in der Region Damaskus zwischen bewaffneten Islamisten, die mit dem Regime von Präsident Ahmed al-Sharaa in Verbindung stehen, und lokalen Drusen dauern an. Bei den seit über einer Woche andauernden Zusammenstössen sollen mindestens 42 Drusen getötet worden sein. Israel hat am Mittwoch und Freitag Warnschüsse abgegeben, unter anderem in der Nähe des von der Türkei unterstützten Al-Sharaa-Komplexes.

Die 152.000 Mitglieder zählende drusische Gemeinschaft Israels fordert von der Regierung strengere Massnahmen zum Schutz ihrer Glaubensgenossen im Süden Syriens. Rund 40.000 Drusen leben unter israelischem Schutz in den südlichen syrischen Provinzen Quneitra, Da’ara und Sweida. Netanjahu hat die Entmilitarisierung Süd-Syriens gefordert.

Die Drusen führen ihre Abstammung auf die biblische Figur Jitro, den Schwiegervater Moses, zurück. In Israel bekleiden Drusen hohe Ämter im öffentlichen und militärischen Leben, und die Verbindung zwischen jüdischen und drusischen Soldaten wird als „Blutbund“ bezeichnet. Die Drusen sprechen Arabisch, sind aber keine Muslime.

Die in Galiläa und im Karmelgebiet lebenden Drusen stellten sich 1948 während des israelischen Unabhängigkeitskrieges auf die Seite der Juden, entschieden sich für die Integration in die israelische Gesellschaft und etablierten sich in allen Bereichen des öffentlichen Lebens.

Als Israel während des Sechstagekrieges 1967 die Golanhöhen einnahm, lehnten die Golan-Drusen das Angebot der israelischen Staatsbürgerschaft ab, da sie davon ausgingen, dass Syrien die Hochebene zurückerobern würde. Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 hat sich diese Haltung jedoch geändert.

1 Kommentar

  1. Hier von den deutschen israelhassenden Hetzmedien erfährt man nur das Gegenteil, also Hetzlügen.

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