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Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Danny Danon, hat die Terrororganisation Hamas beschuldigt, in Gaza grosse Mengen an Babynahrung und Kindernahrung gezielt zurückzuhalten, um internationale Hungervorwürfe gegen Israel zu untermauern. Konkret spricht Danon von Babymilchpulver und Kindernahrung, die in einem Lagerhaus der von Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde in Gaza gehortet worden seien. Die Vorwürfe wurden am 11. Dezember 2025 öffentlich erhoben und mit Bildmaterial untermauert.

Auslöser der Debatte war ein Video, das offenbar zeigt, wie Babynahrung und nährstoffreiche Kinderdrinks palettenweise in einem Lager gestapelt sind. Verbreitet wurde das Material zunächst durch Ahmed Fouad Alkhatib, einen aus Gaza stammenden Aktivisten mit Wohnsitz in Washington. Alkhatib erklärte öffentlich, lokale Aktivisten hätten bereits seit Monaten auf systematisches Horten und sogar bewusste Entsorgung von Kindernahrung hingewiesen. Diese Hinweise seien jedoch von Teilen der internationalen pro-palästinensischen Aktivistenszene diskreditiert, die Hinweisgeber bedroht oder mundtot gemacht worden.

Danon erklärte, Hamas schrecke nicht davor zurück, auch palästinensische Kinder zu schädigen, um politische Narrative zu bedienen. Er verwies dabei auf ein bekanntes Zitat der früheren israelischen Ministerpräsidentin Golda Meir, wonach Frieden erst möglich sei, wenn palästinensische Akteure ihre eigenen Kinder mehr liebten als sie Israel hassten. Israel werde weiterhin daran arbeiten, solche Praktiken offenzulegen und gleichzeitig seine eigene Bevölkerung zu schützen, so Danon weiter.

Die Vorwürfe werden flankiert von Erkenntnissen der israelischen Armee. Eine im August 2025 initiierte Expertenprüfung der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte kam demnach zum Schluss, dass es im Gazastreifen keine Anzeichen für eine flächendeckende Unterernährung der Bevölkerung gebe. Während das von Hamas geführte Gesundheitsministerium im Juli mehr als 130 Todesfälle infolge von Mangelernährung meldete, konnten laut IDF lediglich eine Handvoll Fälle eindeutig verifiziert werden. Ein Grossteil der gemeldeten Todesfälle sei zudem auf schwere Vorerkrankungen zurückzuführen gewesen, wobei einzelne Patienten zuvor sogar medizinisch in Israel behandelt worden seien.

Bereits im Juli hatte die IDF zusätzliche humanitäre Massnahmen angekündigt, darunter zeitlich begrenzte operative Pausen, um internationalen Vorwürfen einer gezielten Aushungerung der Zivilbevölkerung entgegenzutreten. Israel erklärte zugleich seine Bereitschaft, den Umfang humanitärer Hilfe bei Bedarf weiter auszuweiten.

Im Rahmen des von den USA vermittelten Waffenstillstands, der am 10. Oktober 2025 in Kraft trat, verpflichtete sich Israel zudem, humanitäre Hilfe in vollem Umfang zuzulassen. Die Lieferungen sollen mindestens das Niveau früherer Vereinbarungen erreichen und den raschen Wiederaufbau zentraler Infrastruktur wie Wasser-, Strom- und Abwassersysteme, Krankenhäuser und Bäckereien ermöglichen. Die aktuellen Enthüllungen werfen erneut ein Schlaglicht auf die Diskrepanz zwischen internationalen Hunger-Narrativen und internen Berichten aus Gaza selbst. Sollten sich die Vorwürfe des gezielten Hortens bestätigen, würde dies eine Instrumentalisierung humanitärer Notlagen für politische Zwecke durch die Hamas belegen.

1 Kommentar

  1. Aber, aber das ist doch alles israelische Propaganda. So jedenfalls schreiben Kommentatoren in einschlägigen Schweizermedien. was nicht sein kann ist nicht wahr. sehr simple Sicht der Dinge.

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