In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten die «Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen in Jerusalem» am 18. Januar 2026 den christlichen Zionismus als «schädliche Ideologie». Die Erklärung richtet sich nicht nur an «Christen im Heiligen Land», sondern ausdrücklich an die Weltöffentlichkeit. Damit ist sie kein internes Glaubenspapier, sondern ein Statement mit klarer politischer Stossrichtung gegen christliche Stimmen, die Israels Existenz und das jüdische Recht auf das Land unterstützen.
Die Erklärung wurde von den lateinischen und orthodoxen Patriarchen verfasst, die gemeinsam historische christliche Stätten und Gemeinden im Heiligen Land betreuen. Erstaunlich ist dabei vor allem eines: Israel selbst wird in der Erklärung kaum erwähnt – jedenfalls nicht als demokratischer Staat mit Religionsfreiheit, sondern lediglich als Schauplatz angeblich gefährlicher politischer Einflüsse. Die Kirchenführer beanspruchen exklusiv für sich, für «Christen im Heiligen Land» sprechen zu dürfen. Wer dies infrage stellt oder eine eigenständige Position bezieht, wird als Störfaktor gebrandmarkt.
Der Ausdruck «christlicher Zionismus» wird dabei bewusst allgemein gehalten. Gemeint ist damit aber offenbar jede christliche Haltung, die anerkennt, dass Israel ein Existenzrecht hat – nicht nur aus politischen Gründen, sondern weil Juden historisch mit diesem Land verbunden sind. Gegen diese Haltung wird aber nicht sachlich argumentiert. Sie wird einfach als Problem abgestempelt. Es werden weder Fakten genannt noch konkrete Aussagen geprüft oder widerlegt. Stattdessen erfolgt eine pauschale Einstufung als gefährlich, spaltend und schädlich.
Das zentrale Argument der «Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen in Jerusalem» ist, dass der christliche Zionismus die christliche Präsenz im Nahen Osten gefährde. Dies steht jedoch im Widerspruch zur Realität: Christen leben heute nirgends im Nahen Osten so sicher wie in Israel. Sie verfügen dort über volle Bürgerrechte, Religionsfreiheit sowie Zugang zu Bildung, Gerichten und politischer Teilhabe. In den palästinensischen Gebieten, im Libanon, in Libanon, im Irak oder in Ägypten sind christliche Gemeinschaften hingegen in den letzten Jahrzehnten massiv geschrumpft – durch Gewalt, Diskriminierung, Auswanderung und Verfolgung.
Dies wird in der Erklärung der Patriarchen vollständig verschwiegen. Es entsteht der Eindruck, Israel selbst oder jene Christen, die Israel offen unterstützen, seien Teil des Problems. Damit wird ein falsches Bild vermittelt. Nicht Israel gefährdet Christen, sondern seine Gegner. Nicht die Unterstützung Israels destabilisiert christliche Gemeinden, sondern der Druck islamistischer und autoritärer Systeme, über den in dem Dokument mit keinem Wort gesprochen wird.
Die Kirchenführer beklagen zudem ausdrücklich, dass bestimmte christliche Akteure auf «offizieller Ebene» in Israel und international empfangen wurden. Das eigentliche Ärgernis scheint somit nicht eine angeblich falsche Ideologie zu sein, sondern der Verlust der kirchlichen Deutungshoheit. Wer Zugang zu Regierungen hat, gehört wird und öffentlich spricht, soll dies offenbar nur mit Genehmigung der Patriarchen tun dürfen.
Die Erklärung der sogenannten Patriarchen fügt sich nahtlos in ein internationales Umfeld ein, in dem «Zionismus» zunehmend als Problem angesehen wird – unabhängig davon, ob er religiös, kulturell oder national verstanden wird. Wer aber den Zionismus diskreditiert, stellt letztlich die Legitimität jüdischer Selbstbestimmung infrage.
Dass gerade Kirchenführer so reden, ist kein Zufall. Das kennt man seit langem: Juden dürfen in der Theorie ein Volk sein – aber sobald sie einen eigenen Staat haben, eigenes Land kontrollieren und sich verteidigen, wird es plötzlich als Problem dargestellt. Israel soll irgendwie existieren, aber bitte schwach, abhängig und ohne Rückhalt von aussen – und am besten ohne Christen, die offen sagen, dass Israel ein Recht auf dieses Land hat.
Jesus (Yeshua) war Teil des jüdischen Volkes. Alles, was er lehrte, stand im Zusammenhang mit der jüdischen Geschichte und den Zusagen an Israel. Wer heute behauptet, Israel habe mit diesem Land nichts mehr zu tun, verabschiedet sich nicht nur von Geschichte, sondern stellt den Kern der biblischen Überlieferung infrage.
Diese Erklärung aus Jerusalem hilft weder dem Frieden noch den Christen vor Ort. Sie ist vor allem ein Zeichen des Nachgebens, des Appeasement. Es ist auch ein Unterwerfungssignal gegenüber dem Islam. Und man übernimmt, was international gerade gut ankommt – selbst wenn das bedeutet, Israel öffentlich zu delegitimieren.
Silentium coram iniustitia culpa est!



























Die Katholiken wurden in großer Zahl von den Nazis getötet – siehe Pfarrerblock KZ Dachau. Auch für viele Katholiken ist die Solidarität zu Israel ein wichtiges anliegen. Götz Aly zeigt in seinen neuen Buch „Wie konnte das geschehen“ https://www.youtube.com/watch?v=86Ljg_-KeIo das meist Katholiken und ihre Priester sich gegen die Nazis wanden
Danke für den Artikel! Leider sind diese traditionellen Kirchen tief in der Ersatztheologie verstrickt. Der folgende Artikel in PRO zeigt den weiteren christlichen Kontext in Israel und dass Christen aus den traditionellen Kirchen sich zum Staat Israel bekennen, auch gegen die Kritik der Kirchenführer: https://www.pro-medienmagazin.de/amtskirchen-warnen-vor-christlichem-zionismus/
Oh, ist das nicht ein Zitat aus der vierten catilinischen Rede? Augustinus von Hippo ist seit 395 Teil des Kanons, das bedeutet, das sämtliche Reden, die nicht frauenfeindlich oder antisemitisch sind, als nicht christlich gebrandmarkt werden können. Mohammed orientierte sich ebenfalls an Augustinus von Hippo, das übrigens im heutigen Algerien liegt. Augustus wiederum gründete einen Mönchsorden, die Augustiner, die als besonders intolerant gegenüber anderen Sichtweisen als die ihren galten und wurden von Friedrich II dem Wittelsbacher aus der Pfalz in seiner Abwehr des katholischen Kaisers genutzt in der Frage nach der Rechtmäßigkeit der Vergabe von Lehen. Bekanntermaßen ging aus dem Orden der Protestantismus hervor oder besser ein Augustiner wurde zum ersten Protestanten, Luther, die Fürsten gründeten die protestantische Union, verheerten mit Glaubens- und Machtkämpfen Europa, ganz ähnlich wie der sunnitische Islam. Natürlich auch ganz wie die schiitischen Mullahs. Denn die Katholiken haben unter anderem Magdeburg dreimal niedergebrannt und alle Bevölkerung von Magdeburg ermordet, die Kranken in den Spitälern abgeschlachtet … Das christliche katholische Spanien war für Massenvergewaltigungen berüchtigt oder waren das nicht die Anglikaner? Es ist einmal geschehen und kann jederzeit wieder geschehen. Vielleicht fühlen sich diese Christen den rechtsradikalen Mullahs so verwandt.