Einschusslöcher von palästinensischen Angriffen auf einen israelischen Krankenwagen in Juni 2015. Foto Hillel Maeir/Tazpit News Agency

Im vergangenen Jahr wurden Israels „Fire and Rescue Authority“ sowie „Magen David Adom“ häufig von palästinensischen Terroristen attackiert, während sie auf Einsätzen waren.

Israels Fire and Rescue Authority (Feuerwehr- und Rettungsorganisation), das die Aufgabe hat, Feuerbekämpfungs- und Rettungseinsätze in Judäa und Samaria für die jüdische und palästinensische Bevölkerung durchzuführen, ist häufig das Ziel palästinensischer Angreifer. Magen David Adom, Mitglied der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds, ist ebenfalls ein beliebtes Ziel.

Ironischerweise leisten beide Rettungsdienste den Bewohnern der palästinensischen Dörfer, aus denen diese Angreifer stammen, Hilfe und behandeln sie.

Am 21. September, wurde beispielsweise ein Einsatzfahrzeug eines israelischen Feuerwehrmanns auf der Strasse 443 in der Nähe von Jerusalem angegriffen. Steine wurden auf sein Fahrzeug geworfen, die zu beträchtlichen Schäden führten. Der Feuerwehrmann selbst musste gerettet werden.

Am Abend des 19. September, wurden vier Trupps von Israels Fire and Rescue Authority alarmiert, um ein grossflächiges Feuer am Stadtrand von Jerusalem, in der Nähe des palästinensischen Dorf Anata zu löschen. Während die Feuerwehrleute die Flammen bekämpften, wurden sie von palästinensischen Männern des Ortes mit Molotow-Cocktails angegriffen, wodurch das offene Feuer verstärkt und das Leben der Feuerwehrleute gefährdet wurde.

Diese Ereignisse reihen sich ein in ein seit langer Zeit wiederkehrendes Phänomen des Terrorismus und der Gewalt gegen israelische Rettungsdienste. Gegen die gleichen Organisationen, die den Auftrag haben, unter allen Umständen jedes Leben in allen Gebieten des Landes zu retten.

„Ein Molotow-Cocktail explodierte nur ein paar Meter von mir entfernt und traurigerweise war es nicht das erste Mal“, erzählte Momi Lubiner, ein hochrangiger Feuerwehrkommandeur, der bei dem Vorfall in Anata anwesend war, der Nachrichtenagentur Tazpit.

„Wir werden zum Löschen von Bränden oder sogar zur Rettung von in brennenden Gebäuden eingeschlossenen Palästinensern, in palästinensische Dörfer und Städte gerufen; oftmals werden wir auf dem Rückweg von einer erfolgreichen Rettungsaktion zum Ziel von Steinen und Molotow-Cocktails als eine Art Abschiedsgeschenk“, erzählt Lubiner weiter.

Laut Lubiner kann Gewalt gegen Feuerwehrleute und Rettungskräfte, von dem üblichen Werfen von Steinen durch palästinensische Jugendliche bis hin zu gut organisierten und koordinierten Hinterhalten reichen. Brandstifter legen gezielt Feuer und warten auf das israelische Feuerwehr-, Rettungs- und Medizin-Personal, dass sie dann bei ihrer Ankunft mit Molotow-Cocktails angreifen.

„In den vergangenen Jahren gab es mehrere Fälle, in denen auch Feuerwehrleute und Sanitäter in das Feuer von Heckenschützen gerieten“, bemerkte Lubiner.

Anfang Mai geriet ein Krankenwagen von Magen David Adom in der Nähe der Gemeinde Beit El in den Hinterhalt eines palästinensischen Heckenschützen. Der Krankenwagen war von Einschusslöchern übersät; ein Schuss verfehlte den Fahrer nur knapp.

Nach der Genfer Konvention und dem Haager Übereinkommen sind Angriffe auf Sanitätspersonal und vor allem auf ziviles Sanitätspersonal, Rettungs- und Hilfskräfte wie Feuerwehrleute streng verboten.

Das Völkerrecht bietet jedoch den Männern und Frauen der verschiedenen israelischen Not- und Rettungsdienste, die, wie es das internationale Protokoll vorschreibt, mit der Rettung aller Menschenleben unabhängig von Hautfarbe, Religion oder Geschlecht beauftragt sind, nur wenig konkreten Schutz.

„Wir werden nicht aufhören zu tun, was wir tun, wir können nicht aufhören. Unsere Mission ist es, Leben zu retten, alle Leben“, betont Lubiner. „Der Unterschied zwischen einem Zivilisten und einem Feuerwehrmann besteht darin, dass ein Feuerwehrmann an die Orte läuft, von denen ein Zivilist wegläuft.“

„Wir riskieren unser Leben unter Feuer, sowohl bildlich wie auch wörtlich – nur wir leisten ohne jede Ausnahme allen Bevölkerungsgruppen Dienste, die ihr Leben retten.“

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