Palästinensische Gefangene in einem Gefängnis im Ayalon-Komplex. Foto Nati Shohat/Flash90
Palästinensische Gefangene in einem Gefängnis im Ayalon-Komplex. Foto Nati Shohat/Flash90
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Terroristen in israelischen Gefängnissen erhalten Millionen von Schekel an Spezialnahrung für ihre Festtage, einen teuren Fernseher in jeder Zelle, einen Tischtennistisch, Computerspiele, Trainingsgeräte, eine unbegrenzte Anzahl von Zeitungen und grosszügige Familienbesuche, heisst es in einer Mitteilung der zionistischen NGO  „Im Tirtzu“.

 

Die Detailinformationen wurden vom israelischen Gefängnisdienst nach einem einjährigen Rechtsstreit veröffentlicht, nachdem die Rechtsabteilung von Im Tirtzu einen Antrag auf Auskunft nach dem Gesetz über die Informationsfreiheit stellte.

Laut der israelischen Zeitung Arutz Sheva, wurde der Antrag ursprünglich vom Gefängnisdienst abgelehnt, aber nach einem Berufungsverfahren, das von Im Tirtzu Rechtsanwalt Yaakov Cohen angestrengt wurde, war der Gefängnisdienst gezwungen, die Informationen freizugeben.

Den Angaben zufolge erhalten Terroristen, die ihre Zeit in israelischen Gefängnissen verbringen unter anderem auch spezielle Mahlzeiten für islamische Feiertage. Allein im Jahr 2018 kosteten die speziellen Feiertagsgerichte für Terroristen rund 135‘000 Euro und von 2008-2018 übersteigen die Kosten 1.6 Millionen Euro.

Darüber hinaus enthält jede Gefängniszelle einen 120 Euro teuren Fernseher und die Gefangenen haben Zugang zu Trainingsgeräten, Tischtennisplatten, Backgammon, Schach, Dame, weitere Spiele und praktisch unbegrenzt Zeitungen und Bücher.

Das gute Leben des Kommandanten der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden in einem israelischen Gefängnis. Mohammed Naifah, war Kommandeur der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden in der Gegend von Tulkarem. Foto Im Tirtzu
Das gute Leben des Kommandanten der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden in einem israelischen Gefängnis. Mohammed Naifah, war Kommandeur der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden in der Gegend von Tulkarem. Foto Im Tirtzu

Das Dokument enthüllte auch, dass die 5.753 Sicherheitsgefangenen im Jahr 2018 über 41.000 Besuche erhielten, was über die eigene Satzung des Gefängnisdienstes hinausgeht, die einen Besuch pro zwei Monate erlaubt.

Unter den Besuchern waren auch Mitglieder der Knesset der arabischen Parteien. Den Informationen zufolge besuchten 2016 verschiedene arabische Abgeordnete des israelischen Parlamentes mindestens 22 Mal Terroristen.

Der Geschäftsführer von Im Tirtzu, Matan Peleg, nannte die Bedingungen „empörend“.

„Es ist empörend, dass Terroristen mit Blut an den Händen auf Kosten des israelischen Steuerzahlers Hotelbedingungen erhalten. Das Blut ihrer Opfer schreit aus dem Boden“, sagte Peleg.

„Es ist wichtig zu beachten“, fuhr Peleg fort, „dass Zeugenaussagen, die wir von Mitarbeitern des Gefängnisdienstes erhalten haben, darauf hindeuten, dass die Situation noch viel schlimmer ist als die offiziellen Informationen des Gefängnisdienstes.“

„Wir fordern den Premierminister auf, die Schlussfolgerungen des Ausschusses von Minister Erdan zu diesem Thema umzusetzen und die Party für Terroristen im Gefängnis zu beenden“, so Peleg abschliessend.

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