Start International CICAD warnt vor linksextremen «antizionistischen» Aufmärschen in Genf und Lausanne

CICAD warnt vor linksextremen «antizionistischen» Aufmärschen in Genf und Lausanne

4
Foto Screenshot Instagram / BDS
Foto Screenshot Instagram / BDS
Lesezeit: 2 Minuten

Für Samstag, den 12. April 2025, planen linksextreme und israelfeindliche Gruppierungen in Genf und Lausanne Demonstrationen unter dem Motto «Antifaschistisch, Antizionistisch». Was auf den ersten Blick wie eine gewöhnliche politische Kundgebung aussieht, ist laut CICAD ein gezielter Angriff auf das jüdische Leben in der Schweiz – getarnt unter dem Deckmantel der Israelkritik.

Die Westschweizer Organisation CICAD (Coordination Intercommunautaire contre l’Antisémitisme et la Diffamation) warnt eindringlich vor der gefährlichen Ideologie hinter diesen Protesten: «Diese Mobilisierung markiert eine ideologische Entgleisung, die dringend benannt und bekämpft werden muss», erklärte ein Sprecher von CICAD gegenüber Audiatur-Online.

Antizionismus als Tarnung für Antisemitismus

Die Wortwahl der Organisatoren ist bezeichnend. Wer Slogans wie «Antifaschistisch, Antizionistisch» propagiert, setzt den Zionismus – also das Selbstbestimmungsrecht des jüdischen Volkes und die Existenz Israels – mit Faschismus gleich. Es ist eine bewusste Verdrehung der Geschichte.

Bildschirmfoto 2025 04 10 um 10.33.30
Foto Screenshot Instagram

Für CICAD ist klar: «Antizionismus dient längst als ideologischer Vorwand, um das Existenzrecht Israels – und damit das Recht der Juden auf Selbstbestimmung – zu delegitimieren. Wer das Existenzrecht des einzigen jüdischen Staates negiert, schlägt eine Brücke vom Antizionismus zum Antisemitismus.»

Gewaltverherrlichung und Vernichtungsphantasien

Dass es sich bei der geplanten Demonstration nicht um eine harmlose Meinungsäusserung handelt, zeigt auch die begleitende Propaganda. Auf den Mobilisierungsplakaten ist das gesamte Gebiet westlich des Jordans mit einer Keffiyeh (sog. Palästinensertuch) überzogen – Israel existiert darauf schlicht nicht mehr. Eine Bildsprache, die nicht auf Kritik, sondern auf Vernichtung zielt.

Noch deutlicher wird die Gewaltbereitschaft in einem Videoaufruf zur Demonstration, in dem das Lied «Jenin» des jordanischen Rappers El Far3i verwendet wird. Der Song glorifiziert Selbstmordattentäter und Gewalt als legitime Mittel des sogenannten «Widerstands».

«Wer solche Symbole und Lieder nutzt, sendet eine klare Botschaft: Gewalt gegen Juden und den jüdischen Staat wird nicht nur toleriert, sondern romantisiert», so CICAD.

Foto Screenshot Instagram.
Foto Screenshot Instagram.

Angesichts der sich häufenden antisemitischen Vorfälle in der Schweiz – insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 – ruft CICAD die Behörden in Genf und Lausanne zum Handeln auf. Die Organisation fordert ein Verbot der Demonstrationen, die offenkundig zur Hasspropaganda gegen Juden beitragen.

«Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut», betont CICAD. «Doch sie endet dort, wo zur Diskriminierung, zur Gewalt und zum Hass aufgerufen wird.

4 Kommentare

  1. Ich schäme mich als Schweizer, dass in unserem Land solche Krawalle und Randale ablaufen. Die Mitläufer sollten sich – wenn schon – vor Ort mal orientieren wie die Situation aussieht und nicht einfach nachplappern, was irgend ein „Vordenker“ drauflos schwatzt. Diese Horden, die öfftl. Ruhestörung, Aufruf zu Rassismus begehen, sollten mit Wasserwerfern auseinander getrieben werden oder – wie es vor Jahren in Zürich bei den Globusdemos geschah – verprügeln. Wenn es hochkommt, ist es hier für die Meisten ein Zeitvertreib, wo auf der Strasse gegröhlt werden kann. Man ist Mitglied einer Herde und „alle schauen auf uns“! In simplen, leeren Köpfen wird so das Selbstbewusstsein gehoben!

  2. Warum wundern wir uns über diese antijüdischen Demonstrationen? Was in anderen europäischen Ländern abläuft – für uns am nächsten in Deutschland – kommt einfach mit einiger Verspätung zu uns. Mit wokem, superliberalem Gesäusel – auch von jüdischer Seite – mit denen diese hasserfüllten Aufmärsche „verständisvoll“ begleitet werden, werden wir ihnen nie Herr werden; ganz im Gegenteil.

  3. Voellig einverstanden. Man hoere und sehe zu diesem Vergleich ( anti-zionismus=anti-semitismus=ant-israelismus) die Rede von Frau prof. Dr. Monika Scharz-Friesel am 3. Mai 2024 im Parlament in Wien. So pur und faktengerecht.

    Auf youtube kan man auch die Untertitelung aendern mit dem kleinen Bluemchen Symbol.

    https://www.youtube.com/watch?v=DIWL7pWuEHA

    Bitte weiter bekannt machen. Auch bei Medien TV, Radio, Zeitungen.
    Schalom

  4. Demonstrartionsfreiheit ist ein Grundrecht. Wer es allerdings in dieser Form für Hass, Hetze und letztendlich für Gewalt mißbraucht, sollte die absolute Härte einer Demokratie zu spüren bekommen.

Kommentarfunktion ist geschlossen.