
Der Versuch von US-Präsident Donald Trump, ein Comeback der Terroristen des Islamischen Staates (IS) zu verhindern, läuft ernsthaft Gefahr, durch seine Unterstützung für den islamistischen „Interimspräsidenten“ Syriens, Ahmed al-Sharaa, untergraben zu werden.
von Con Coughlin
Es ist noch nicht lange her, dass auf al-Sharaa ein Kopfgeld von 10 Millionen Dollar ausgesetzt war, nachdem Washington ihn wegen seiner engen Verbindungen zu Al-Qaida im Irak und in Syrien als Terroristen eingestuft hatte.
Das Kopfgeld wurde später aufgehoben, nachdem es al-Sharaa mit erheblicher militärischer Unterstützung aus der Türkei Ende 2024 gelungen war, die baathistische Diktatur des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad zu stürzen.
Trumps Versuche, die Beziehungen sowohl zur Türkei als auch zu Saudi-Arabien zu verbessern, führten dazu, dass die USA das islamistische Regime von al-Sharaa in Damaskus unterstützten. Infolgedessen hat al-Sharaa nun zumindest versäumt, (hier, hier und hier) die offenbar von den Sicherheitskräften seiner eigenen Regierung unternommenen massiven Versuche zu verhindern, religiöse und ethnische Minderheiten in Syrien zu massakrieren: Drusen, Alawiten und Kurden, darunter auch die mutigen Verbündeten der USA, die kurdische Syrische Demokratische Armee (SDF), die die Terroristen des Islamischen Staates in Syrien besiegt hat.
Die Christen Syriens könnten durchaus das nächste Ziel der Regierung al-Sharaa sein.
Das Treffen zwischen al-Sharaa und Trump im Weissen Haus im November 2025 endete mit der Ankündigung von Seiten der US-Behörden, dass das neue syrische Regime eingeladen worden sei, sich Trumps internationaler Koalition zum Kampf gegen die Bedrohung durch IS-Terroristen anzuschliessen – eine bemerkenswerte Wende im Schicksal al-Sharaas, angesichts seiner früheren engen Verbindungen zu islamistischen Terrororganisationen.
Die Trump-Regierung ist zunehmend besorgt über die Aussicht auf ein Comeback des Islamischen Staates, nachdem dieser 2017 eine katastrophale Niederlage durch die US-Koalitionsstreitkräfte erlitten hatte, denen es gelang, das sogenannte Kalifat zu zerstören, das der IS in der syrischen Stadt Raqqa errichtet hatte.
Die herausragende Rolle der kurdisch geführten SDF erwies sich als entscheidend für den letztendlichen Ausgang dieser von den USA angeführten Offensive.
Trumps Entscheidung, einen bekannten Islamisten wie al-Sharaa einzuladen, sich den jüngsten Bemühungen der USA zur Zerschlagung des IS anzuschliessen, sorgte daher verständlicherweise in Washington für viel Stirnrunzeln, wobei Kritiker fragten, ob man darauf vertrauen könne, dass der neue syrische Führer eine entschlossene Haltung gegenüber den IS-Terroristen einnehmen werde.

Nach seinem Treffen mit al-Sharaa im Weissen Haus zeigte sich Trump unbeeindruckt von solchen Bedenken. Er erklärte, seine oberste Priorität sei es, „Syrien zu einem sehr erfolgreichen Land zu machen. Und ich glaube, dass dieser Führer das schaffen kann. Das glaube ich wirklich.“
Al-Sharaa seinerseits versicherte gegenüber Fox News, dass sein Besuch im Weissen Haus eine „neue Ära“ einläute, in der das Land mit den USA zusammenarbeiten werde.
Trumps Bereitschaft, al-Sharaa zu unterstützen, soll das Ergebnis seiner Bemühungen sein, die Beziehungen zu Staaten im Nahen Osten wie Katar, der Türkei und Saudi-Arabien zu vertiefen, die aus unterschiedlichen Gründen daran interessiert zu sein scheinen, dass in Damaskus – wie auch anderswo – eine islamistische Regierung an die Macht kommt. Für Katar und die Türkei passt die Unterstützung von al-Sharaa zu ihrer seit langem etablierten Politik, radikale islamistische Gruppen wie die Muslimbruderschaft zu unterstützen, während die Unterstützung der Saudis für das neue syrische Regime auf ihrem Wunsch beruht, die Ayatollahs des Iran daran zu hindern, in Syrien, das einst Teherans engster regionaler Verbündeter war, wieder Fuss zu fassen.
Trumps Unterstützung für al-Sharaa, zu einer Zeit, in der er wiederholt seine Entschlossenheit bekundet hat, ein Comeback der IS-Terroristen zu verhindern, könnte nun nach den jüngsten Ereignissen in Syrien, wo al-Sharaas Angriffe auf kurdische Hochburgen im Norden des Landes dazu geführt haben, dass Hunderte von IS-Terroristen aus kurdisch geführten Gefangenenlagern geflohen sind, spektakulär nach hinten losgehen.
Al-Sharaas Truppen starteten Anfang dieses Monats eine Reihe von Angriffen, offenbar mit Trumps Unterstützung, gegen kurdisch kontrollierte Regionen im Norden Syriens, als Teil seiner Bemühungen, seine Kontrolle über das gesamte Land zu behaupten.
