Start International US-Sondergesandter warnt in Brüssel vor wachsender Bedrohung für jüdische Gemeinden in Europa

US-Sondergesandter warnt in Brüssel vor wachsender Bedrohung für jüdische Gemeinden in Europa

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Foto zVg EJA
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Bei einem Treffen mit europäischen Botschaftern in Brüssel hat der amerikanische Sondergesandte zur Bekämpfung von Antisemitismus, Rabbiner Yehudah Kaploun, eine sofortige Verstärkung der Sicherheitsmassnahmen für jüdische Gemeinden in Europa gefordert. Anlass waren mehrere Angriffe auf Synagogen und jüdische Einrichtungen in Europa und den USA.

Der US-Sondergesandte zur Beobachtung und Bekämpfung von Antisemitismus, Rabbiner Yehudah Kaploun, hat am Sonntag in Brüssel eindringlich vor der zunehmenden Gefährdung jüdischer Gemeinden gewarnt. Bei einem Briefing mit europäischen Botschaftern und hochrangigen Diplomaten rief er die Regierungen des Kontinents dazu auf, den Schutz jüdischer Einrichtungen unverzüglich zu verstärken.

Organisiert wurde das Treffen vom Vorsitzenden der European Jewish Association (EJA), Rabbiner Menachem Margolin. Im Zentrum der Gespräche standen die anhaltende Antisemitismuskrise in Europa sowie die Frage, welche politischen und sicherheitsrelevanten Instrumente notwendig sind, um dem wachsenden Judenhass wirksam zu begegnen. Ebenfalls thematisiert wurde eine engere Zusammenarbeit zwischen Europa und den Vereinigten Staaten bei der Bekämpfung antisemitischer Bedrohungen.

Kaploun verwies auf eine Serie jüngster Angriffe und Vorfälle, darunter Attacken auf Synagogen in Lüttich, Oslo und Rotterdam sowie einen versuchten Anschlag im Raum Detroit auf ein jüdisches Gebäude, in dem sich Vorschulkinder befanden. Vor diesem Hintergrund appellierte er an die anwesenden Diplomaten, ihren Regierungen die Dringlichkeit zusätzlicher Sicherheitsmassnahmen unmissverständlich zu übermitteln.

Wörtlich betonte: „Niemand darf sich der Illusion hingeben, dass das iranische Regime nicht jede jüdische Gemeinde ins Visier nimmt.“ Zugleich betonte er, dass der Anstieg des Antisemitismus in Europa und weltweit inzwischen ein Ausmass erreicht habe, das niemanden mehr überraschen dürfe.

Auch Rabbiner Margolin warnte eindringlich. Er sagte, das Treffen habe in einem Moment stattgefunden, in dem erneut eine europäische jüdische Gemeinde Ziel eines Brandanschlags geworden sei – diesmal in Rotterdam, wo eine Mitgliedsgemeinde der European Jewish Association betroffen waren. Zuvor habe es bereits einen versuchten Terroranschlag im Raum Detroit sowie schwere Zwischenfälle in Oslo und Lüttich gegeben.

Margolin unterstrich, dass die Botschaft an die anwesenden Botschafter klar gewesen sei. Die Regierungen müssten die Sicherheit jüdischer Gemeinden sofort erhöhen. Terrorismus und antisemitische Aktivitäten nähmen in ganz Europa zu.

Kaploun hielt sich im Rahmen seiner Arbeit als US-Sondergesandter zu Gesprächen mit Amtsträgern, amerikanischen Botschaftern und jüdischen Führungspersönlichkeiten in Brüssel auf. In diesem Zusammenhang besuchte er auch die jüdische Gemeinde in Lüttich.

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