Bischof schreibt jüdischer Gemeinde nach Schüssen auf Synagoge in Bochum

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Nach Schüssen auf die Synagoge in Bochum hat der katholische Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck seine Sorge angesichts einer wachsenden Bedrohung jüdischer Einrichtungen in Deutschland ausgedrückt. Jeder Angriff verdeutliche, „unter welchen Herausforderungen jüdisches Leben in Deutschland mittlerweile wieder steht“, schreibt der Essener Bischof in einem am Mittwoch bekannt gewordenen Brief an die betroffene Gemeinde in Bochum.

„Dem Erstarken des Rechtsextremismus und Antisemitismus in unserer Gesellschaft muss dringend Einhalt geboten werden“, so Overbeck weiter. „Ich versichere Ihnen, dass im Bistum Essen kein Platz für Antisemitismus ist und ich stets mit allen Kräften dagegen vorgehen werde.“

In der Nacht zu Montag hatte laut Polizei ein Unbekannter vermutlich aus einer Luftdruck- oder Gasdruckwaffe jeweils zwei kunststoffummantelte Metallkugeln auf die Synagoge und das benachbarte Planetarium geschossen. Eine Fensterscheibe im Bereich des Haupteingangs der Synagoge und zwei Scheiben des Planetariums wurden beschädigt. Das Motiv der Tat war vorerst unklar. Der Staatsschutz des Bochumer Polizeipräsidiums ermittelt und bittet um Hinweise.

Die jüdische Gemeinde verlangte einen besseren baulichen Schutz für seine Gebäude. Overbeck und der Zentralrat der Juden in Deutschland unterstützen dieses Anliegen.

KNA/ahi/mal/lwi

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