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Zum ersten Mal in dreissig Jahren wurden Diebe von Altertümern in einer Felswand in der Wüste gefasst. Während die Arad Rescue Unit ihr früh morgendliches Routinetraining absolvierte, identifizierte sie eine verdächtige Bewegung in einer Höhle an der nördlichen Felswand von Nahal Ze’elim in der Judäischen Wüste. Inspektoren der Einheit Diebstahlprävention von Altertümern der Israelischen Behörde für Altertümer wurden herbeigerufen. Verdächtige Personen wurden dabei beobachtet wie sie illegale Ausgrabungen durchführten und dabei Metalldetektoren und Ausgrabungsausrüstung benutzen. Sie richteten dabei in der als „Höhle der Schädel“ (The Cave of the Skulls) erheblichen Schaden an, sie zerstörten archäologische Schichten und historische Zeugnisse aus der Römerzeit und der Kupferzeit. Alle Verdächtigen stammen aus dem palästinensischen Dorf Seir nahe Hebron im Westjordanland und zeigten beachtliche Fachkenntnisse, als sie mit Spezialausrüstung zur Höhle kletterten und sich von der Felswand abseilten. Als sie zurückkletterten, wurden die Verdächtigen von den Inspektoren der Einheit bereits erwartet. Amir Ganor, Leiter der Einheit, sagte, dass „seit Jahren nun schon solche Diebesgangs von Altertümern durch die Judäische Wüste hinweg operieren […] Die Diebe versuchen, Rollen vom Toten Meer , Stücke von antiken Texten und einzigartige Artefakte zu finden, die in den Höhlen zurückgeblieben sind, besonders aus der Zeit der Revolte gegen die Römer 66 -70 v. Chr und der Bar Kohkbar Revolte 132-135 n.Chr., als jüdische Kämpfer Zuflucht vor den Römischen Armee in der Wüste suchten. Diese Funde werden für sehr viel Geld auf den Antikmärkten in Israel und weltweit verkauft.“

Auszug aus Pressemitteilung der Israelischen Behörde für Altertümer, Dezember 2014.