Die Schweiz beteiligt sich weiter an der Anti-Israel-Besessenheit der UNO

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Symbolbild. Foto UN Photo/Loey Felipe
Symbolbild. Foto UN Photo/Loey Felipe
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Die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNO) hat in den letzten Tagen erneut über eine Reihe einseitiger Resolutionen gegen Israel abgestimmt. Diese Resolutionen wurden von mehreren arabischen Ländern eingereicht, wobei eine sofort auffiel.

In einer Resolution zu Jerusalem, wurde für den Tempelberg eine rein arabische und islamische Terminologie verwendet. Die jüdisch-christliche Bedeutung dieses heiligen Ortes wurde nicht erwähnt. Die Schweiz stimmte der Resolution in welcher der Tempelberg ausschliesslich mit seinem muslimischen Namen «al-Haram al-Sharif» bezeichnet wird, zu. Auch bei den meisten übrigen Resolutionen, hat sie sich nicht mit Ruhm bekleckert und einmal mehr wagte es die Schweizer Delegation nicht, sich gegen die israelfeindliche Besessenheit der UNO zu äussern.

Die Schweiz stimmte der Abstimmung über die Resolution in welcher der Tempelberg ausschliesslich mit seinem muslimischen Namen «al-Haram al-Sharif» bezeichnet wird, zu. Foto Screenshot UN

Weitere Resolutionen gegen Israel

Eine Übersicht über die Resolutionen, über welche die UN-Generalversammlung in den letzten Tagen und Wochen zum Thema Israel abgestimmt hat und das Stimmverhalten der Schweiz:

Die Resolution mit dem Titel „Arbeit des Sonderausschusses zur Untersuchung israelischer Praktiken, die sich auf die Menschenrechte des palästinensischen Volkes und anderer Araber in den besetzten Gebieten auswirken“ [A/C.4/76/L.7] wurde mit 77 Ja-Stimmen weitgehend angenommen. Der Ausschuss hat den Auftrag, nur israelische Aktionen zu untersuchen, aber den Terrorismus der Hamas, des Islamischen Dschihad und der Fatah zu ignorieren, und ist damit eindeutig voreingenommen. Die Schweiz enthielt sich der Stimme.

Die Resolution mit dem Titel „Der besetzte syrische Golan“ [A/C.4/76/L.8] über die Lage auf den Golanhöhen erhielt eine Mehrheit von 144 Stimmen. Bemerkenswerterweise spricht der Text von besetzten syrischen Gebieten und verliert kein Wort über den Bürgerkrieg in Syrien. Ausserdem wird verschwiegen, dass Syrien die Gegner des Friedensprozesses unterstützt und dem Terrorismus Vorschub leistet. Die Schweiz stimmte für diese Resolution.

Die Resolution mit dem Titel „Israelische Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten, einschliesslich Ost-Jerusalem, und dem besetzten syrischen Golan“ [A/C.4/76/L.9], in der Siedlungen als wirtschaftliches und politisches Hindernis für den Frieden eingestuft werden, erhielt 142 Ja-Stimmen. Eine Resolution die eine makabre Gleichsetzung zwischen palästinensischem Terror und Gewalt und israelischen Gegenmassnahmen herstellt. Die Schweiz stimmte für diese Resolution.

Eine Resolution mit dem Titel „Hilfe für die Palästina-Flüchtlinge“ [A/C.4/76/L.12], in der eine verstärkte Unterstützung für die palästinensischen Flüchtlinge gefordert und die Sorge um ihre Existenz zum Ausdruck gebracht wurde, erhielt 160 Stimmen. Die Diskriminierung palästinensischer Flüchtlinge durch den Libanon oder die kollektive Bestrafung palästinensischer Flüchtlinge in Syrien durch das Assad-Regime und ihre Behandlung als Bürger zweiter Klasse werden nicht erwähnt. Die Schweiz stimmte für diese Resolution.

Eine Resolution mit dem Titel „Massnahmen des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten“ [A/C.4/76/L.13], in der eine verstärkte Unterstützung für das UNRWA und die Einfuhr von Baumaterialien in den Gazastreifen ohne jegliche Kontrolle gefordert wird, erhielt 156 Ja-Stimmen. Es wird nicht erwähnt, dass die Terrororganisation Hamas diese Art von Material in der Vergangenheit für den Bau von Tunnelnetzen und Raketen-Stützpunkten verwendet hat. Die Schweiz stimmte für diese Resolution.

Eine Resolution mit dem Titel „Das Eigentum der palästinensischen Flüchtlinge und ihre Einkünfte“ [A/C.4/76/L.14], in der erklärt wird, dass die palästinensischen Flüchtlinge ein Recht auf ihr verlorenes Eigentum haben, erhielt 156 Ja-Stimmen. In dieser Resolution werden die 900.000 jüdischen Flüchtlinge aus arabischen und muslimischen Ländern nicht erwähnt. Die Schweiz stimmte für diese Resolution.

