Start Jüdisches Leben Ein Weckruf für das neue Jahr

Ein Weckruf für das neue Jahr

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Symbolbild. Foto KI
Symbolbild. Foto KI
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Nach einem weiteren Jahr voller grosser Herausforderungen für das jüdische Volk weltweit und für Israel dürfen wir nicht zulassen, dass Antisemitismus, Angriffe und Feindseligkeit unser Leben bestimmen. Rosch Haschana ruft uns auch dazu auf, genau hinzuhören.

Rosch Haschana ist das jüdische Neujahrsfest, mit dem aktuell das Jahr 5787 beginnt. Es ist kein lautes Fest wie Silvester, sondern der Anfang von zehn eher ernsten Tagen, die mit Jom Kippur enden, dem Versöhnungstag und höchsten Feiertag im Judentum. In dieser Zeit schaut man auf das vergangene Jahr zurück, bittet um Vergebung und nimmt sich vor, es besser zu machen.

An Rosch Haschana wird das Schofar, ein Widderhorn, geblasen. Sein Ton ist nicht schön im üblichen Sinne, sondern laut und roh, und soll uns aufwecken. Viele Menschen haben sich daran gewöhnt, dass Juden auf offener Strasse angefeindet werden, dass jüdische Einrichtungen bewacht werden müssen und dass Hass gegen Israel als Meinung akzeptiert wird, auch bei uns in der Schweiz. Wer das hört und sieht und trotzdem weiterschläft, macht es sich zu einfach.

Die Frage, wo man falsch lag und was man besser machen will, sollten sich in diesen Tagen auch Politiker, Journalisten, Universitäten und Kirchen stellen, denn viele von ihnen haben weggeschaut, als es darauf ankam. Die gute Nachricht ist, dass Umkehr immer möglich ist.

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An Rosch Haschana isst man traditionell Apfelstücke mit Honig, als Wunsch für ein süsses Jahr. In diesem Sinn wünsche ich Ihnen, Ihren Familien und Freunden ein gutes und süsses neues Jahr, mit Gesundheit, Freude und Frieden.

Schana Towa!

1 Kommentar

  1. Die Schweiz hat Grund, und es nicht zu früh, der im Holocaust ermordeten Juden zu gedenken. Darunter waren wohl auch alle die als Flüchtlinge hier Zuflucht suchten, aber abgewiesen wurden, 24000 nach Bergier Bericht. Dass das manchen von uns zu denken gibt, das. ist ja richtig. Leider können wir sie nicht um Vergebung bitten, wozu wir allen Grund hätten. An Gott wenden können wir uns stellvertretend mit der Schuld und dazu stehen, dass es ein grosses Unrecht war. Umso mehr als ein Neffe des Justiz-Chefs Von Steiger ausgerechnet hatte, dass die Schweiz 50000 Flüchtlinge gut hätte aufnehmen können, ohne dass jemand gehungert hätte. – Es möge tröstlich sein für Nachkommen. Ich fühle mich etwas erleichtert.

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