Die Kurden errichteten ihre eigene autonome Zone, während sie während des langjährigen Bürgerkriegs in Syrien an der Seite der US-Streitkräfte kämpften. Etwa 1.500 US-Soldaten sind nach wie vor in der Region stationiert, zum Teil um die Kurden zu schützen, zum Teil aber auch, um die Sicherheit der schätzungsweise 50.000 IS-Terroristen und ihrer Angehörigen zu gewährleisten, die nach dem Fall von Raqqa gefangen genommen wurden.
Trump hat keinen Hehl aus seinem Wunsch gemacht, das militärische Engagement der USA in Syrien zu beenden. Am Ende seiner ersten Amtszeit versuchte er, die verbleibenden US-Truppen abzuziehen, musste diesen Plan jedoch aufgeben, nachdem ihm vorgeworfen wurde, die Kurden zu verraten, die sich im Krieg gegen den IS als wertvolle Verbündete erwiesen hatten.
Seit seiner Rückkehr ins Amt im vergangenen Jahr hat Trump seine Bemühungen um ein Ende des militärischen Engagements der USA in Syrien wieder aufgenommen – ein Schritt, der als einer der Gründe für seine Entscheidung gilt, das islamistische Regime von al-Sharaa zu unterstützen.
Sollten die USA jemals ihre Truppen aus Syrien abziehen, würde das Vakuum mit Sicherheit sofort von der Türkei und anderen Dschihadisten sowie erneut von Russland und möglicherweise auch von China gefüllt werden.
Trumps Unterstützung für Al-Sharaa hat darüber hinaus Besorgnis über das Schicksal der IS-Gefangenen ausgelöst, die sich noch immer in kurdisch kontrolliertem Gebiet befinden, nachdem Berichte bekannt wurden, dass einer beträchtlichen Anzahl von ihnen während der jüngsten Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den kurdisch geführten SDF die Flucht gelungen ist.
Es gibt sogar Berichte, dass der IS in Raqqa erneut seine Flagge gehisst hat, nachdem die Truppen von al-Sharaa den Kurden die Kontrolle über die Stadt entrissen hatten.
Sicherlich könnte jede Entwicklung, die dazu führt, dass IS-Terroristen wieder in Syrien Fuss fassen, für die Trump-Regierung mehr als peinlich sein, nachdem der Präsident persönlich versprochen hat, die militärischen Bemühungen der USA fortzusetzen, um eine Neuformierung der Terrororganisation zu verhindern.
Das Weisse Haus hat kürzlich Luftangriffe gegen IS-Stützpunkte in Syrien und Nigeria genehmigt, nachdem drei US-Soldaten im Dezember bei einem Hinterhalt des IS getötet worden waren. Daraufhin versprach Trump, dass seine Regierung „sehr ernsthafte Vergeltungsmassnahmen” gegen die Verantwortlichen für die Morde ergreifen werde.
Der US-Präsident könnte sich in einer äusserst schwierigen Lage wiederfinden, insbesondere während der Zwischenwahlen, wenn aufgrund seiner Unterstützung für den islamistischen Führer Syriens mehr Amerikaner und andere Menschen durch die Regierung von al-Sharaa, durch IS-Terroristen, die aus syrischen Gefängnissen geflohen sind, sowie durch al-Sharaas offensichtliches Bestreben, Syrien ethnisch zu säubern und anschliessend zu islamisieren, getötet oder schwer verletzt werden.
Con Coughlin ist Redaktor für Sicherheits- und Aussenpolitik bei The Telegraph und Distinguished Senior Fellow am Gatestone Institute. Auf Englisch zuerst erschienen bei Gatestone Institute. Übersetzung Audiatur-Online.

























Für WEN
schreibt man solche Artikel …?!
Nichts davon ist schlüssig, durchweg falsche Darstellungen:
Den IS in Syrien hatten ab 2015 Russland und der Iran zurückgedrängt!
Ich traue mich schon kaum, hier zu schreiben,
WER den IS mit Geld und Waffen, auch aus dem Irak heraus,
unterstützt hatte …
hatte ich gerade USA geschrieben?
Nee, hatte ich nicht, Glück gehabt!
Wenn wir die Kriegsparteien in Syrien nicht einmal im Ansatz ehrlich
benennen können oder wollen, wozu dann so ein Artikel …?!
Um NICHTS daraus lernen zu können?
Was die Türkei und ihr Militär in Syrien betrifft:
die Türkei sind KEIN Freund der USA!
Der gerade erst erfolgte Mord des Sohnes von Gadhafi in Tripolis
passt genau in diesen Kontext der Ereignisse in Syrien.
Die Türkei spielt auf seiten der Terror-Organisationen
und mit dem Feuer!
Russland hat die Rolle der Türkei schon vor den USA verstanden
und ist auf Distanz gegangen
– der Sturz von Assad war ein großer außenpolitischer Fehler der USA!
Und WAS
soll denn jetzt aus den Kurden werden?
Trump muss sich entscheiden: Kurden retten – ja oder nein?
Mit 1´500 Soldaten wird das aber nichts
und was Erdogan betrifft – der bräuchte mal eine klare Ansage
aus den USA und sollte zuerst einmal aus Libyen raus!