Start Audiatur Exklusiv Drohplakate: Israel-Foodtruck Betreiber im Fadenkreuz linker Hetzer

Drohplakate: Israel-Foodtruck Betreiber im Fadenkreuz linker Hetzer

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Foto zVg
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Lesezeit: 4 Minuten

Als der Unternehmer und Betreiber des Foodtrucks «Abraham’s Food & Drinks» kürzlich aus seinen Ferien in Israel zurückkehrte, fand er an seinem privaten Wohnort bedrohliche Plakate vor. Diese waren am Veloständer angebracht und trugen hetzerische Aussagen wie: «Ja, die Hamas hassen wir sehr. Doch Zionisten hassen wir mehr! Free Palestine.»

von Gerardo Raffa und David Klein

Besonders brisant: Die Plakate wurden offenbar von Mitgliedern oder Sympathisanten des Kommunistischen Jugendverband Schweiz (KJVS) angebracht– einer linksextremen Gruppierung, die auf ihrer Website unter anderem offen zur Unterstützung der palästinensischen Terrororganisation Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) aufruft. Der KJVS ist die Jugendorganisation der 2023 wiedergegründeten marxistisch-leninistisch-maoistischen Kommunistischen Partei der Schweiz (PCS-KPS). Die PCS-KPS agiert im Untergrund und strebt eine «sozialistische Revolution» in der Schweiz als «Teil der Weltrevolution» an. Als herausragendste Beispiele nennt die Partei «die Volkskriege die von marxistisch-leninistisch-maoistischen politischen Parteien» in Anatolien, Burma, Indien, den Philippinen und Rojava geführt werden.

Die gleiche anonym agierende Gruppierung hat in Basel gegen die kantonalen Wahlen, die am 20. Oktober stattfanden, zahlreiche Wahlplakate überklebt: Mit nach unten gerichteten roten Dreiecken auf den Köpfen der posierenden Politiker wurde zum Wahlboykott aufgerufen. Auf den ersten Blick harmlos. Experten aber sehen im Zeichen eine Verbindung zur palästinensischen Terrororganisation Hamas. Die Hamas nutze das Symbol seit Oktober 2023, um «Drohungen auszusprechen oder potenzielle Anschlagsorte zu markieren», so der Extremismus-Experte Armin Pfahl-Traughber gegenüber dem SPIEGEL.

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Aufruf zur Unterstützung der palästinensischen Terrororganisation Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP). Foto Screenshot

René Sigg ist ein gläubiger Israel-Freund und Unternehmer. Sein einziges «Vergehen» besteht darin, Produkte aus Israel zu importieren und mit Leidenschaft zu verkaufen – seien es Weine, Olivenöl oder frische Datteln. Doch gerade dieser Handel, der auch eine Brücke zwischen den Kulturen schlägt, ist für einige «Aktivisten» Grund genug, ihn zu terrorisieren.

Bereits im Februar 2021 wurde Sigg mit seinem Foodtruck in Zürich Ziel einer antisemitischen Attacke. Ein Angreifer stahl die Israelflagge, mit der Sigg seinen Foodtruck schmückt und zerstörte Waren und Mobiliar.

2022 musste er erleben, wie er aus den Basler Markthallen ausgeschlossen wurde, weil sein Olivenöl aus Israel stammt. Er wurde boykottiert, weil er israelische Waren verkauft, Audiatur-Online berichtete: «Aussteller darf in Basler Markthallen nicht verkaufen – weil sein Öl aus Israel kommt». Dies erinnert fatal an die dunkelsten Kapitel der europäischen Geschichte, als antisemitische Parolen systematisch die Grundlage für Verfolgung und Diskriminierung schufen.

Im Dezember 2023 – Siggs Foodtruck steht auf dem Marktplatz in Basel – tauchen antiisraelische Agitatoren auf und bedrängen Sigg und seine Mitarbeiterin. Sie verteilen Flyer mit offenbar faktenwidrigen sowie ruf- und geschäftsschädigenden Verleumdungen gegen René Sigg und seine Frau Isabella, belästigen Passanten und versuchen, diese vom Kauf von Siggs Produkten abzubringen, indem sie diese auf dem Weg zu Siggs Stand behindern.

