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Bäume über Tiberias für Fredi Heer

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Alfred «Fredi» Heer, 12. Oktober 1961 - 19. September 2025. Foto KEYSTONE/Anthony Anex
Alfred «Fredi» Heer, 12. Oktober 1961 - 19. September 2025. Foto KEYSTONE/Anthony Anex
Lesezeit: 3 Minuten

Der KKL-JNF Schweiz will im Schweizer Wald oberhalb von Tiberias ein Waldstück zur Erinnerung an Alfred Heer neu bepflanzen. Der frühere Zürcher SVP-Nationalrat und Präsident der Audiatur-Stiftung ist am 19. September 2025 im Alter von nur 63 Jahren gestorben. Zu seinem ersten Todestag sammelt der KKL-JNF Schweiz mindestens 10’000 Franken. Audiatur-Online begrüsst diese Aktion und unterstützt sie.

Die Initiative liegt uns besonders am Herzen, denn Alfred «Fredi» Heer stand über Jahrzehnte an der Seite Israels und des jüdischen Volkes und trat dem Antisemitismus auch dann entgegen, wenn es Mut brauchte. Der KKL-JNF Schweiz schreibt in seinem Aufruf: «Sein Engagement, seine klare Haltung und seine Freundschaft bleiben unvergessen.» Gerade nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023 sei seine Haltung von besonderer Bedeutung gewesen. Wir haben ihn im September 2025 in einem Nachruf gewürdigt.

Wie nahe ihm Israel war, zeigte eine Kolumne, die er wenige Tage nach dem Massaker im «SonntagsBlick» veröffentlichte. Darin erwähnte er, dass er selbst einst im Kibbuz Re’im gelebt hatte, einem der Orte, die an jenem Tag überfallen wurden. Er schrieb: «Im Zweiten Weltkrieg mussten sich Juden im Keller oder im Schrank verstecken, um von den Nazis nicht deportiert zu werden. Dass sie dies rund 80 Jahre später in Israel wieder tun müssen, sollte uns allen die Augen öffnen.» Die Terrororganisation Hamas könne «nie Partner für einen Frieden sein».

Heer setzte sich auch für die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus ein. 2021 reichte er die Motion für einen Schweizer Erinnerungsort ein, die das Parlament guthiess. Am 8. September 2026 wurde das Siegerprojekt für diesen Erinnerungsort in Bern vorgestellt, doch die Einweihung erlebt er nicht mehr.

Ein Wald mit Schweizer Geschichte

Der Erinnerungswald entsteht an einem Ort, der die Schweiz und Israel seit fast hundert Jahren verbindet. Am steilen Hang über dem See Genezareth begannen die britischen Mandatsbehörden 1927 mit Aufforstung und Bodensicherung. 1934 stürzten Erde und Geröll in die Stadt, 25 Menschen kamen dabei ums Leben. Seither führt der KKL-JNF dort mit Unterstützung aus der Schweiz Projekte zum Schutz vor Erosion und zur Pflege des Waldes durch, wie die Organisation auf ihrer Webseite festhält. Die Bäume halten bis heute den Boden fest und schützen so Tiberias und seine Bewohner. Nach seinen Schweizer Förderern trägt der Wald den Namen Ja’ar Schweiz, zu Deutsch Schweizer Wald.

PikiWiki Israel 48679 Geography of Israel
Schweizer Wald in Tiberias. Foto חזי כהן גלמן Pikiwiki Israel, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49175354

Was geplant ist

Im Schweizer Wald soll eine vom Feuer beschädigte Fläche von 5 Dunam wieder bepflanzt werden, also 5000 Quadratmeter oder ein halber Hektar. Vorgesehen sind widerstandsfähige, einheimische Baumarten, und eine Gedenktafel wird das Waldstück dauerhaft Alfred Heer widmen.

Gemeinsam mit Familie, Freunden und Weggefährten will der KKL-JNF Schweiz mindestens 10’000 Franken sammeln. Die Organisation erhöht jeden gespendeten Franken um 25 Prozent. Aus 10’000 Franken werden so 12’500 Franken, die nach Angaben des KKL-JNF vollständig in die Pflanzung fliessen.

Im Aufruf des KKL-JNF Schweiz heisst es: «Wer diesen Hain unterstützt, bewahrt nicht nur einen Wald. Er hilft mit, eine Geschichte von Schutz, Freundschaft und Haltung weiterzuschreiben.» Wir würden uns freuen, wenn unserer Leser mithelfen. In Erinnerung an Alfred «Fredi» Heer.

Spenden für den Erinnerungswald
Empfänger: KKL-JNF Schweiz, Postfach, 8021 Zürich
IBAN: CH54 0900 0000 8002 1891 0
Vermerk: «Alfred Heer Erinnerungshain»

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