Die Feder ist mächtiger als das Schwert

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Die königlichen, autokratischen Herrscher in Saudi Arabien und ihr drakonisches religiöses Rechtssystem stellen weiterhin ihre Unfähigkeit unter Beweis, friedlich regieren zu können. Die harte Verurteilung von zwei bekannten Menschenrechts- und Demokratieaktivisten Mohammed Fahd al-Qahtani und Abdullah Hamad am 9. Marz 2013 lassen auf das unfriedlichen Wesen des Systems hinsichtlich politischer Reformen und soziale Gerechtigkeit schliessen. Statt den Forderungen ihrer unterdrückten Bürger nach Emanzipation vom politischen und religiösen Totalitarismus nachzukommen, bringt die saudische Herrscherelite die Stimme der Vernunft weiterhin zum Schweigen.

Zu einer Zeit, in der die meisten Araber gegen drakonische Regierungsmethoden und -praktiken der Unterdrückung und korrupte Regime aufbegehren, stärkt die saudische Monarchie ihren Machtanspruch. Die unnötige, ungerechtfertigte und harte Verurteilung von Al-Qahtani und Hamad, zwei aufgeklärte Gründungsmitglieder der saudischen Vereinigung für Bürger und politische Rechte, ist ein weiteres Beispiel für die Entschlossenheit des Systems, eine Politik weiterzuführen, die die Bevölkerung dazu zwingt, auf Gewalt zurückzugreifen, um ihre politischen Rechte zu erhalten, wie sich immer stärker abzeichnet.

In den vergangenen Jahren sind Saudis zunehmend wagemutiger geworden, die Selbstherrlichkeit, Korruption und Legitimität der saudischen Königsfamilie herauszufordern. Beispiele von Forderungen und Missachtungen gibt es landesweit. Religiöse Minderheiten im ölreichen Osten Saudi Arabiens demonstrieren gegen die diskriminierende Politik ihrer Regierung ihnen gegenüber und einige von ihnen werden dabei vom skrupellosen Sicherheitsapparat des Staates getötet. Familien und Unterstützer von Gefangenen, darunter Frauen und Kinder, demonstrieren in Zentral- Saudi Arabien, der Bastion des saudischen Regimes und seines religiösen Establishments. Statt  ihre Angehörigen vor Gericht zu stellen oder zu freizulassen, hat sie das Sicherheitspersonal des omnipräsenten Systems eingesammelt und ins Gefängnis geworfen, weil alle Formen friedlichen Ausdrucks im saudischen Königreich verboten sind.

College-Studentinnen in Asir, der üppigen südlichen Region, demonstrieren mit Gewalt gegen Korruption, Unterlassung und Missbrauch des Bildungssystems und seine Frauen diskriminierende Politik.

Die Antwort der Monarchie auf die legitimen Forderungen des Volkes setzt sich zusammen aus Gewalt, Almosen und Schönfärberei, welche die meisten saudischen Männer und Frauen nicht ernst nehmen oder grosse Hoffnungen haben, die Dinge könnten sich friedlich zum Bessern verändern. Anstatt einer haarsträubenden  Realitätsverweigerung aufzusitzen, sollten die saudischen Herrscher, besonders ihr gebildeter männlicher und weiblicher Nachwuchs, vielmehr über den eigenen Tellerrand hinausschauen und erkennen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ihr Volk auf die einzige Option zurückgreift, die anderen Arabern zur Verfügung stand – Gewalt.

Originalversion: The Pen Is Mightier Than The Sword by CDHR – Center for Democracy & Human Rights in Saudi Arabia, March 12, 2013.

3 KOMMENTARE

  1. Nur: irgendwer hat die Religionen mit allerlei symbolischer und institutioneller Macht ausgestattet, damit sie die Menschen zu besseren Wesen in ihrem Sinn machen können. Man darf sie also ruhig nach dem beurteilen WAS SIE AUS DEN MENSCHEN MACHEN. An ihren Früchten ….

    Womit ich kein Urteil über den Islam abgeben will, man beobachte Muslime, Christen, Atheisten und -Innen im Alltag

    Werner T. Meyer

  2. shalom meine Freunde

    nur einen Satz<<<der islam ist doch in allen Ländern gleich. Wer nicht mitmacht oder dagegen redet<<<wird vernichtet,<< Sowas verbrecherisches,siehe die Rechte der Frauen<<übergaupt keine .<<Die werden wie der letzte Dreck behandelt und sowas,islam ,ist eine Weltreligion, weil die
    Männer alles tun und bestimmen können.Deutschland lässt immer mrhr Muslime nach DE einwandern. Die Quittung wird
    Deutschland bekommen. David

    • Es ist nicht die Religion, die schlecht ist. Das, was Menschen daraus machen, ist schlecht. Ein Grundsatz, der auf alle Religionen Anwendung findet.

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