Hunderte von äthiopischen Einwanderern landen in Israel

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Unter anderem der Vorsitzende der Jewish Agency, Isaac Herzog (Mitte rechts), und die Ministerin für Aliyah und Integration, Pnina Tamano-Shata (Mitte), begrüssen am 11. März 2021 neue äthiopische Einwanderer am Flughafen Ben Gurion. Foto The Jewish Agency/GPO.
Unter anderem der Vorsitzende der Jewish Agency, Isaac Herzog (Mitte rechts), und die Ministerin für Aliyah und Integration, Pnina Tamano-Shata (Mitte), begrüssen am 11. März 2021 neue äthiopische Einwanderer am Flughafen Ben Gurion. Foto The Jewish Agency/GPO.
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Am internationalen Flughafen Ben Gurion kam es am Donnerstag zu freudigen Szenen, als rund 300 äthiopische Neueinwanderer mit dem neunten und letzten Rettungsflug „Zur Israel“ eintrafen.

Der erste Flug landete im Dezember, nachdem die israelische Regierung die Aliyah (Einwanderung) von 2.000 jüdischen Äthiopiern, Mitglieder der Volksgruppe Falash Mura, genehmigt hatte – viele von ihnen hatten jahrelang darauf gewartet, mit Familienmitgliedern wiedervereint zu werden, die es zuvor geschafft hatten, die Reise zu machen.

Der letzte Flug der Operation „Zur Israel“ („Felsen Israels“) ist heute angekommen und hat unzählige Familien nach viel zu vielen Jahren der Trennung wieder zusammengeführt. Dies ist ein Moment der das Herz berührt und uns daran erinnert, dass unsere Mission, die verbleibenden Mitglieder der Gemeinschaft, die darauf warten, Aliyah zu machen, noch lange nicht vorbei ist“, sagte der Vorsitzende der Jewish Agency, Isaac Herzog.

Die Ministerin für Aliyah und Integration in Israel, Pnina Tamano-Shata, die erste in Äthiopien geborene Volksvertreterin Israels, war massgeblich an der Zusammenarbeit mit der Jewish Agency beteiligt, um bis zu 2.000 Mitglieder der jüdischen Gemeinde Äthiopiens nach Israel zu bringen.

„Dies ist eine Aufgabe, die auf gutem Wege ist, aber noch lange nicht abgeschlossen. Ich bin dankbar für die Ehre, die Operation „Zur Israel“ zum Erfolg geführt zu haben, die zur Aliyah von 2.000 Söhnen und Töchtern zu Eltern führte, die in Israel seit vielen Jahren geduldig auf dieses Wiedersehen gewartet haben“, sagte Tamano-Shata.

„Israels Mission, die Aliyah der verbleibenden Juden in Äthiopien sicherzustellen, ist jedoch nicht vorbei. Lassen Sie uns diesen bewegenden Moment nutzen, um uns daran zu erinnern, dass wir die Pflicht haben, diese schmerzhafte Geschichte endlich abzuschliessen“, fügte sie hinzu.

Falash Mura sind Mitglieder der jüdischen Beta Israel Gemeinschaft in Äthiopien, die im 19. und 20. Jahrhundert zum Christentum konvertierten. Einige wurden dazu gezwungen. Einige sind seitdem zum Judentum zurückgekehrt. Der ehemalige Oberrabbiner Ovadiah Yosef erklärte 2002, dass viele Falash Mura aus Angst und Verfolgung konvertiert seien und deshalb als Juden gelten sollten.

Seit den frühen 1950er Jahren hat die Jewish Agency mehr als 90.000 Äthiopier bei ihrer Einwanderung nach Israel unterstützt. Die beiden berühmtesten Lufttransporte von Äthiopien nach Israel waren die Operation Moshe in den Jahren 1984-1985, die die Ankunft von 6.364 Menschen unterstützte, und die Operation Shlomo im Jahr 1991, die 14.000 Einwanderer nach Israel brachte.

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