Unterzeichneten am 8. Juli die Gemeinsame Erklärung: Der israelische Bildungsminister, Naftali Bennett, der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Udo Michallik, sowie die Gesandte der Deutschen Botschaft Tel Aviv, Monika Iwersen (v.l.n.r.).

Erstmals wird das Fach Deutsch an israelischen Schulen als Wahlpflichtfach im Regelunterricht eingeführt.

Der israelische Bildungsminister, Naftali Bennett, und der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Udo Michallik, sowie die Gesandte der Deutschen Botschaft Tel Aviv, Monika Iwersen, unterzeichneten am Mittwoch, den 8. Juli 2015, dazu eine gemeinsame Erklärung in Jerusalem. Die „Joint Declaration of Intent“ enthält daneben auch die Durchführung von Prüfungen zum Deutschen Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz (DSD) in Israel.

Der Deutschunterricht erfolgt zunächst an fünf Schulen und beginnt ab der neunten Klasse. Die Prüfung zum DSD, die die Schülerinnen und Schüler zum Abschluss des Unterrichts ablegen, soll gemäss der Vereinbarung auch als Bagrut-Prüfung im Fach Deutsch anerkannt werden. Das Bagrut ist die israelische Hochschulreifeprüfung.

Der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Udo Michallik, sagte anlässlich der Unterzeichnung: „Es ist eine bemerkenswerte Entwicklung in der Beziehung beider Staaten, dass nun israelische Schülerinnen und Schüler im regulären Schulunterricht die deutsche Sprache erlernen und dabei ein deutsches Diplom erwerben können. Dies zeigt, und es ist nicht selbstverständlich, wie weit wir in den 50 Jahren des Dialogs und des Austausches seit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel gekommen sind.“

Schülerinnen und Schüler der Rabin High School in Eilat hatten in einem Pilotprojekt im März bereits zum zweiten Mal an den Prüfungen zum DSD teilgenommen. Die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen nun vom KMK-Generalsekretär ihre Diplomurkunden in Tel Aviv überreicht.

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