Hamas Sommerlager. Foto IDF Blog
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Die internationale Menschenrechts-„Gemeinschaft“ behauptet nun seit einigen Jahren, dass die Situation in dem von der Hamas angeführten Gaza eine humanitäre Katastrophe sei. Das ist schlichtweg eine Lüge, weil der Fluss an Lebensmitteln und Medizin in den Gazastreifen von Israel nicht unterbrochen wurde und die Einwohner der terroristischen Enklave nicht der Gefahr ausgesetzt sind, aufgrund mangelnder grundlegender Materialien umzukommen (es sei denn, man rechnet Munition und Baumaterial, das für Hamas-Verschanzungen benötigt wird, dieser Kategorie zu). Es gibt jedoch im Gazastreifen eine Menschenrechtskrise, die aber nicht das Resultat irgendeiner israelischen Handlung ist. Es ist eine Massen-Kindesmisshandlung, die unter dem Deckmantel eines Sommerlager-Programms der Hamas geschieht.

Die Times of Israel berichtete, dass die Hamas die UNRWA, eine UN-Agentur, die sich um das palästinensische Flüchtlingsproblem und seine Verewigung sorgt, als wichtigsten Anbieter von Sommerprogrammen für Kinder im Gazastreifen ersetzt hat. Doch statt Spass-Aktivitäten oder Erziehung zur Friedensförderung oder produktiven Fähigkeiten, zielen die Hamas-Sommerlager darauf ab, die Terroristen von morgen zu indoktrinieren und auszubilden. 70.000 Kinder sind gezwungen, am Sommerlager „Wir werden in Ehre leben“ teilzunehmen und ein paramilitärisches Training mitzumachen, das ihnen offenbar abverlangt, auf Nägeln und Messerklingen zu gehen und dass sie auf das Gefängnis vorbereitet. Statt sich darüber zu sorgen, welche Massnahmen Israel zum Schutz der Menschen nahe der Grenze zu Gaza vor den terroristischen Raketenangriffen ergreift, sollten Menschenrechtsorganisationen lieber solche Aktivitäten untersuchen und verurteilen, die man als Misshandlung bezeichnen würde, fänden sie im Westen statt.

Böse Zungen reden über die Hamas bereits als „gemässigte“ Gruppe, die sich Gewaltfreiheit zu eigen macht, während sie versucht, ihren Einflussbereich auf das von der Fatah geführte Westjordanland auszudehnen. Doch die Hamas ist eine islamistische Gruppe, deren religiöser Fundamentalismus und Bindung an die Gewalt ungeschmälert bleiben. Die UNRWA, deren Sommerlager-Programm eindeutig eine Verbesserung gegenüber dem Angebot der Hamas war, wurde von der Hamas infiltriert. Unter dem Druck der Hamas hat die UNRWA ihr diesjähriges Sommerprogramm annulliert und überlässt der islamistischen Terrorgruppe das Monopol als einziger Anbieter von Sommerprogrammen im Gazastreifen.

So wie die palästinensischen Medien (sowohl der Hamas als auch die von der angeblich gemässigten Fatah geführten PA) eine Hauptquelle in der Aufhetzung gegen Juden und Israel spielen, so übernehmen die Sommerlager die gleiche Rolle, um Hass und Gewalt zu züchten. Die Hamas-Lager dienen nicht nur der Ausbildung der Terroristen von morgen; ebenso helfen sie, eine natürliche islamistische Wählerschaft zu schaffen, um ihre Herrschaft aufrechtzuhalten und jegliche Hoffnung auf Frieden oder Koexistenz mit Israel zu verhindern. Das ist eine andauernde Tragödie, die die Welt alarmieren sollte. Leider ist die sogenannte Menschenrechtsgemeinschaft  zu sehr mit dem Versuch beschäftigt, Israel anzuklagen, weil es sich verteidigt, als dass sie sich darum sorgen würde.

Originalversion: Hamas summer camps are child abuse by Jonathan S. Tobin © The Commentary Magazine, July 13, 2012.