Start International Handgreiflichkeiten zwischen Christen und Pro-Palästina-Demonstranten

Handgreiflichkeiten zwischen Christen und Pro-Palästina-Demonstranten

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Martinskirche in Langenau (Alb-Donau-Kreis). Foto IMAGO / imagebroker
Martinskirche in Langenau (Alb-Donau-Kreis). Foto IMAGO / imagebroker
Lesezeit: 2 Minuten

Eine Kirchengemeinde im württembergischen Langenau wird seit eineinhalb Jahren antisemitisch angefeindet. Jetzt kam es zu Handgreiflichkeiten vor der Martinskirche.

Im württembergischen Langenau nahe Ulm spitzt sich die Lage nach erneuten Anfeindungen gegen die dortige evangelische Gemeinde zu. Am Sonntag sei es vor der evangelischen Martinskirche zu Handgreiflichkeiten zwischen Pro-Palästina-Demonstrierenden und Gottesdienstbesuchern gekommen, teilte die Landeskirche am Montag in Stuttgart mit.

Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl erklärte, die Ereignisse vom Sonntag zeigten, „dass es ein Trugschluss ist zu meinen, einen solchen Konflikt aussitzen zu können“. Seit eineinhalb Jahren würden Ortspfarrer Ralf Sedlak und seine Familie in einer Weise persönlich diffamiert, die nicht hinzunehmen sei, betonte Gohl.

Sedlak hatte in einem Gottesdienst nach dem Überfall der Terrororganisation Hamas auf Israel im Oktober 2023 ein Kanzelwort des Landesbischofs verlesen, das Solidarität mit den israelischen Opfern zum Ausdruck brachte. Seitdem erleben die Gemeinde und deren Pfarrer Anfeindungen.

„Es kann nicht sein, dass Sonntag für Sonntag Gottesdienstbesucherinnen und -besucher bedrängt und eingeschüchtert werden, so dass viele Gemeindeglieder inzwischen den Gottesdienst in der Martinskirche nicht mehr besuchen“, beklagte der Landesbischof. „Achselzuckende Kenntnisnahme hilft nicht weiter. Hier wären schon lange Kommune und Landkreis gefordert gewesen“, betonte Gohl.

Antisemitische Aktionen hatten bereits das Wohnhaus des Pfarrers zum Ziel. Gohl erklärte im Oktober 2024, nicht nur Juden sähen sich inzwischen Hass und Anfeindungen ausgesetzt, sondern auch solche Menschen, die sich öffentlich für jüdisches Leben einsetzen.

Im Dezember 2024 wurden antisemitische Schmierereien an der Martinskirche und am Rathaus entdeckt. „Boycott Israel“ und „Juden vergasen“ war laut Polizei in roter Farbe auf die Mauern gesprüht. Der Staatsschutz hatte Ermittlungen aufgenommen, die Polizei ihre Präsenz verstärkt.

Landesbischof Gohl, die Ulmer Prälatin Gabriele Wulz sowie gut 100 Pfarrerinnen und Pfarrer und weitere Kirchenmitglieder veröffentlichten daraufhin eine Unterschriftenaktion im Internet. Darin riefen sie dazu auf, sich öffentlich gegen Judenhass zu stellen.

KNA/dmu/has/jps

3 Kommentare

  1. Unvorstellbar. Habe den Artikel 3 mal gelesen. Begreife nicht, dass die Polizei diese Judenhasser nicht kurz festnehmen kann und deren Identität registriert. Und, wie feige sind diese Leute, dass sie diese christliche Gemeinde belästigen, ja handgreiflich werden. Obwohl das vorgelesene Kanzelwort ja von ganz woanders kommt. Ich werde Frau prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel – TU Berlin Fakultät Allgemeine Linguistik und kognitive Kommunikationswissenschaft – auf diesen Bericht hinweisen. Sie erforscht schon 20 Jahre alle Aspekte von Antisemitismus / Judenhass. Am 3. Mai hielt sie eine Rede vor dem Parlament zu Wien. Link : https://www.youtube.com/watch?v=DIWL7pWuEHA
    Bleibt für mich die Frage , warum kommt dieses Geschehen nicht breit in deutschen Medien ?
    Als nicht Jude bleibe ich weiterhin Audiatur-online unterstützen.
    Hier gibt es einzigartige Wahrheitsberichte zu lesen.

  2. Ja, leider kümmern sich die „Volksvertreter“ lieber um Ramadan oder sonstige Unfug, das im Europa nichts zu suchen hat. Aber durch die falsch verstanden Toleranz, hat man jetzt das Resultat. Erschreckend ist auch das sich Leute nicht mehr in die Gottesdienst gehen, aber es sollte : jetzt erst recht heissen.

  3. Nicht zu fassen! Das ist öfftl. Ruhestörung, Aufruhr und Sachbeschädigung. Sind Islamanhänger aus Nahost dabei, sollten sie ausgewiesen werden. Wir brauchen keine importierten Radaubrüder, die – wenns hoch kommt – noch von Sozialhilfe leben. Diese Trittbrettfahren und Nachplapperer sollten ihre Energie des „Pro-Palästinenser-Geplärres“ vor Ort einsetzen gehen, da würde dann die entsprechende Antwort umgehend erfolgen!

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