In der Resolution „Die Gefahr der Verbreitung von Kernwaffen im Nahen Osten“ [A/C.1/76/L.2] wurde Israel als einziger Nichtunterzeichner des Atomwaffensperrvertrags im Nahen Osten verurteilt, während das iranische Atomprogramm und die Drohungen, Israel zu zerstören, unerwähnt blieben. Die Resolution wurde angenommen. Die Schweiz stimmte für diese Resolution.

Eine Resolution mit dem Titel „Ölpest an der libanesischen Küste“ [A/C.2/76/L.15], in der Israel für Energie- und Umweltprobleme im Libanon im Jahr 2006(!) verantwortlich gemacht wird. In der einseitigen Resolution wird die Rolle der Terrororganisation Hisbollah bei der Auslösung der Feindseligkeiten, dem Abschuss von 4.000 Raketen und der Verbrennung von 500.000 Bäumen in Nordisrael völlig ignoriert. Diese Resolution erhielt 161 Stimmen. Die Schweiz stimmte für diese Resolution.

Die Schweiz stimmte für die Resolution „Ölpest an der libanesischen Küste“. Foto Screenshot UN.

Eine Resolution mit dem Titel „Dauerhafte Souveränität des palästinensischen Volkes in den besetzten palästinensischen Gebieten, einschliesslich Ost-Jerusalem, und der arabischen Bevölkerung auf dem besetzten syrischen Golan über ihre natürlichen Ressourcen“ [A/C.2/76/L.35], in der Israel beschuldigt wird, die Infrastruktur der Palästinenser zu zerstören, erhielt 157 Stimmen. In dieser Resolution findet sich kein Wort über das Recht Israels auf Selbstverteidigung oder über die Zerstörung von Eigentum, Flora, Fauna und Infrastruktur durch die Palästinenser selbst. Die Schweiz stimmte für diese Resolution.

In der Resolution „Das Recht des palästinensischen Volkes auf Selbstbestimmung“ [A/C.3/76/L.46] wird vergessen zu erwähnen, dass Israel dieses Recht seit den Osloer Verträgen anerkannt hat. Zuvor hatten die Vereinten Nationen bereits eine allgemeine Resolution zum Selbstbestimmungsrecht verabschiedet, so dass diese Resolution überflüssig erscheint. Die Verpflichtung der Palästinenser gemäss der Road Map, vor der Gründung eines Staates die terroristische Infrastruktur abzubauen, wird nicht erwähnt. Dennoch erhielt sie 158 Stimmen. Die Schweiz stimmte für diese Resolution.

4 KOMMENTARE

  1. Diese Resolutionen sind wiederum ein schändlicher Verrat von Bundesbern gegenüber Israel und dem jüdischen Volk. Insbesondere diejenige zu Jerusalem und dem Tempelberg. Die Palästinensische Autonomiebehörde entjudifiziert kurzerhand den Tempelberg mit Hilfe der UNO – die über 3000-jährige jüdisch-biblische Geschichte wird einfach ausradiert. Und die Schweiz hilft ihr noch dabei. Schrecklich!

  2. Die Schweizer sollten das Kreuz von ihrer Flagge nehmen. Kein Tempel bedeutet auch kein Jesus. Wie soll er sonst angeblich die Händler aus dem Tempeldistrikt verjagt haben, wenn es nie einen Tempel gab. Wie soll er ans Kreuz genagelt worden sein, wenn es keine Tempelpriester gab, die ihn an die Römer auslieferten? Wie kommt der Tempelschatz in das Relief auf dem Titusbogen in Rom? Gab es schon damals „Fake-News“. Fragen über Fragen. In der Zwischenzeit benutze ich das Neue Testament als Klopapier, da wohl die Mehrheit der sogennanten christlichen Staaten an einen Jesus nicht mehr glauben. Also kann das Buch nicht mehr so heilig sein.

  3. Ich bin weder eine Deutsche noch eine Schweizerin. Aber ich verachte beide Länder wegen ihres Verhaltens gegenüber Israel wie überhaupt im Nahost-Konflikt. Hochgradig ungerecht und genauso verlogen. Pfui! kann
    ich nur sagen.
    lg
    caruso

  4. Das Abstimmverhalten der Schweizer müssen diese unter sich regeln. Ich schäme mich derweil für Deutschland und für dessen adäquate Schäbigkeit und politischen Opportunismus. Alles in allem meine ich, würde man die Abstimmenden in einen Sack stecken (Österreicher dürfen auch mit rein!), gäbe es keinen Unschuldigen dabei.

    Danke für den Bericht und vor allem für die Screenshots. Das sollte regelmäßig gemacht werden, damit dieses schandhafte Verhalten von westlichen UN-Delegierten und deren systematische Kumpanei mit Schurkenstaaten besser bekannt wird.

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