
Die Gaza Humanitarian Foundation (GHF) hat am Montag bekannt gegeben, dass sie in ihrer ersten vollständigen Einsatzwoche fast sechs Millionen Mahlzeiten an Bedürftige im Gazastreifen verteilt hat. Nach Angaben der Organisation verliefen die Hilfslieferungen bislang ohne grössere sicherheitsrelevante Zwischenfälle.
Am Montagmorgen wurden laut GHF vom Verteilzentrum SDS1 (Tal Sultan) insgesamt 21 LKW-Ladungen mit 20’160 Lebensmittelpaketen ausgegeben. Dies entspricht laut der Organisation etwa 1’159’200 Mahlzeiten. Insgesamt beläuft sich die bisherige Verteilmenge auf etwa 87’360 Pakete, was in Summe rund 5’880’262 Mahlzeiten bedeutet.
Sicherheitslage stabil – Falschmeldungen zurückgewiesen
Die GHF betont, dass es seit Beginn ihrer Hilfsoperationen keine Verletzten oder Todesfälle im Zusammenhang mit den eigenen Verteilungen gegeben habe. Medienberichte über angebliche Schusswechsel, zivile Opfer oder chaotische Zustände an Verteilpunkten bezeichnet die Organisation als «vollständig falsch» und teils als Ergebnis gezielter Desinformation.
Die GHF widerspricht insbesondere Meldungen, laut denen Kriegsschiffe angeblich auf Zivilisten gefeuert hätten. Diese Aussagen seien «absurd» und entbehrten jeder Grundlage. Es gebe keine Hinweise auf Angriffe im oder in der Nähe des eigenen Verteilzentrums.
Gleichzeitig weist die Organisation darauf hin, dass sich ihre Zuständigkeit auf die unmittelbare Umgebung der Verteilzentren beschränkt. Man könne keine Aussagen zu militärischen Aktivitäten ausserhalb des eigenen Perimeters treffen. Laut GHF existiert jedoch Drohnenmaterial, das bewaffnete Kämpfer zeigt, die auf Zivilisten feuern.
«Ich bin unglaublich stolz darauf, dass unser Team in der ersten Woche fast sechs Millionen Mahlzeiten ausliefern konnte. Das beweist, dass unser Modell funktioniert und ein wirksames Mittel ist, um den Menschen in Gaza unter Notbedingungen lebensrettende Hilfe zu leisten. Wir werden unsere Abläufe weiter anpassen und verbessern, um sicherzustellen, dass wir unsere Kapazitäten und Möglichkeiten in den kommenden Wochen und Monaten ausbauen können.» so der GHF-Interimsdirektor John Acree.
Acree forderte andere humanitäre Akteure auf, sich aktiv an der Versorgung der Bevölkerung zu beteiligen:
«Es ist enttäuschend, dass viele Organisationen trotz ihrer Möglichkeiten zur sicheren Hilfeleistung weiterhin abseitsstehen.»
Er appellierte an die internationale Gemeinschaft, sich gemeinsam für einen effektiven, unverzögerten und nicht zweckentfremdeten Hilfstransport einzusetzen.
Hamas is doing everything possible to prevent it and is spreading lies — but Gaza residents are voting with their feet and with smiles.
— Oren Marmorstein (@OrenMarmorstein) June 2, 2025
Civilians in Gaza arrived again this morning to collect aid packages from the Gaza Humanitarian Fund. pic.twitter.com/kAC8goBoLl
Auch die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) wiesen am Sonntag Vorwürfe zurück, ihre Soldaten hätten in Khan Yunis auf Zivilisten geschossen. Sie veröffentlichten Aufnahmen, die palästinensische Bewaffnete zeigen, die mindestens eine Person niederschiessen.
Eine vorläufige Untersuchung habe ergeben, dass zum Zeitpunkt des Vorfalls am Sonntag keine Schüsse von israelischer Seite in dem Gebiet südlich von Gaza-Stadt abgegeben wurden, teilte die Pressestelle der israelischen Streitkräfte in einer Erklärung mit.
In einer Videobotschaft, die veröffentlicht wurde, nachdem internationale Medien die ersten Berichte aufgegriffen hatten, erklärte IDF-Sprecher Brigadegeneral Effie Defrin: «Die IDF hat nicht auf Zivilisten in oder in der Nähe des Bereichs der humanitären Hilfsgüterverteilung geschossen.»
Die IDF machte die Hamas für die Verbreitung falscher Behauptungen verantwortlich und warf der Terrororganisation vor, absichtlich Zivilisten in Gaza anzugreifen, um die Lieferung von Hilfsgütern zu behindern.
Die IDF betonte, dass sie mit der amerikanischen Gaza Humanitarian Foundation und anderen internationalen Organisationen zusammenarbeitet, um sicherzustellen, dass die Lebensmittel die Zivilbevölkerung und nicht die Hamas erreichen.
























Gibt es eine Alternative zur Evakuierung aus Gaza? Wenn die arabischen Länder diesen Terrorstützpunkt nicht unter ihre Kontrolle bringen und die Gaza-Araber weiterhin aufrüsten und Israel angreifen, was dann? Hamas könnte eine Geisel freilassen, wenn es für ein Treffen mit den USA in Katar benötigt wird, also könnten sie sofort alle Geiseln freilassen, Israel anerkennen und den Terror stoppen. Solange dies nicht geschieht, ist die Lieferung von Lebensmitteln an Menschen, die als menschliche Schutzschilde für Hamas dienen, nicht kriminell? Ägypten hätte im Oktober 2023 die Grenze zu Gaza öffnen sollen, um den Menschen die Flucht zu ermöglichen. Ist es nicht ein Menschenrecht, allen normalen Menschen zu erlauben, den Terrorstützpunkt Gaza zu verlassen, damit Israel in Frieden leben kann, in einem sicheren Zuhause mit sicheren und verteidigungsfähigen Grenzen? Verlängert die Lebensmittellieferung statt einer Evakuierung nicht einfach das Leiden? Wer bezahlt den Wiederaufbau von Gaza – auch die Schweizer Steuerzahler? Und wozu – um Tunnel wieder aufzubauen und Israel in fünf Jahren mit besseren Waffen und Bedingungen erneut anzugreifen?