Start Innovation Israel investiert Milliarden in Energieinfrastruktur

Israel investiert Milliarden in Energieinfrastruktur

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Die Gasplattform Leviathan etwa 10 Kilometer vor der israelischen Küste. Foto IMAGO / Xinhua
Die Gasplattform Leviathan etwa 10 Kilometer vor der israelischen Küste. Foto IMAGO / Xinhua
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Das israelische Offshore-Gasfeld „Leviathan“ steht vor einer entscheidenden Ausbauphase. Die Projektpartner haben eine endgültige Investitionsentscheidung getroffen, um die jährliche Produktionskapazität des Projekts bis 2029 nahezu zu verdoppeln. Insgesamt werden 2,36 Milliarden US-Dollar investiert, um die Gasförderung von derzeit 12 Milliarden Kubikmetern (BCM) auf 21 BCM pro Jahr zu steigern.

Laut der israelischen Wirtschaftszeitung „Globes“, umfasst der Ausbau unter anderem die Errichtung von drei zusätzlichen Förderbohrungen, den Ausbau der Unterwasserinfrastruktur sowie die Erweiterung der Plattform- und Verarbeitungssysteme. Damit wäre technisch sogar eine Produktionskapazität von bis zu 23 BCM jährlich möglich. Die zusätzlichen Gasmengen sollen ab der zweiten Hälfte des Jahres 2029 verfügbar sein.

Stabile Energieversorgung und wirtschaftliche Perspektiven

Das Leviathan-Projekt wird von einem internationalen Konsortium getragen, dem unter anderem der US-Energiekonzern Chevron, NewMed Energy, Ratio Energies sowie die israelische Delek Group angehören. Die Investition folgt auf ein langfristiges Exportabkommen zwischen Israel und Ägypten, das den Export von insgesamt 130 BCM Erdgas bis 2040 vorsieht. Ein Teil dieser Lieferungen beginnt bereits 2026, der Grossteil ist an die nun beschlossene Erweiterung gebunden.

Die geschätzten Gasreserven des Leviathan-Feldes belaufen sich weiterhin auf rund 635 BCM. Durch die erhöhte Förderkapazität steigt jedoch der wirtschaftliche Wert des Vorkommens deutlich: Er wird nun auf rund 18,7 Milliarden US-Dollar beziffert. Bereits im Jahr 2025 produzierte das Feld 10,9 BCM Erdgas und erzielte damit Einnahmen von rund 2,23 Milliarden US-Dollar.

Bedeutung für Israel und die Region

Vertreter der beteiligten Unternehmen betonen die strategische Bedeutung des Projekts für Israel und die umliegenden Länder. Leviathan entwickle sich zunehmend zu einem stabilen energiepolitischen Rückgrat, das Versorgungssicherheit, planbare Exporte und wettbewerbsfähige Preise ermögliche. Gleichzeitig wird der Ausbau als Signal für Investitionssicherheit im östlichen Mittelmeerraum gewertet.

Auch für die israelische Volkswirtschaft ist die Entscheidung von erheblicher Tragweite. In den kommenden Jahren werden dem Staat Einnahmen in Milliardenhöhe erwartet – aus Förderabgaben, Steuern und Exporterlösen. Zugleich festigt Israel seine Position als verlässlicher Energiepartner in einer geopolitisch sensiblen Region.

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