Start International Hamas hält geheimes Lohnsystem aufrecht – Unterstützer erhalten weiterhin Geld und Lebensmittel

Hamas hält geheimes Lohnsystem aufrecht – Unterstützer erhalten weiterhin Geld und Lebensmittel

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Foto Al-Qassam Website
Foto Al-Qassam Website
Lesezeit: 2 Minuten

Trotz des fast zweijährigen Kriegs, massiver israelischer Militäroperationen und der weitgehenden Zerstörung ihrer Verwaltungsinfrastruktur gelingt es der Terrororganisation Hamas weiterhin, ihre Machtbasis im Gazastreifen durch ein geheimes Bargeldsystem zu stabilisieren. Wie die BBC berichtet, zahlt die Hamas nach wie vor Gehälter an rund 30.000 Angestellte, darunter Polizisten, Lehrer und Beamte, über ein verdecktes Netzwerk von Bargeldkurieren.

Laut einem BBC-Bericht erhalten viele dieser Angestellten alle zehn Wochen bis zu 20% ihres Vorkriegslohns. Insgesamt belaufe sich die Summe auf rund sieben Millionen Dollar. Das Geld werde in bar und verdeckt übermittelt. Die Betroffenen erhalten verschlüsselte Nachrichten mit Treffpunkten auf ihre Handys, an denen ihnen Umschläge mit Bargeld überreicht werden. Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) versuchen offenbar gezielt, die Verteilung zu unterbinden. Ein Funktionär aus dem Hamas-Ministerium «für religiöse Angelegenheiten» berichtete, er habe mehrfach erlebt, wie solche Treffpunkte Ziel israelischer Angriffe wurden.

Während ein Kilo Mehl auf dem Schwarzmarkt bis zu 80 US-Dollar kostet, lösen die Auszahlungen wachsendes Misstrauen in der Bevölkerung aus. So erzählte ein Lehrer, er habe 1.000 Schekel (ca. 300 US-Dollar) in beschädigten Banknoten erhalten, von denen nur 200 überhaupt noch nutzbar gewesen seien.

Die scheinbare «Solidarität der Hamas mit der eigenen Bevölkerung» entpuppt sich mehreren Aussagen zufolge als selektive Versorgung der eigenen Anhänger. Die BBC zitiert eine Witwe, die berichtete, dass ihre Hamas-nahen Nachbarn regelmässig Hilfspakete erhielten, sie selbst jedoch nichts. Sie fragt: «Sind sie nicht die Ursache unseres Leidens?»

Unklar bleibt, wie die Hamas diese Gehälter trotz ihrer weitgehenden Infrastrukturverluste weiterhin auszahlen kann. Ein hochrangiger Funktionär gab gegenüber der BBC an, dass die Organisation vor dem Terrorangriff am 7. Oktober 2023 rund 700 Millionen Dollar in bar sowie hunderte Millionen Schekel in unterirdischen Tunneln gebunkert habe. Diese Vorräte seien direkt vom inzwischen getöteten Hamas-Führer Yahya Sinwar und dessen Bruder Mohammed überwacht worden.

Finanzierung durch Iran und Katar – und durch hohe Zigarettenpreise

Laut BBC finanzieren sich die Hamas Al-Qassam-Brigaden weiterhin vor allem über den Iran. Die zivile Hamas-Verwaltung hingegen generiere Einnahmen durch Importsteuern, zusätzliche Abgaben auf Händler und den Verkauf von Zigaretten, die im Gazastreifen aktuell bis zu 170 US-Dollar pro Packung kosteten.

Ein hochrangiger Vertreter der Muslimbruderschaft mit Sitz in Ägypten, einer der einflussreichsten islamistischen Organisationen weltweit, hat erklärt, dass etwa 10 % ihres Budgets auch an die Hamas flossen.

Zusätzlich zur Bargeldverteilung lässt die Hamas Lebensmittelpakete über lokale «Notfallkomitees» ausgeben, deren Leitung aufgrund gezielter israelischer Angriffe regelmässig wechselt. Die Bevölkerung wirft der Hamas jedoch vor, auch diese Hilfe vorwiegend an loyale Unterstützer zu vergeben. Israel wirft der Hamas zudem vor, internationale Hilfsgüter in grossem Stil zu stehlen. Obwohl die Organisation dies abstreitet, berichten BBC-Quellen aus Gaza, dass die Hamas tatsächlich grosse Mengen an Hilfsgütern einbehalten würde.

4 Kommentare

  1. WAS – WAS! –
    soll mit Appeasement gegenüber der Hamas erreicht werden …?!

    Gaza 2.0?
    2-Staaten-Mantra?

    Die Experimente dauern nun schon knapp 80 Jahre an
    – gibt es ein Ergebnis, ein Fazit, eine Konsequenz?
    Wenn es überhaupt einen Vernunftschluß aus diesen grausamen Experiment gibt:
    kein arabischer Staat auf israelischem Staatsgebiet!
    Nicht einmal eine Autonomie oder so etwas wie eine lokale Eigenverwaltung!

    Es gibt einen Grund, warum dieser Staat „Israel“ genannt wurde
    – sonst hätte man den römischen Schandnamen „Palästina“ weiterverwenden können!
    Ob Römer oder Araber als Besatzer, wäre dann auch egal.
    Persönlich bin ich Agnostiker,
    aber wäre ich Jude, dann würde ich fürchten, dass G´TT sich durch die Bezeichnung
    „Israel“ für ein arabisch dominiertes Gebiet beleidigt fühlen würde;
    ja, auch durch die „Westbank“!

    Israel muss Israel werden und die Westbank zu Judäa und Samaria
    – mein Herz mit Euch!

  2. Ich trage eine orange Mütze. In Erinnung an Ariel an sein Leben und es darf nie vergessen werden was am 7 Oktober geschah . In Erinnung
    an die Familie Bibas und alle anderen Opfer! We stand to Israel!

  3. Die Zahlen zeigen doch deutlich, dass die Palästinenser mehrheitlich die Hamas unterstützen. Bei der Geiselnahme haben sie mitgemacht oder sie bejubelt.
    Es gibt daher keinen Grund, die Leiden der „Zivilbevölkerung“ in Gaza zu beweinen. Das sind Mittäter und man kann nur hoffen, dass Israel hart bleibt und sich nicht von diesem schon halbmuslimischen Europa beeinflussen lässt.
    Und die sogenannten „Prominenten“ der Kulturszene die sich lediglich der veröffentlichen Meinung anbiedern, um den Platz in der Ernährungskette zu sichern, sind gelinde gesagt, nur widerlich.

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