Und jetzt zielt der Hass direkt auf sein privates Umfeld – eine Eskalation, die nicht nur ihn persönlich bedroht, sondern eine Botschaft des Schreckens an alle sendet, die sich mit Israel solidarisieren.

Auf Anfrage von Audiatur-Online erklärte Sigg, er werde den Vorfall zur Anzeige bringen und empfiehlt allen, die Ähnliches erlebt haben, dies unbedingt auch zu tun. Man werde sich weiterhin für die Wahrheit und für Israel einsetzen, so René Sigg. In seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Vereins «Nachamu Ami» und als Geschäftsführer der Firma «Isratrade and Tours GmbH» werde er sich auch in Zukunft für einen boykottfreien Handel mit jüdischen Produkten aus Israel einsetzen.

Der Fall von René Sigg zeigt, wie palästinensische Aktivisten und Linksextremisten von vermeintlich politischer Kritik zu einer gefährlichen Form von Gewalt und Einschüchterung übergehen. Es ist nicht nur ein politisches Statement, sondern gezielte Hetze, wenn ein Foodtruck angegriffen wird, weil er israelisches Essen verkauft. Die Angriffe auf Sigg sind nicht nur Angriffe auf ihn als Person, sondern auf die gesamte jüdische und pro-israelische Gemeinschaft in der Schweiz. Sie zeigen, wie tief der Antisemitismus in gewissen Kreisen verankert ist, die vorgeben, für die Menschenrechte einzutreten, aber genau das Gegenteil tun, indem sie Hass und Intoleranz schüren.

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Nach unten gerichtete roten Dreiecken auf den Köpfen von Politikern. Foto Screenshot

Besonders beunruhigend ist, dass es diesen «Aktivisten» nicht nur um blosse Meinungsäusserung geht, sondern um offene Sympathien und Unterstützung für Terrororganisationen wie beispielsweise der PFLP. Diese Verbindungen zu internationalen Netzwerken des Terrorismus dürfen nicht verharmlost werden. Die schweigende Passivität der Sicherheitsbehörden in der Schweiz wirkt wie ein Freibrief für solche und ähnliche Gruppierungen, sich weiter auszubreiten und immer dreister aufzutreten.

Wer mit Terrororganisationen sympathisiert, sie unterstützt oder deren Ziele propagiert, stellt eine Gefahr für die innere Sicherheit dar und gehört konsequent zur Rechenschaft gezogen. Die Ereignisse um René Sigg sind ein weiteres Alarmsignal. Es ist höchste Zeit, dass Politik, Sicherheitsbehörden und Gesellschaft gegen diesen Antisemitismus in linker Verpackung vorgehen. Der Schutz von Freiheit und Demokratie darf kein Lippenbekenntnis sein – er muss konsequent verteidigt werden.

2 Kommentare

  1. Bodenlose Dummheit trifft den Nagel auf den Kopf. Seien es die nützlichen Idioten, die ganze Welt, die Mörder mit Billionen unterstützt, oder eben solche Bewegungen und die nicht Reaktion der Instanzen, die sich darum kümmern müssten. Eigentlich kriminell.Volksverhetzung.

  2. Das sind keine Kommunisten, sondern sowas wie ein Strasser Verschnitt. Muss ich immer an Poale Zion erinnern? Oder an HaPoʿel HaZaʿir? An die großen Heldinnen des Widerstands und späteren Staatsfrauen wie Golda Meir und Chaike Grossmann? Das sind Sozialistinnen.
    Diese Personen, diese Antisemiten, sind Anarchisten und Sozialrevolutionäre, die natürlich in der Tat gefährlich sind und sie haben sicher nicht einmal ein Foto gesehen!
    Ich muss davon ausgehen, dass diese Personen mit ihren Aktionen den Verrat zahlloser Atheisten an den jüdischen GenossInnen, überkreischen. Und Verrat hat es viel gegeben im 20. und 21. Jahrhundert. Aber diese Eigenbezeichnung als Kommunisten, die mit arabischen religiösen Nazis solidarisch und verbunden sind, das ist…widerlich. Wird nur noch von ihren Aktionen übertroffen oder umgekehrt von ihrer bodenlosen Dummheit?

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